Die Tonkabohne – Verwendung und Inhaltsstoffe www.thinkstock.de

Die Tonkabohne – Verwendung und Inhaltsstoffe

In Südamerika als Glücksbringer bekannt und hierzulande als Alternative zur Vanilleschote verwendet – die Tonkabohne. Ihre Verwendung, die Inhaltsstoffe und ob zu viel der Tonkabohne gefährlich werden kann.

Die Tonkabohne ist eigentlich keine Bohne, sondern der mandelförmige Samen des Tonkabaums. Dieser wächst überwiegend im nördlichen Südamerika und in der Karibik. Die Bohne ist zirka sechs Zentimeter lang und hat eine dunkelbraune bis schwarze Farbe.

Geschmacklich hat die Tonkabohne eine Bittermandel- und Vanillenote, ist charakteristisch süß und aromatisch. Sie wird auch mexikanische Vanille genannt. Generell lässt sie sich anstelle der Vanilleschote verwenden.

Tonkabohne wird gerieben

Zur Weiterverarbeitung wird die Tonkabohne mit einer Muskatreibe gerieben oder einem Mörser zerkleinert und zu Gebäckteig, Pralinenfüllungen, Dessert- oder Eiscremes gegeben. Aber auch in der Parfüm-Industrie, im Tabak und als Räucherware kommt die Tonkabohne immer wieder zum Einsatz.

Wie gefährlich ist die Tonkabohne

In Deutschland kann die Tonkabohne in den meisten Apotheken oder übers Internet erworben werden. Da die Tonkabohnen Cumarin enthalten, sollte man mit diesem Gewürz sehr sparsam umgehen. Cumarin ist ein natürlich vorkommender Pflanzenstoff, der frischem Heu und getrocknetem Waldmeister seinen eigentümlichen und würzigen Geruch verleiht. Zu viel Cumarin kann Leber und Nieren schädigen und steht außerdem unter dem Verdacht, krebserregend zu sein. Der Verzehr von mehr als zwei Milligramm Tonkabohne pro Kilogramm Speise kann sich bereits negativ auf die Gesundheit auswirken.

Bis 1991 war die Tonkabohne verboten

Die Verwendung der Pflanze zur Zubereitung von Lebensmitteln war in Deutschland ab 1981 zeitweise verboten. Seit 1991 existiert dieses Verbot in eingeschränkter Form. Die Verwendung der Tonkabohne ist nur erlaubt, wenn die zulässigen Höchstwerte für Cumarin in der zubereiteten Speise nicht überschritten werden.

Um Cumarin aus den Bohnen zu lösen werden sie nach der Ernte für etwa 24 Stunden in Rum eingelegt und anschließend getrocknet. Während der Trocknung fermentiert die Tonkabohne und der Cumaringehalt sinkt. Ab diesem Stadium dürfen die Bohnen dann in den europäischen Handel.

In Südamerika gilt die Bohne auch als Glückbringer. Viele bewahren sie dort im Geldbeutel oder als Amulett auf, weil sich die Menschen dort Glück und Erfolg davon versprechen.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team