Ski-WM in Schladming – Sport und kulinarische Leckerbissen Steiermark Tourismus / Gery Wolf

Ski-WM in Schladming – Sport und kulinarische Leckerbissen

Derzeit tummeln sich tausende Skifans in der Steiermark. Genauer gesagt: Bei der alpinen Ski-WM in Schladming. Neben den sportlichen Highlights bekommen die Fans dort aber auch kulinarische Leckerbissen des österreichischen Bundeslandes geboten. Einer davon: Krapfen.

Es ist Halbzeit bei der alpinen Ski-WM im steirischen Schladming. Für Gastgeber Österreich läuft es mit bisher erst einer Medaille noch nicht wie gewünscht. Für die Gäste aus aller Welt hingegen umso besser. So werden im Ortskern allerlei kulinarische Spezialitäten der beliebten Urlaubsregion aufgetischt. Unmittelbar neben dem Skistadion wartet das Steiermark-WM-Dorf mit einer kulinarischen Rundreise durch das Bundesland. Und während sich Krapfen, Berliner oder Pfannkuchen, wie sie in Berlin genannt werden, hierzulande vor allem während der fünften Jahreszeit großer Beliebtheit erfreuen, haben sie in der Steiermark einen weitaus größeren Stellenwert.

Mit dem allseits bekannten Faschingskrapfen – Kugelform, heller Äquator – kommt man in der Steiermark nämlich nicht sehr weit. Hier gibt es „Lichtmeßkrapfen“, „Hochzeitskrapfen“, „Rosenkrapfen“, „Heiliggeistkrapfen“ und „Sterbekrapfen“. Und es gibt „Strauben“: Dabei werden verschiedenste Zutaten, von Rahm bis hin zu essbaren Blüten, in dünnen Krapfenteig getunkt und ausgebacken, wie beispielsweise die „Hollerstraubn“, die großen weißen Holunderblütenstände.

Katholische und evangelische Krapfen

Eine Besonderheit ist der „Steirerkrapfen“, bei dem nicht nur Zutaten sondern auch Konfessionszugehörigkeit eine (historische) Rolle spielen. Auf der schattigen Tauern-Nordseite im katholisch geprägten Ennstal wurde auf den sonnenarmen Feldern überwiegend Roggen angebaut. Die Steirerkrapfen aus Roggenmehl (wenig Ei, keine Hefe) waren daher die „katholischen“. Die sonnenverwöhnte Ramsau war wiederum eine Hochburg der Protestanten. Hier gedieh der Weizen ganz prächtig. Mit viel Ei und Hefe zauberte man die feineren „evangelischen“ Krapfen.

Welcher der beiden der Bessere ist, ist schwierig zu sagen, sodass es auf den Verwendungszweck ankommt: Der flaumigere „evangelische“ Krapfen eignet sich eher für Süßspeisen, der deftigere „katholische“ passt besser zum Steirerkas.

Pikante Krapfen auf steirische Art

Sechs Wochen braucht der pikante Steirerkas, bis er mit seiner typisch graubraunen Farbe gut durchgereift ist. Kenner sind dankbar für die kräftig-würzige Rarität, tragen andachtsvoll (!) auf den „katholischen“ Krapfen ein paar Löffel Käsekrümel auf, rollen den noch lauwarmen Teigfladen ein und genießen ein Stück unverfälschtes kulinarisches Kulturgut der grünen Steiermark.

Wenn Sie sich selbst von den kulinarischen Spezialitäten der Steiermark überzeugen wollen, können Sie das noch bis zum 17. Februar im Rahmen der Ski-WM in Schladming tun. Bei netzathleten.de finden Sie zudem alles Wissenswerte rund um die Ski-WM aus sportlicher Sicht.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team