Können Tomaten vor Krebs schützen? gettyimages -- Wirken Tomaten krebsvorbeugend?
Tipps zur gesunden Ernährung

Können Tomaten vor Krebs schützen?

Tomaten sind gesund und haben wenig Kalorien. Neue Studien schreiben ihnen sogar eine erstaunliche Wirkung zu. Informationen rund um den menschlichen Körper und die Gesundheit – erklärt von Prof. Dr. Curt Diehm.

Ursprünglich stammt die Tomate aus Mittelamerika. Dort wurden die Spanier im Rahmen ihrer Kreuzzüge auf sie aufmerksam und brachten sie mit nach Europa. Schon damals erkannte man die positiven Wirkungen für die Gesundheit, obwohl Tomaten zu Beginn primär als Zierpflanzen genutzt wurden. Das Mittelmeer-Klima sorgte jedoch schnell für den Siegeszug der nach kurzer Zeit auch als äußerst schmackhaft angesehenen Früchte – zuerst in Spanien und später auch in der typisch italienischen Küche. Heute sind Tomaten weltweit verbreitet und als Speise beliebt.

Neben ihrem ganz typischen Geschmack sind Tomaten aber auch sehr gesund. Obwohl nur wenige Kalorien, stecken in ihnen eine ganze Reihe an Vitaminen und Mineralstoffen.

Vitaminreich und nahrhaft

So enthalten Tomaten die Vitamin-A-Vorstufe Betacarotin, Vitamin B, E und K sowie besonders viel Vitamin C. Dazu kommen Kalium, Kupfer und Eisen. Alles wichtig und gesund für unseren Körper. Damit kann der regelmäßige Verzehr von Tomaten den Blutdruck senken, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und sogar das Schlaganfallrisiko senken. Tomaten sind außerdem gut für Knochen, Muskeln, Haut und Augen.

Damit sind Tomaten wohl das, was man eine sehr gesunde Frucht nennen kann. Außerdem können sie auch beim Abnehmen helfen, denn sie wirken entwässernd und sind sogar kalorienärmer als ein Apfel. Wer täglich 200 Gramm Tomaten isst, nimmt dabei nur rund 40kcal zu sich.

Tomaten: Schutz vor Haut- und Prostatakrebs

Verschiedene Studien haben sich in den vergangenen Jahren auch mit der Frage beschäftigt, ob und wie Tomaten zur Krebsprävention beitragen können. So kam eine Untersuchung der Ohio State University zu dem Resultat, dass eine tomatenreiche Ernährung das Hautkrebsrisiko um bis zu 50 Prozent senken kann. Denn das in Tomaten enthaltene Lycopin, das ihnen ihre typisch rote Farbe verleiht, schützt die Haut vor schädlicher UV-Strahlung und wirkt vorbeugend gegen Sonnenbrand.

Hoch interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine neue Meta-Analyse aus den USA zur vorbeugenden Wirkung von Tomaten bei Prostatakrebs. Das Team fasste dazu die Ergebnisse aus 30 Studien mit mehr als 250.000 Teilnehmern der vergangenen Jahre zusammen.

Das Resultat: Männer, die mindestens zehn Tomaten mittlerer Größe pro Woche essen, können ihr Prostatakrebs-Risiko in der Tat signifikant senken. Krebsvorbeugend wirkt auch hier das Lycopin. Die Wirkung entfaltet sich allerdings nur beim Verzehr roher oder gekochter Tomaten, von Tomatenmark oder Tomatensaucen. Als Nahrungsmittelergänzung eingenommen half Lypocin nicht.

Dennoch – auch das möchte ich nicht unerwähnt lassen – bleibt eine gewisse Unsicherheit. Denn Menschen, die viel Tomaten essen, ernähren sich in der Regel auch insgesamt gesünder und erkranken schon allein darum seltener.

Darum: Ernähren Sie sich ausgewogen, gesund und gerne auch regelmäßig mit Tomaten. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.

Über den Autor
Prof. Dr. med. Curt Diehm zählt zu den führenden Medizinern im Südwesten Deutschlands, er ist Autor zahlreicher Fach- und Patientenbücher und langjähriger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäßmedizin. Seit Mitte 2014 leitet er als Ärztlicher Direktor die renommierte Max Grundig Klinik in Bühl. Alle Beiträge dieser Serie zum Nachlesen unter www.max-grundig-klinik.de
 

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