Fruchtfliegen – Wissenswertes zu den kleinen Kücheninsekten thinkstockphotos.de

Fruchtfliegen – Wissenswertes zu den kleinen Kücheninsekten

Sobald es warm wird, treffen wir in vielen Küchen auch die kleinen Fruchtfliegen. Hier erfahren Sie, woher die Fliegen kommen, wie schädlich sie sind und wie man sie wieder los wird.
Fruchtfliegen stechen nicht, summen nicht und verbreiten auch keine schlimmen Krankheiten. Trotzdem sind sie nervig und verderben uns den Appetit. Sobald es draußen warm wird, treffen wir in vielen Küchen auch die kleinen Insekten, die von Küchenabfällen geradezu magisch angezogen werden. Das Problem bei den Fliegen, die zu der Gattung der Drosophila gehören, ist, dass man sie kaum noch los bekommt, wenn sie sich einmal in der Küche eingenistet haben.

Der Name „Fruchtfliege“ kommt dabei nicht von ungefähr. Denn die rund 2mm großen Insekten werden vor allem von Obst, Säften und anderen Küchenabfällen angelockt. Je älter und fauliger das Obst ist, desto schneller kommen die Fruchtfliegen in die Küche. Die Weibchen legen in die faulenden und gärenden Küchenabfälle innerhalb weniger Tage bis zu 400 Eier. Das erklärt, warum eine Fruchtfliege niemals alleine kommt. Gerade im weichen, matschigen Fruchtfleisch finden die Larven der Drosophila ideale Lebensbedingungen, sodass innerhalb weniger Tage schnell eine ganze Wolke voller Fliegen im Küchenmüll zu finden ist.

Wie gefährlich sind die Fruchtfliegen

Im Gegensatz zu Stechmücken oder Moskitos sind die Fruchtfliegen eher harmlos. Sie stechen nicht und können auch keine schweren Krankheiten übertragen. Trotzdem sollte man sie so schnell es geht wieder loswerden. Denn die Drosophila können Fäulnis- und Hefebakterien übertragen und so auch andere Lebensmittel verderben. Zudem verderben sie einem den Appetit und kaum einer wird sich in der Küche wohl fühlen, wenn hunderte von kleinen Fliegen um das Mittagessen schwirren.

Wie wird man Fruchtfliegen wieder los?

Ein altes Hausmittel gegen Fruchtfliegen ist ein Glas Fruchtsaft oder Essig, in das man einen Spritzer Spülmittel getan hat. Durch das Spüli wird die Oberflächenspannung der Flüssigkeit verringert und anstatt auf dem Saft sitzen zu können, gehen die Fliegen unter. Tatsächlich wird man nach ein paar Tagen schon viele Fruchtfliegen im Glas treiben sehen. Aber wirklich erfolgreich hilft das Hausmittel gegen die Drosophila nicht. Denn für jede Fliege, die im Glas ertrinkt, werden deutlich mehr durch den Geruch angelockt. Insofern sollten Sie besser darauf verzichten, ein offenes Glas Saft in Ihrer Küche herumstehen zu haben.

Effektiver gegen Fruchtfliegen ist es, ihnen die Nahrungsgrundlage zu nehmen. Gerade in den warmen Monaten ist es wichtig, keine Lebensmittel offen herumstehen zu haben. Verstauen Sie alles Lebensmittel und Getränke gut verpackt am besten an einem gut verschlossenen Ort. Spülen Sie gebrauchte Teller, Gläser und Besteck sofort ab. Achten Sie zudem darauf, Essensreste nicht in Ihrer Küche zu lassen, sondern sie sofort aus der Küche zu entfernen. Sorgen Sie für saubere Arbeitsflächen und werfen Sie leere Essensbehälter sofort in den Müll. Ohne Nahrungsgrundlage sollten Sie die Fruchtfliegen auch schnell wieder loswerden.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team