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Cocktail-Trend

Cuisine Style Cocktails

In den letzten Jahren hat sich in Sachen Cocktails einiges getan. Barchef Christian Granert aus dem Metropolitan in Erfurt stellt fünf aktuelle Cocktail-Trends bei worlds of food vor. Den Anfang machen die Cuisine Style Cocktails.

In den letzten Jahren hat sich in der Barkultur einiges getan. Vorbei ist die Zeit, in der man unter Cocktails nur eine bunte Vereinigung verschiedener Säfte, Sirups und Spirituosen verstand. Der Fokus liegt heute deutlich auf dem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis und auf hochwertigen Zutaten. Dies geht oft soweit, dass man Cocktails räuchert oder im Fass lagert. Immer häufiger kommen Zutaten wie Popcorn, Lakritze oder sogar Bacon zum Einsatz, die man in einem Drink zunächst gar nicht erwarten würde.

Cuisine Style Cocktails – Was kommt ins Glas

Eine wirklich offensichtliche Entwicklung sind die Cuisine Style Cocktails, die sich bereits zu einer eigenständigen Gruppe entwickelt haben. Doch was versteht man unter Cuisine Style Cocktails?

Es handelt sich dabei um Mixgetränke, bei denen Zutaten eingesetzt werden, die eigentlich in der Küche Verwendung finden. Die Palette reicht dabei von Kräutern wie Basilikum, Rosmarin, Thymian oder Salbei bis hin zu anderen Zutaten wie Salatgurke, Chili und weiteren Gewürzen.

Kräuter im Cocktail – Gar nicht so neu

Kräuter in Cocktails sind im Trend, doch ist diese Entwicklung gar nicht so neu. Kräuter und vor allem die Minze findet man schon in den ältesten Cocktails wie etwa im Mint Julep, den es mindestens seit dem 18 Jahrhundert gibt. In der Regel werden die Kräuter und die anderen Zutaten beim Cuisine Style mit einem Stößel im Shaker angedrückt, damit die Aromen frei werden. Es folgen dann alle weiteren flüssigen Zutaten und das Eis.

Fast schon ein Klassiker unter den Cusine Style Cocktails ist der Gin Basil Smash von Jörg Meyer (Le Lion) aus dem Jahr 2008. Ein Drink mit Gin, Zucker, Zitrone und frischen Basilikum. Es gibt kaum eine Bar, in der man diesen Drink nicht bestellen kann. Neuer, aber ebenfalls schon sehr bekannt, ist der Le Gurk aus dem Jahr 2009 auf Basis von Gin, Gurke, Holunderblüte, Zitrone und Apfel.

Cuisine Style Cocktails muss man dann natürlich nach dem Shaken über ein Barsieb und ein zusätzliches Feinsieb ins Glas füllen, damit man keine Kräuterreste im Glas findet. Eine Ausnahme besteht dann, wenn die Kräuter im Gästeglas verbleiben sollen: Dann reicht es völlig aus, die frischen Kräuter mit der flachen Hand anzuschlagen, damit die Aromen frei werden. Ein Stößel würde das Blattwerk nur zerstören.

granert-CocktailZur Person: Christian Granert
Christian Granert ist Barchef in der Erfurter Metropolitan Bar, gibt Cocktail-Kurse und schreibt seinen eigenen Blog www.cocktailsworld.net

Bei worlds of food stellt er folgende Cocktail-Trends vor: Cocktail Aging, molekulare Cocktails, Infusionen und Foodpairing.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team