Bärlauch haltbar machen: Verschiedene Zubereitungen thinkstockphotos.com
So rettet man Bärlauch über die Saison hinaus

Bärlauch haltbar machen: Verschiedene Zubereitungen

Der Frühling kommt und als eines der ersten Kräuter findet man ab März an schattigen Plätzen in Wäldern und Parks die ersten grünen Blätter des Bärlauchs. Wer den leichten Knoblauchgeschmack schätzt, kann Bärlauch auf verschiedene Arten haltbar machen. Wie einfach das geht, zeigen die Tipps der Obst- und Gemüsekampagne 5 am Tag.

Seit einigen Jahren ist der Bärlauch, geschmacklich eine Mischung aus Knoblauch und Zwiebel, aus unserer Frühjahrsküche nicht mehr wegzudenken. Ab März, spätestens April, sind die grünen Blätter auf Märkten und in Geschäften frisch erhältlich. Bärlauch schmeckt in Suppen und Salaten ebenso wie als Würze für Quark und Frischkäse.

Bärlauch haltbar machen: Öl oder Butter

Leider ist bereits nach etwa sechs bis acht Wochen die Saison vorbei. Nach der Blüte zieht sich der Bärlauch bis zum folgenden Frühjahr in den Boden zurück. Wie gut, dass man das Frühlingsgewürz konservieren kann, zum Beispiel in Öl und Fett. „Bestes Beispiel hierfür ist das Bärlauchpesto, das meist auf Grundlage von Olivenöl hergestellt wird. Würze bekommt das Pesto durch geröstete, gemahlene Pinienkerne, geriebenen Parmesan oder Pecorino und etwas Salz und Pfeffer“, erklärt Sabine Lauxen, Sprecherin der von der EU-geförderten Obst- und Gemüsekampagne 5 am Tag.

Für deftige Brotzeiten eignet sich als Aufstrich neben Pesto auch Bärlauchbutter. Hierfür wird sehr fein geschnittener Bärlauch in die weiche Butter gerührt. Bärlauchpesto und -butter halten sich im Kühlschrank einige Wochen, die Butter kann außerdem eingefroren werden. Ebenfalls gut haltbar ist mit Bärlauch aromatisiertes Salatöl. Hierfür gibt man einige Blätter des Bärlauchs in das Öl und lässt die Mischung einige Tage ziehen.

Eingelegt in Essig: Bärlauchkapern

Was viele nicht wissen: Auch die geschlossenen Blüten des Bärlauchs sind eine Köstlichkeit. Allerdings nicht roh, sondern aufgekocht mit Essig als „Bärlauchkapern“. Luftdicht abgefüllt in Gläser mit Schraubverschluss, müssen sie eine bis zwei Wochen ziehen, bis der Geschmack perfekt ist. Mit den eingelegten Blütenknospen, die vier bis sechs Monate haltbar sind, kann man zum einen Gerichte verfeinern, zum anderen schmecken sie zusammen mit etwas Frischkäse auf frischem Brot.

Für Puristen: Bärlauch getrocknet oder gefroren

Wer allein den Geschmack des Bärlauchs konservieren möchte, trocknet die würzigen grünen Blätter des Bärlauchs in der Luft oder im Backofen. „Egal, welche Methode man beim Trocknen wählt, Bärlauch verliert viel an Geschmack. Trocknen eignet sich daher für alle, denen der typische Geschmack des Bärlauchs zu intensiv ist“, so Sabine Lauxen. Wer hingegen den vollen Geschmack der Blätter schätzt, friert Bärlauch ein. Hierfür werden die Blattstiele entfernt, die Blätter auf ein Kuchenblech oder ein flaches Tablett gelegt und dieses in die Gefriertruhe gestellt. Nach dem Frosten lassen sich die Blätter leicht zerbröseln und in Portionen abgepackt weiterfrieren.

Bärlauch: Wertvolle Inhaltsstoffe

Seine Beliebtheit verdankt Bärlauch übrigens neben seinem Aroma auch seinen wertvollen Inhaltsstoffen. Bärlauch enthält die Vitamine C, B1 und B2 sowie Magnesium.
Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team
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