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Gute Vorsätze verpufft

Darum scheitern viele Diäten

Wie in jedem Jahr haben sich auch 2014 viele Menschen vorgenommen, abzunehmen und sich gesünder zu ernähren. Um dieses Ziel zu erreichen, machen sie eine Diät. Leider schaffen es die wenigsten, mit so einer Ernährungsumstellung auch wirklich abzunehmen. Aber warum scheitern so viele Diäten und wie kann man wirklich dauerhaft abnehmen?

Nicht nur zum Jahreswechsel gibt es kaum eine Zeitschrift, die sich nicht mit den Themen abnehmen und Diät beschäftigt. Die Auswahl an Diäten ist dabei wohl noch größer als die Zahl der Magazin, die sich mit dem Thema befassen. Umso überraschender ist es, dass allem Anschein nach keine der vorgeschlagenen Ernährungsweisen wirklich den gewünschten Erfolg bringt. Auf der anderen Seite müssten sich die Redakteure dringend neue Themen überlegen, wenn jede Diät wirklich zu dem gewünschten Erfolg führen würde. Es bleibt also die Frage, warum die Konzepte nicht dauerhaft aufgehen. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Was ist eine Diät?

Eine Diät hat zunächst vom Prinzip her nicht das Ziel, beim Abnehmen zu helfen. Es ist vielmehr ein Ernährungskonzept. Der Begriff Diät stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Lebensführung“. So eine Diät kann natürlich eine Gewichtsreduktion zum Ziel haben. Entscheidend ist, dass ein Konzept nur dann erfolgreich sein kann, wenn man die Ernährung auch dauerhaft umstellt. Viele brechen eine Diät ab und verfallen in ihre alten Ernährungsmuster, wenn sie ein Ziel erreicht oder gar verpasst haben. Dabei vergisst man, dass genau diese Ernährungsweise erst dazu geführt hat, dass man vielleicht das eine oder andere Kilo zu viel auf die Waage bringt. Es ist so, wie wenn man ein Medikament gegen Bluthochdruck absetzt, sobald man den gewünschten Blutdruck erreicht hat. Ohne das Medikament steigt der Blutdruck aber wieder auf das vorherige Niveau. Eine Diät kann also nur dann erfolgreich sein, wenn man seine Ernährung dauerhaft umstellt und nicht nur eine gewisse Zeit lang.

Radikaldiät und Jojo-Effekt

Am dramatischsten sind die Folgen nach einer Radikaldiät, bei der man eine gewisse Zeit lang die Kalorienzufuhr auf ein Minimum beschränkt. Gesund und nachhaltig ist das nicht. Denn hier besteht die Gefahr, dass der Körper statt Fett Muskelmasse abbaut. Denn der Körper braucht Energie, um die Muskeln zu erhalten. Muskeln verbrennen Kalorien auch im Ruhezustand. Baut der Körper aber nun Muskeln ab und ernährt man sich nach der Radikaldiät wieder normal, verbraucht man weniger Kalorien als zuvor und der Körper lagert die überschüssigen Kalorien in Form von zusätzlichen Fettdepots am Körper an. Man tappt unweigerlich in die Jojo-Falle.

Falsche Ziele

Viele beginnen eine Diät mit völlig utopischen Zielen. Auch wenn einige Zeitschriften versprechen, in einer Woche 5kg abzunehmen, sollte man von solchen Diäten die Finger lassen, da sie nur falsche Vorstellungen wecken. Wenn man bedenkt, wie lange es gedauert hat, bis man das momentane Gewicht erreicht hat, sollte man nicht glauben, dass man in wenigen Wochen zu seinem Wunschgewicht kommen kann. Entsprechend schnell gibt man die Diät wieder auf, wenn sich die erhofften Erfolge nicht schnell genug einstellen.

Es gibt nicht DIE Diät

Um wirklich abnehmen zu können, muss man seinen Körper kennen und sollte die vorgeschlagenen Ernährungskonzepte als Leitfaden sehen, den man nicht um jeden Preis wortwörtlich befolgen muss. Jeder Körper ist anders und daher gibt es auch keine Universaldiät, die jedem passt. Wichtig ist zudem, dass man eine Diät nicht zu ernst nimmt. Ausnahmen sollten durchaus mal drin sein und nichts komplett verboten werden. Sonst kann es sein, dass man frustriert die Diät aufgibt oder von Fressattacken heimgesucht wird. „Ich hab die Diät nicht geschafft, deswegen ist mir alles egal“, ist oft ein Grund, warum man nach einer gescheiterten Diät sogar zunimmt. Daher sollte man sich immer selber die Frage stellen, ob die Diät wirklich für den Moment Sinn macht.

Psychologische Faktoren

Essen ist für uns ein essentieller Bestandteil des täglichen Lebens. Entsprechend groß ist der Einfluss, den die Ernährung auch auf unser Verhalten hat. Von Kindesbeinen an bekommen wir beispielsweise beigebracht, dass etwas Leckeres, Zucker- oder Fetthaltiges eine Belohnung oder auch etwas Tröstendes sein kann. Schokolade ist Nervennahrung und Nudeln machen angeblich glücklich. Um nicht in so eine Verhaltensweise zu verfallen, sollte man sich überlegen, ob man sich nicht mit etwas anderem als mit Schokolade belohnen kann auch wenn natürlich nichts dagegen spricht, hin und wieder etwas Süßes zu essen. Allerdings läuft man Gefahr, dass die Belohnung mehr Kalorien hat als man beim Sport verbrannt hat.

Die erfolgreiche Diät

Um wirklich abzunehmen, sollte man es langsam angehen lassen und sich zunächst einmal genau überlegen, was man in welchem Zeitraum erreichen will. Nur mit der Ernährung ist es im Allgemeinen auch nicht getan. Um abzunehmen muss man vereinfacht gesagt mehr Kalorien verbrennen als man zu sich nimmt. Das geht zum einen durch eine Ernährungsumstellung und zum anderen durch mehr Bewegung. Diese beiden Faktoren gehen immer Hand in Hand. Und nur wenn man es schafft, beide Faktoren in seinen Alltag zu integrieren und dauerhaft beizubehalten, kann man auch langfristig abnehmen. Bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung muss man dabei nicht einmal unbedingt auf etwas verzichten.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team