Sterne-Cup der Köche 2013 – Après Ski am Herd worldsoffood.de; v.li.: Martin Herrmann, Thomas Schreiner, Dieter Thoma

Sterne-Cup der Köche 2013 – Après Ski am Herd

Après Ski sieht anders aus! Vor allem in der Lifestyle-Metropole Ischgl. Nach dem Skifahren ein Drei-Gänge-Menü zu kochen, gehört eigentlich nicht dazu. Beim Sterne-Cup der Köche sehr wohl, denn die Sieger der Disziplinen werden hier erst später gefeiert. Zum 16. Mal lockte das Event, welches von Champagne Laurent Perrier und Ischgl veranstaltet wird, die Kochelite und zahlreiche Prominente zum sportlichen und kulinarischen Wettstreit – und ist gleichzeitig ein Forum für die gehobene Gastronomie.

laferAlpenglühen in IschglSchon beim traditionellen Hüttenabend vor dem Rennen mitten im Skigebiet Ischgls wird klar, warum sich alle Beteiligten ein Jahr lang auf ihre Rückkehr nach Ischgl freuen. Im Alpenhaus wird aufgetischt - und das nicht zu knapp. Vor atemberaubender Alpenkulisse, hinter der die Sonne gerade verschwindet, tummeln sich etwa 60 der besten Köche Österreichs und Deutschlands am reichhaltigen Büffet. Darunter auch Hans Haas, Johann Lafer und Karl Ederer, um nur einige der bekanntesten Köche zu nennen, die den Sterne-Cup auch als Forum nutzen, um sich über die neuesten Entwicklungen der gehobenen Gastronomie auszutauschen.

Sportstars starten ebenfalls beim Sterne-Cup der Köche

olympiasiegerDie Olympiasieger Stock und Thoma mit Thomas Schreiner (mi.) von Laurent PerrierEbenfalls Hunger mitgebracht haben der Skisprung-Olympiasieger Dieter Thoma, Johannes B. Kerner und Fußballkommentator Béla Réthy. Auch sie werden am folgenden Morgen beim Riesenslalom an den Start gehen, dem ersten Teil des Sterne-Cups. Vorher werden jedoch die Teams bekanntgegeben, die gemeinsam bei der Kulinarischen Prüfung antreten müssen, um das erwähnte Drei-Gänge-Menü aus vorgegebenen Zutaten zu zaubern. So geraten das Buffet und die zugehörige einheimische Musik auch kurz in den Hintergrund, wenn die Köche sich um die Startliste des Rennens scharen und an gleicher Stelle die Zutaten für den Kochwettbewerb studieren.

Beim Sterne-Cup der Köche rückt man zusammen, die Atmosphäre ist familiär, die Stimmung gut und der Abend lang. Man ist sogar ein wenig verwundert, wenn es am nächsten Morgen doch wieder alle rechtzeitig zum Start des Skirennens schaffen. Und wer jetzt glaubt, dieses sei ein einfaches Rennen, weil es sich ja nicht um Rennläufer bei den Startern handelt, der täuscht sich. Zumindest die erste Streckenhälfte ist recht steil, die Piste trotz der vorgerückten Jahreszeit eisig und die Tore wesentlich schwieriger gesetzt, als in den vergangenen Jahren. Das sollte auch worlds of food-Redakteur Jak Kober zu spüren bekommen, der mit Startnummer 84 zudem mit tiefen Rinnen auf dem Kurs zu kämpfen hatte. Wie Kober abschnitt, erfahren Sie im nachfolgenden Video-Bericht.

Die Kulinarische Prüfung

Ist das Rennen vorbei, geht es nach der kurzen Flower-Ceremony für die Sieger direkt auf die riesige Bühne der Ischgler Idalp, unmittelbar neben dem Zieleinlauf. Die nächste Herausforderung wartet dort auf die Küchenchefs, wo während der Skisaison Stars wie die Scorpions oder Deep Purple auftreten, um die Urlauber zu unterhalten: Die Kulinarische Prüfung vor Publikum. Füße hochlegen und einen Sieger-Champagner genießen ist hier nicht. Stattdessen wird es eng und hitzig in der eigens eingerichteten Show-Küche auf der Bühne und doch kochen die Chefs der unterschiedlichsten Häuser Hand in Hand.

juryDie JuryBeim Kochen darf nun auch unser Mann Jak Kober nicht mehr teilnehmen, genauso wenig wie die prominenten Vorläufer um Ski-Olympiasieger Leonard Stock, Welthockeyspieler des Jahres 1987 Stefan Blöcher,  oder Dieter Thoma. Nur die echten Profis stellen sich der Aufgabe, binnen 12 Minuten ein komplettes Menü für die Jury zu kochen. Prominent besetzt mit Madeleine Jakits vom Feinschmecker, Marc Girardelli, Johannes B. Kerner und Marcel Reif, nimmt diese ihre Aufgabe ernst und verteilt Punkte für Geschmack, Idee und Optik der Gerichte.

siebererMartin Sieberer (re.) beim Skirennen

Dass die Köche sich hier erst recht bei ihrer Ehre gepackt fühlen und sich alle Mühe geben, merkt man an der überschwänglichen Freude am Abend, wenn die Sieger aller Kategorien bei der Gala-Nacht der Köche gekürt werden. Das Trofana Royal bietet hierfür die feierliche Kulisse und der Koch des 5-Sterne Hotels, Martin Sieberer, verwöhnt die Gäste kulinarisch (wie es für ihn ist, für gleich so viele Sterneköche auf einmal zu kochen, erfahren Sie im Interview mit Martin Sieberer).
Doch hier feiern nicht nur die Sieger ihre Trophäen, denn schließlich heißt es am nächsten Morgen: der Sterne-Cup der Köche findet erst in einem Jahr wieder statt. Und so kommen die Köche dann doch noch zu ihrem Après Ski - auf kulinarisch hohem Niveau, das sie normalerweise ihren eigenen Gästen bieten.

Das Video mit den Eindrücken vom Sterne-Cup der Köche 2013

Die Sieger der einzelnen Kategorien des Sterne-Cups 2013

Skirennen:
Auf der Jagd nach den Hundertsteln sicherte sich in der Klasse „KÖCHE Herren“ Thomas Egger vom Salzburger Hof (Bad Gastein, Österreich) den Sieg vor Thomas Hagleitner vom Restaurant s’Pfandl (Reith bei Kitzbühel, Österreich) und Reinhard Brandner vom Restaurant Zum Tischlerwirt (Reith bei Kitzbühel, Österreich). In der Kategorie „KOCH MASTERS“ (ab 50 Jahren) holte sich Rudi Obauer vom Restaurant Hotel Obauer aus Werfen (Österreich) den Ehrenplatz auf dem begehrten Siegertreppchen, dicht gefolgt von seinem Bruder Karl Obauer. Nach dem großen Erfolg des letzten Jahres fand auch dieses Jahr erneut der Laurent-Perrier Ladies-Cup, das Skirennen für die Partnerinnen der internationalen Köche, statt. Den Siegerpokal nahm Sarah Falch, Freundin von Benjamin Parth vom Restaurant Stüva im Hotel Yscla in Ischgl (Österreich), mit nach Hause.

hans haasTeam "München" um Hans Haas (li.)Die Kulinarische Prüfung:
Die kulinarische Prüfung gewann das Team München um Hans Haas vom Restaurant Tantris mit dem originellsten 3-Gänge-Menü aus regionalen Produkten.

Auf der Homepage Sterne-Cup der Köche gibt es die komplette Ergebnisliste 2013 und viele Fotos

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team