Wo kommt das Ei her? Das Kennzeichnungssystem von Eiern www.pixelio.de/Andrea Kusajda
Eierkennzeichnung

Wo kommt das Ei her? Das Kennzeichnungssystem von Eiern

Die Frage: „Was war zuerst – Henne oder Ei?“ wird wohl ewig ungelöst bleiben. Welches Ei man gerade isst, muss aber kein Rätsel bleiben, denn jedes Ei hat eine Kennzeichnung, die dessen Herkunft entschlüsselt. Was dieser Code im Einzelnen bedeutet, wie die Eierkennzeichnung funktioniert und noch mehr Wissenswertes über Eier erfahren Sie hier. 

Eier sind in vielen Speisen enthalten. Nudeln, Gebäck, Fertiggerichte, alle weisen in ihrer Zutatenliste Ei auf. Um welche Art von Ei es sich dabei handelt bleibt aber unklar. Bodenhaltung, Freilandhaltung, Käfighaltung? Über die Bedingungen unter denen die Henne lebt, die das Ei gelegt hat, muss nur bei unverarbeiteten Eiern Auskunft gegeben werden. Die Eierkennzeichnung verrät, woher das Ei kommt. 

Eierkennzeichnung - Der Code auf dem Ei

Diese Eierkennzeichnung erfolgt als verschlüsselter Code. Diese Ziffern- und Buchstabenkombination ist europaweit standardisiert. Der Code setzt sich aus drei Zeichenfolgen zusammen und kann beispielsweise so aussehen: 1-DE-1234501

Die erste Ziffer auf dem Ei beschreibt die Haltungsform:

0 – Biohaltung
1 – Freilandhaltung
2 – Bodenhaltung
3 – Käfighaltung

Die Buchstabenfolge kennzeichnet das Herkunftsland:

DE – Deutschland
NL – Niederlande
FR – Frankreich

Die letzte Kombination gibt genauere Auskunft über den Legebetrieb und die Stallnummer. In Deutschland sind die ersten beiden Ziffern dabei eine Angabe zum Bundesland: 

01 = Schleswig-Holstein
02 = Hamburg
03 = Niedersachsen
04 = Bremen
05 = Nordrhein-Westfalen
06 = Hessen
07 = Rheinland-Pfalz
08 = Baden-Württemberg
09 = Bayern
10 = Saarland
11 = Berlin
12 = Brandenburg
13 = Mecklenburg-Vorpommern
14 = Sachsen
15 = Sachsen-Anhalt
16 = Thüringen

Wer es ganz genau wissen möchte, kann den Code seines Eis bei „Was steht auf dem Ei?“ eingeben.

Verbot von Legebatterien

Seit Anfang 2012 gilt ein Verbot der EU für das Halten von Hennen in Legebatterien. Vorgeschrieben sind jetzt mindestens Kleingruppen-Käfige, in denen nicht mehr als 40 Hennen gehalten werden dürfen. Zudem müssen diese Käfige Sitzstangen und Lege-Nester aufweisen. Ab 2023 soll dann auch diese Art der Haltung verboten sein. Bereits jetzt stammen zwei Drittel aller unverarbeiteten Eier in Deutschland aus Bodenhaltung.

Bio, Freiland oder Bodenhaltung

Bei der Bodenhaltung werden die Tiere in großen Hallen gehalten, auf deren Boden sie freien Auslauf haben. Bei der Freilandhaltung muss dieser Auslauf im Freien stattfinden. Hennen, deren Eier als Bioeier verkauft werden dürfen, haben auch nicht mehr Auslauf als Hennen, die in Freilandhaltung leben. Sie bekommen lediglich anderes Futter, denn dieses muss zu 85 Prozent biologisch sein.  

Lagerung von Eiern

Eier sind bis zu 28 Tagen haltbar, sollten aber nach 14 Tagen nicht mehr roh verzehrt werden. Um Eier möglichst lange frisch zu halten, sollten einige Dinge beachtet werden:
-    Das Ei sollte bei Temperaturen von unter 20° Celsius gelagert werden.
-    Eier, die für eine Verarbeitung eher 28 als 14 Tage gelagert werden, sollten bei Temperaturen bis maximal 5° Celsius aufbewahrt werden.
-    Die Luft im Lagerraum sollte weder zu trocken noch zu feucht sein, so wird das Ei vor Austrocknung und Kondenswasserbildung geschützt. Kondenswasser erleichtert das Eindringen von Keimen durch die Schalenporen.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team