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Geschmackszonen der Zunge

Nahezu in jeder Sekunde haben wir einen bestimmten Geschmack in unserem Mund. Ob wir gerade etwas zu uns nehmen oder nicht. Mit der Zeit haben wir eine unglaubliche Geschmacksvielfalt erlebt. Von süß bis sauer, von salzig über fleischig-würzig bis hin zu bitteren Geschmackserlebnissen, haben wir schon unzählige Variationen und Kombinationen erforscht. Doch wie und womit schmecken wir eigentlich genau?

Auf der Haut unserer Zunge befinden sich tausende von kleinen Erhebungen, sogenannte Geschmacksknospen. Diese Geschmacksknospen sind auf bestimmte Geschmäcke spezialisiert. Zu jeder Geschmacksknospe gehören außerdem noch Geschmackszellen. Gut 100 Stück sind es pro Geschmacksknospe. Geschmackszellen besitzen kleine Härchen, die in der Lage sind zu schmecken. Allerdings sind diese Zellen immer auf einen bestimmten Geschmack spezialisiert.

Insgesamt lassen sich diese in fünf Gruppen, also auch gleichermaßen fünf unterschiedliche Geschmäcke einteilen, die es uns ermöglichen zwischen süß, salzig, sauer, bitter und auch fleischig-würzig (Umami) zu unterscheiden.

Geschmackszonen der Zunge

Für die genauere Beschreibung der Geschmackszonen auf unserer Zunge arbeiten wir uns von der Zungenspitze aus in Richtung Rachen. Die erste Station ist die Zungenspitze. Hier befinden sich vermehrt Geschmacksknospen, deren Zellen süße Dinge erkennen. Den süßen Geschmack lösen überwiegend zucker- oder süßstoffhaltige Produkte aus.

Geschmackszone salzig

An den vorderen Seiten unserer Zunge befinden sich Geschmacksrezeptoren, die auf salzige Stoffe spezialisiert sind. Alles, was Kochsalz oder eine ähnliche Salzabwandlung enthält, spricht diese Geschmackszellen an und sorgt für den typisch salzigen Geschmack.

Geschmackszone sauer

Ebenfalls an den Zungenseiten aber etwas weiter hinten, als die salzigen Geschmackszellen, befinden sich vermehrt die sauren Geschmacksrezeptoren. Für den sauren Geschmack sorgen harmlose Säuren, wie sie beispielsweise in vielen Früchten enthalten sind.

Geschmackszone umami

Verhältnismäßig zentral und in der Mitte zwischen den beiden vorherigen Geschmackszonen liegend, befinden sich die Geschmacksknospen, welche fleischige und würzige Stoffe erkennen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Eiweißstoffe erkennen, die in Fleisch, Fisch oder Milch vorhanden sind. Weil japanische Forscher diese Geschmacksform entdeckten, wird sie auch als umami bezeichnet.

Geschmackszone bitter

Im hinteren Teil unserer Zunge befindet sich dann noch eine weitere Geschmackszone, die für einen bestimmten Geschmack zuständig ist. Dieser ist in der Lage Bitterstoffe zu erkennen und ruft bei uns die entsprechende Geschmacksreaktion hervor.

geschmackszonen der zungeGeschmackszonen der Zunge (ohne Umami) ©Grays Anatomy (basic illustration)

Scharf ist kein Geschmack

Dass es sich, wenn wir etwas als „scharf“ empfinden, nicht um einen Geschmack, sondern vielmehr um einen Schmerz handelt, wissen viele überhaupt nicht. Tatsächlich sind hierfür aber die gleichen Rezeptoren verantwortlich, die uns den Schmerz vermelden, wenn wir etwas Heißes zu uns nehmen und uns die Zungenoberfläche verbrennen.

Artikel: Welcher Geschmackstyp sind Sie?


Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team