Eckart 2015 – Die Preisverleihung in München BMW Group -- Von Links: Friedrich Eichiner, Claus Meyer, Massimo Bottura, Michel und Marie-Pierre Troigros, Ulrike Thieltges, Eckart Witzigmann, Melanie Wagner und Klaus Erfort
Ein Abend mit Stil

Eckart 2015 – Die Preisverleihung in München

Die Verleihung des Internationalen Eckart Witzigmann Preises 2015 fand am gestrigen Abend im Münchner BMW Museum statt. Preisträger, geladene Gäste, Gastgeber Eckart Witzigmann und hochrangige Vertreter der BMW Group würdigten herausragende Leistungen der Kochkunst und besonderes Engagement in Sachen Esskultur.

Der Internationale Eckart Witzigmann Preis ist eine der bedeutendsten Ehrungen für herausragende Verdienste um Kochkunst und Esskultur: Mit dem ECKART würdigen Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann und Organisator Otto Geisel seit 2004 einzigartige Leistungen der Kochkunst und das besondere Engagement in dem facettenreichen Themenkreis der Lebenskultur. Die Jury der Witzigmann Academy verleiht die Preise jährlich in den Kategorien „Große Kochkunst“, „Innovation“ und „Lebenskultur“; der ECKART für „Kreative Verantwortung und Genuss“ ist von der BMW Group mit 10.000 Euro dotiert.

eckart 2015Die diesjährigen Preisträger wurden bereits Anfang Oktober bekanntgegeben (hier geht es zu unserem Bericht). Am gestrigen Abend konnten Massimo Bottura, Familie Troigros, Claus Meyer (eröffnet 2016 das Agern in New York), Ulrike Thieltges, Klaus Erfort und Melanie Wagner sich nun ihre Trophäen aus den Händen ihres Namensgebers Eckart Witzigmann abholen. Das Münchner BMW Museum bot für die kurzweilige Preisverleihung und das anschließende Gala-Dinner, an dem sieben Spitzenköche aus fünf Ländern mitwirkten, den würdigen Rahmen.

Gala eckart 2015

Welche herausragende Bedeutung der ECKART für die Prämierten hat, wurde vor allem bei der Dankesrede des Spitzenkochs Klaus Erfort deutlich, der sich mit Kloß im Hals und Träne im Knopfloch für die Auszeichnung bedankte. Claus Meyer, Mitgründer des Noma-Restaurants und sozial engagierter Gastronom aus Dänemark, ließ durchblicken, dass er großer Fan des deutschen Fußballs und insbesondere Franz Beckenbauers sei. Das Preisgeld für seine Auszeichnung wolle er dann aber doch in ein Kochschul-Projekt für sozial benachteiligte Jugendliche in New York, statt in den Fußball stecken. Die französische Familie Troisgros hingegen, hier vertreten durch Michel Troisgros und seine Gattin, dürfte an Preisverleihungen dieser Art derweil gewöhnt sein. Seit 1968 wird die Küche ihres Restaurants „Les Frères Troigros“ in Roanne ununterbrochen mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet.

Internationales Gala-Dinner in München

Wie zum Beweis, worum es bei der Preisverleihung ging, kochten Kevin Fehling (Hamburg), Fredrik Berselius (New York), Martin Fauster (München), Björn Weissgerber (London), Hans Neuner (Algarve) sowie Michel Roth und Eric Léautey (beide Paris) unter der Leitung von Roland Trettl groß auf. Neben zahlreichen Gästen aus Gastronomie und Hotellerie kamen auch BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner, Spitzensportler wie der ehemalige Skirennläufer und fünfmalige Gesamtweltcup-Sieger Marc Girardelli sowie Schauspieler Elmar Wepper nebst Gattin in den Genuss des sechsgängigen Menüs. Von Aal und Auster über Langustine mit Taschenkrebs bis hin zu bayerischem Reh mit Roter Bete ließ dieses keine Wünsche der des fachkundigen Publikums offen.

Roland Trettl-Eric Léautey-Michel Roth-Hans Neuner-Björn Weissgerber-Martin Fauster-Fredrik Berselius-Kevin FehlingVon Links: Roland Trettl, Eric Léautey, Michel Roth, Hans Neuner, Björn Weissgerber, Martin Fauster, Fredrik Berselius, Kevin Fehling

Im Laufe des Dinners ließ es sich Gastgeber Witzigmann nicht nehmen, an jedem Tisch persönlich vorbeizuschauen, um die Gäste zu begrüßen, Hände zu schütteln und Anekdoten von früher zum Besten zu geben. Einen launigen Ausklang fand die Preisverleihung innerhalb der Pop Up-Bar der Münchner Barkeeper-Legende Charles Schumann. Dieser hatte zu Ehren der Preisträger vier wohlschmeckende Drinks kreiert, die dafür verantwortlich waren, dass es bei den meisten Gästen dann doch mehr als ein Absacker wurde.

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Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team