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Größte Butterstudie Deutschlands – Natürlichkeit gewinnt! v.l. Prof. Dr. Eder, Franca Mangiameli, Prof. Dr. Nicolai Worm
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Größte Butterstudie Deutschlands – Natürlichkeit gewinnt!

Der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen ist bei Butter aus Weidemilch erheblich höher als bei marktüblicher Butter. Eine aktuelle Analysestudie von Professor Dr. Klaus Eder der Universität Gießen hat ergeben, dass Weidemilch die beste Fettzusammensetzung sowie den höchsten Vitamingehalt hat. Untersucht wurden die zehn größten Buttermarken in Deutschland. Dazu gehören bedeutende Molkereimarken wie Weihenstephan, Kerrygold, Meggle und Landliebe sowie Handelsmarken. Den höchsten Anteil gesunder Inhaltsstoffe, wie Beta-Carotin, Vitamine A und E sowie Omega-3-Fettsäuren enthält die aus Weidemilch hergestellte Butter von Kerrygold.

Der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen ist bei Butter aus Weidemilch erheblich höher als bei marktüblicher  Butter. Eine aktuelle Analysestudie von Professor Dr. Klaus Eder der Universität Gießen hat ergeben, dass Weidemilch die beste Fettzusammensetzung sowie den höchsten Vitamingehalt hat. Untersucht wurden die zehn größten Buttermarken in Deutschland. Dazu gehören bedeutende Molkereimarken wie Weihenstephan, Kerrygold, Meggle und Landliebe sowie Handelsmarken. Den höchsten Anteil gesunder Inhaltsstoffe, wie Beta-Carotin, Vitamine A und E sowie Omega-3-Fettsäuren enthält die aus Weidemilch hergestellte Butter von Kerrygold.

Im Rahmen der Analyse-Studie wurden von den zehn Buttermarken jeweils fünf Packungen von Sommer- und Winterbutter aus unterschiedlichen Supermärkten ausgewählt. Sie wurden bezüglich ihrer Fettsäurezusammensetzung, ihres Vitamin A- und E- sowie Beta-Carotin-Gehalts analysiert. „Die aus Irland stammende Buttermarke Kerrygold kann sich bei Betrachten aller Inhaltstoffe deutlich von anderen Marken absetzen“, erläutert Klaus Eder die Ergebnisse der Studie. Von Vitamin E enthält sie beispielsweise 51 % mehr als der Durchschnitt aller anderen neun Buttermarken! Die positiven mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind zu einem signifikant höherem Anteil in der Weidemilch enthalten. Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören auch die Omega-3-Fettsäuren. Ihr Anteil ist über 40 % höher als in den Vergleichsmarken. Der Gehalt des gesundheitsförderlichen Beta-Carotins liegt sogar um über 70 % höher als der Gehalt der anderen untersuchten Buttermarken.

Butter enthält einzigartiges Fettsäuremuster

Diplom-Ökotrophologin und Buchautorin Franca Mangiameli aus Hamburg erklärt: „Butter enthält als Milchprodukt wichtige Vitamine und Mineralstoffe, wie Calcium und Vitamin B 12“. Auch Professor Dr. Nicolai Worm aus München kennt die Vorteile von Butter: „Butter ist ein reines Naturprodukt und enthält im Gegensatz zur Margarine keine künstlich gehärteten Fette“, sagt der Ernährungswissenschaftler. „Das Milchfett enthält mehr als 400 verschiedene Fettsäuren – viele von ihnen enthalten positive gesundheitlich relevante Eigenschaften“, so Worm. „Viele Studien haben bewiesen, dass Menschen, die viel Milchfett in Form von Frischmilch, Joghurt, Käse oder Butter zu sich nehmen, ein geringes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes haben“, führt der Fachmann aus.

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Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, machen das Fett weicher und streichzarter. Omega-3-Fettsäuren haben außerdem positive, gesundheitsfördernde Eigenschaften. „So schützen sie unser Herz und wirken Entzündungen entgegen“, weiß der Ernährungswissenschaftler. „Wichtig ist auch, in welchem Verhältnis Omega-6 und Omega-3 aufgenommen werden. Ideal ist es, wenn Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren  in einem Verhältnis von 2:1 – 4:1 stehen“, sagt Worm. Alle zehn Buttermarken der Studie weisen ein gutes Verhältnis dieser beiden gesunden Fette auf. Je kleiner das Verhältnis, desto gesünder ist die Butter. Beta-Carotin und Vitamin E sind wichtige Antioxidantien und kommen natürlicherweise in echter Weidemilch vor.

Weidetierhaltung als natürliche Form der Milcherzeugung

Nicolai Worm weiß, wie die Unterschiede bei den gesunden Inhaltsstoffen zustande kommen. „Kühe, die auf der Weide stehen, produzieren eine hochwertigere Milch als andere. Auf der Weide fressen sie Gras, Kräuter und Blumen und nehmen damit mehr Vitamine und andere gesunde Stoffe auf“, erklärt er. Stallkühe bekommen weniger frisches Gras und dafür mehr Kraftfutter zu fressen. „Sie produzieren eine Milch mit einem höheren Anteil an gesättigten Fettsäuren“, so der Experte weiter.

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Inzwischen gibt es kaum noch Unterschiede bei Sommer- und Winterbutter. Früher waren die Kühe den Sommer über auf der Weide und verbrachten nur die kalte Jahreszeit im Stall. Dort bekamen sie kohlenhydratreiches Kraftfutter anstatt grünes Weidegras zu fressen. Was die Kuh frisst, beeinflusst die Zusammensetzung ihrer Milch und damit der Butter. Mittlerweile ist die Fütterung der Kühe im Sommer und im Winter identisch, wie auch die Ergebnisse der Butterstudie zeigen. Experten schätzen, dass rund 70 Prozent der Kühe das ganze Jahr über im Stall stehen – die meisten in Ost- und Süddeutschland, deutlich weniger im Norden.

Irische Kühe stehen das ganze Jahr auf der Weide

Bei der irischen Buttermarke Kerrygold, die bei der Unter-suchung am besten abgeschnitten hat, wird die Butter aus Weidemilch hergestellt. Die irischen Milchbauern halten ihre Kühe von März bis Oktober auf der Weide. Sie grasen dabei bis zu 312 Tage. Dies ist ein Wert, der in keinem anderen europäischen Land erreicht wird. Dies ist möglich, weil durch den Golfstrom ein besonders mildes Klima in Irland herrscht. Die Qualität von Weidemilch bedeutet aber auch eine geringere Wirtschaftlichkeit für die Bauern. So geben irische Kühe durchschnittlich 5.200 kg Milch im Jahr, deutsche Kühe 7.000 kg und dänische Kühe sogar über 8.500 kg (ZMB Jahrbuch Milch, 2011). „Was gut für den Profit ist, beeinträchtigt aber auch die Gesundheit der Kühe und die Qualität der Milch. Nachhaltiger ist in jedem Fall eine traditionelle Weidehaltung“, erklärt Prof. Dr. Worm.

Die Studie verdeutlicht, dass Butter eine ausgewogene Ernährung sinnvoll ergänzen kann und unterstützt die Ergebnisse des im März erschienen Öko-Test. Bei der Wahl der Butter sollte auf Qualität geachtet werden. Denn echte Weidemilchbutter fördert die artgerechte Tierhaltung und sollte aus ernährungswissenschaftlicher Sicht der herkömmlichen Butter vorgezogen werden.

Einen Einblick in die Ergebnisse der Studie und die Meinungen der Experten finden Sie hier:



Die Butterstudie der Universität Gießen unter Verantwortung von Prof. Dr. Eder wurde von Februar bis April 2012 durchgeführt. Untersucht wurden folgende Marken (je fünf Packungen mit unterschiedlichen Mindesthaltbarkeitsdaten von September/Oktober 2011 und Januar/Februar  2012):

•    Weihenstephan
•    Frau Antje
•    Kerrygold
•    Meggle Alpenbutter
•    Landliebe
•    Real deutsche Markenbutter
•    TIP deutsche Markenbutter
•    Humana Edeka Gut&Günstig deutsche Marken-butter
•    Milfina Deutsche Markenbutter Aldi Süd
•    Humana Aldi Nord Milsani Deutsche Markenbutter

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team