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Aguardiente - Brennendes Wasser

Der kolumbianische Aguardiente wird aus Zuckerrohr und Anis gebrannt und darf bei keiner kolumbianischen Party fehlen. Die Besonderheiten des Aguardiente.

Aguardiente kann man getrost als festen Bestandteil der kolumbianischen Kultur bezeichnen. Meist wird der Rum als Aperitif oder auch nach dem Essen getrunken. Naja, eigentlich benötigt der Kolumbianer gar keinen besonderen Anlass, um sich ein kleines Gläschen Aguardiente zu gönnen. Verbreitet im gesamten karibischen Raum, wird Aguardiente hauptsächlich in Kolumbien hergestellt und konsumiert. Der Markt dort ist durchaus umkämpft, hat doch beinahe jede Region ihre ganz eigene Art, den Aguardiente herzustellen. Allen Aguardientes gemein ist aber die Herstellung aus Zuckerrohr, für das Kolumbien bekannt ist.

Eine Besonderheit Kolumbiens ist, dass die Spirituosenherstellung verstaatlicht ist. Herstellung und Verkauf obliegen also den einzelnen Departamentos, die sogar Zölle auf Aguardientes aus anderen Regionen Kolumbiens erheben können. Der bekannteste Aguardiente stammt dabei aus der Provinz Antioquia und wird Antioquenia genannt. Daneben wird die Rumart aber auch im Valle de Cauca, in Caldas, Huila, Boyacá, Meta, Narino, Cundinamarca, Quindió, Santander und in Tolima gebrannt. Der kolumbianische Aguardiente hat meist einen Alkoholgehalt von 29 bis 30 Volumenprozent und verfügt über eine charakteristische Anisnote.

Warum brennendes Wasser?

Der Name Aguardiente spricht übrigens Bände. Zusammengesetzt aus den beiden spanischen Wörtern Agua und ardiente bedeutet Aguardiente letztlich „Brennendes Wasser“. Neben seinem intensiven Geschmack brennt der Aguardiente dann auch tatsächlich vom Eintritt in den Mund bis zum Abgang.

Aguardiente als Nationalgetränk Kolumbiens

Laut Statistik wurden alleine im Jahr 2012 94 Millionen Flaschen Aguardiente in Kolumbien verkauft, was zwei Flaschen pro Kolumbianer entspricht. Neben Glasflaschen wird Aguardiente seit neuestem aber auch im Tetra Pak zu 0,25 und 1 Liter verkauft, quasi für unterwegs. Allerdings soll diese Maßnahme auch verhindern, dass leere Originalflaschen mit selbstgebranntem Aguardiente aufgefüllt und verkauft werden.
Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team