Wie entsteht der Jojo-Effekt? www.istockphoto.com/Bliznetsov

Wie entsteht der Jojo-Effekt?

In unserer kleinen Diät-Reihe wollen nicht nur Diäten vorstellen, sondern auch Hintergrund-Informationen zum gesunden und nachhaltigen Abnehmen bieten: Was ist der Jojo-Effekt und wie kommt er zustande? Ein Phänomen mit so mancher nach einer Diät zu kämpfen hat.

Crash-Diäten versprechen schnelle Erfolge in kürzester Zeit. 7 Kilogramm abnehmen in zwei Wochen sind laut diverser Anbieter kein Problem. Beendet man die Diät, sind die Kilos leider oft schneller wieder drauf, als einem lieb ist. Dieses Phänomen wird auch Jojo-Effekt genannt.

Meistens kommen nach der Diät mehr Kilos dazu, als man vor der Diät hatte. Sehr zum Leidwesen der Betroffenen. Besonders gut kann man den Jojo-Effekt bei Diäten beobachten, die auf eine extreme Reduzierung der Kalorienzahl setzen. Dass der Effekt eintritt, ist kaum zu verhindern.

Kalorien sind nämlich nicht nur eine Maßzahl, wie sehr bestimmte Nahrungsmittel dick machen, sondern sind für den Körper unverzichtbare Energielieferanten. Bei radikalen Diäten hat der Körper ein Problem: Woher bekommt er die notwendige Energie, um die wichtigsten Körperfunktionen am Laufen zu halten. Denn ohne Energie läuft nichts.

Ohne Kalorien fährt der Körper auf Sparflamme

Hat der Körper zu wenig Energie, fährt er sozusagen nur noch auf Sparflamme. Er passt sich der wenigen Energie an, die er zur Verfügung hat. Da der Körper Angst vor zukünftigen Energie-Engpässen hat, strebt er danach, Energiedepots anzulegen, sobald er wieder ausreichend versorgt wird. Er legt also Fettreserven an, anstatt sie weiter abzubauen.

Doch das ist nicht das einzige Problem. Man muss sich die Muskulatur als Motor des Körpers vorstellen. Ähnlich wie ein Automotor muss auch der Motor des Körpers „vollgetankt“ werden. Hat man zu wenig Benzin zur Verfügung, kauft man sich besser ein kleineres Auto, das weniger Sprit verbraucht. Etwas anderes macht der Körper auch nicht. Wenn er über einen längeren Zeitraum zu wenig Energie hat, verkleinert er den Motor, er baut Muskelmasse ab.

Training statt Diät

Da Muskeln schwerer sind als Fett, nimmt man sehr schnell ab, sobald man die Kalorienzahl extrem herunterfährt. Das bestätigt den schnellen Erfolg der Crash-Diäten.

Aber wehe, man ernährt sich nach der Diät wieder normal. Dann legt der Körper zum einen die bereits angesprochenen Fettdepots an. Zum anderen ist der Motor kleiner als vor der Diät. Er verbraucht also auch weniger Sprit. Nimmt man aber wieder genügend Energie zu sich, läuft der Tank über. Der Körper möchte aber keine Energie verschwenden. Darum legt er auch hier Depots an. Man nimmt nach der Diät unweigerlich zu.

Statt auf radikale Diäten zu setzen, die dem Körper mehr schaden als nützen, sollte man eher bewusst essen und die Ernährung dauerhaft umstellen. Außerdem kann man durch Krafttraining Muskulatur aufbauen und so den körpereigenen Motor vergrößern. Man verbraucht auch im Leerlauf, also im Ruhezustand, mehr Energie. Der Jojo-Effekt bleibt aus und man braucht noch nicht einmal eine Diät einzuhalten.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team