Comeback des Jahres – Filterkaffee ist wieder in thinkstockphotos.de
Kaffeekapseln adieu

Comeback des Jahres – Filterkaffee ist wieder in

Er ist wieder da: Der gute alte Filterkaffee erlebt sein Comeback. Trotz Überangebot an Kaffeekapseln verschiedener Geschmackssorten ist das Kaffee-Urgestein einfach nicht totzukriegen. Und das ist auch gut so.

Kaffee trinken ist in den vergangenen Jahren zu einer Art Lifestyle mutiert. Denn wenn wir mal ehrlich sind, bestellen wir im Restaurant doch meistens einen Cappuccino oder Latte Macchiato – gern auch „to go“. Aber was ist mit Filterkaffee? Welche Assoziation weckt das Wort in Ihnen? Vielleicht denken Sie an ein Kaffeekränzchen unter älteren Damen oder die verkalkte Kaffeemaschine im Büro.

Filterkaffee: alles andere als altbacken

Dabei ist Filterkaffee gar nicht so altmodisch wie manche Assoziation es zunächst vermuten lässt. Im Gegenteil: Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts ist die Filterkaffeemaschine in deutschen Haushalten nach wie vor am häufigsten vertreten; nicht etwa die Kaffeepad- oder Kapselmaschine. Außerdem bieten immer mehr hippe Großstadt-Bars „Brewed Coffee“, also den klassischen Brühkaffee, an. Woran liegt das? Plausibel ist, dass nicht jeder aus dem Kaffeekochen eine Wissenschaft machen möchte. Wer es schon mal mit Pads oder Kapseln versucht hat, wird festgestellt haben, dass es so viele Variationen in Geschmack und Intensität gibt, dass man schnell den Überblick verliert Fremdsprachen sollte man obendrein auch beherrschen, um den passenden Kaffee zu finden. Oder haben Sie vor Eröffnung so mancher Kaffeekapsel-Boutique gewusst, was es mit einem „Fortissio Lungo“ oder „Ristretto“ auf sich hat? Nicht schlimm, wenn sie es nicht wussten, aber lesen Sie hierzu doch die Kolumne von Philipp Weber: Müll hat einen Namen.

Was Kaffeeliebhaber sicher auch an Filterkaffee schätzen, ist, dass er eben nach Kaffee schmeckt. Bei allem Verständnis für Latte Macchiato und Co.: Letztendlich sind das Heißgetränke, die mehr nach Milch als nach einem vollmundigen Kaffee schmecken. Ein weiterer Vorteil: Wenn wir uns eine Kanne Filterkaffee brühen, können wir die „Portion“ selbst bestimmen und sind nicht auf die vorgegebene Menge einer Kaffeekapsel angewiesen.

Mit Filterkaffee Geld und Müll sparen

Nicht zuletzt freut sich die Umwelt über das Comeback des Filterkaffees. Wie viele nämlich inzwischen wissen, bedeuten Kaffeekapseln unverhältnismäßig viel Müll für wenig Kaffee – das Verpackungsmaterial Aluminium ist ein wahrer Umweltkiller. Nicht nur das: Wenn Sie für eine Kaffeekapsel durchschnittlich 35 Cent zahlen, geht das bei einem durchschnittlichen Kaffeekonsum von 162 Litern im Jahr pro Kopf natürlich ins Geld.

Wir sehen: Kaffeepads- und Kapseln haben in den vergangenen Jahren für Aufmerksamkeit gesorgt. Warum? Vor allem, weil sie neu waren. Trotzdem kann der Trend den Klassiker in Form des Filterkaffees nicht überholen. Und was ist an der Assoziation mit dem Kaffeekränzchen schon auszusetzen?

Hier berichten wir über einen weiteren Kaffeetrend: Cold Brew


Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team