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Kulinarische Köstlichkeiten und kulturelle Highlights in Paris

Neue Restaurants, Trends, Food Festivals und Sterneküche: Ein Überblick über die pulsierende Gastro-Szene in Paris. Dass diese brodelt, beweist nicht zuletzt die im September in der französischen Hauptstadt abgehaltenen #50BestTalks, die renommierte Küchenchefs aus aller Welt nach Paris lockte.

Die ausgezeichnete französische Gastronomie gehört zum Lebensgefühl der Franzosen – daher bedeutet ein Aufenthalt in Paris neben den zahlreichen kulturellen Highlights immer auch ein kulinarisches Erlebnis. In der französischen Metropole erwartet die Besucher ein breites Angebot – von feiner Sterneküche über moderne Bistronomie bis hin zu One Pot-Gerichten und Köstlichkeiten aus der ganzen Welt. Neben den etablierten Chefs de cuisine sind es vor allem junge und innovative Spitzenköche, die die nationale Küche neu interpretiert haben.

Neue Restaurants und Trends

Im Rahmen der Bewegung „Fooding“, die im Jahr 2000 ins Leben gerufen wurde, verschmolzen Essen (Food) und Erlebnis (Feeling) zu einer Einheit. Um frischen Wind in die klassische französische Küche zu bringen, kreierten die Köche neue Stilrichtungen. Das Geheimnis des Erfolges? Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Freunde des guten Essens können nach Lust und Laune schlemmen – egal ob klassisches Fünf-Gänge Menü, Fusionsküche, kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt oder regionale Küche in neuem Gewand.
Auch der Ort steht im Wandel. Anstatt im Restaurant zu sitzen, wird nun an der Theke auf einem der zahlreichen Märkte, an gemütlichen Tischen in den beliebten Feinkostgeschäften oder sogar in Kunstgalerien gegessen. Der Hausherr empfängt seine Gäste wie im eigenen Zuhause, denn neben gutem Essen geht es bei den „Table d’hôte“ vor allem auch um das Miteinandersein und gute Gespräche.

Einem ebenfalls neuen Trend – dem One Pot-Gericht – folgen zahlreiche neue Restaurants in der französischen Hauptstadt. Frische Zutaten werden in einem Topf gekocht und in kurzer Zeit serviert. Sei es eine Reispfanne, ein leckeres Pastagericht oder buntes Gemüse in einer schmackhaften Soße. Neu sind die Restaurants So Nat, Uma, Biocoz, Marclee, Bol porridge bar, Natives und Les bols de Jean.

Einen Boom erfährt auch die alte Kaffeetradition. Aus vielen Cafés in Paris strömt der Duft frisch gemahlener und zubereiteter Kaffeebohnen. Nach Coffee-to-go wird nun wieder mehr Wert auf das Produkt und die Zubereitung des braunen Getränks gelegt. La Brûlerie de Belleville ist bekannt für den besten Kaffee der Stadt, egal ob als Espresso, Cappuccino, Cold Brew (hier: Cold Brew-Cocktails - Die Rezepte) oder Filterkaffee. Passend dazu gibt es lockere Brioches und andere köstliche Kuchen und Gebäck. Die hohe Kunst der Patisserie beherrschen die großen Namen wie Ladurée, Pierre Hermé und Christophe Michalak.

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Biologische und regionale Küche

Auch in Paris legen immer mehr Restaurants den Fokus auf Regionalität und haben sich außerdem auf Produkte spezialisiert, die das Bio-Label tragen oder direkt vom Erzeuger stammen. Neu sind beispielsweise das Lemoni Café, Nanashi, Label ferme oder Welcome Bio Cuisine. In der Pariser Region zeichnet das Label „Des produits d’ici, cuisinés ici“ (Produkte von hier, hier zubereitet) Restaurants aus, deren Küche auf lokalen Lebensmitteln basiert.

Food Festivals und andere kulinarische Highlights

Zahlreiche Messen und Festivals füllen jährlich den kulinarischen Kalender und nicht zuletzt die das Expertentreffen der #50BestTalks, das im September 2019 in Paris stattfand und auch den aktuell erstplatzierten auf der Liste der Worlds 50 Best Restaurants, Mauro Colagreco, als Sprecher in die französische Hauptstadt lockte. Neben dem gebürtigen Argentinier waren unter anderem auch der New Yorker Dan Barber und die Brasilianerin Manu Buffara bei der Konferenz zugegen und trafen dort mir Alain Ducasse auch auf einen der erfolgreichsten Gastronomen überhaupt.

derk hoberg alain ducasseAuch Worlds of Food-Chefredakteur Derk Hoberg traf Alain Ducasse in Paris

Aus den USA stammt die Street Food-Bewegung, die auch in Paris immer mehr Anhänger findet. An hübsch gestalteten Anhängern oder Kleintransportern gibt es den Genuss im wahrsten Sinne von der „Hand in den Mund“. Fans der Food Trucks sollten das jährlich im September stattfindende, internationale Street Food Festival an der Porte de Versailles vormerken, bei dem das beste Street Food prämiert wird.
Bei „Taste of Paris“ dagegen, das im Mai 2020 wieder stattfindet, präsentieren 19 bekannte Köche, darunter auch zahlreiche Sterneköche, jeweils zwei oder drei Gerichte – darunter altbewährte Rezepte oder speziell für diesen Anlass kreierte Köstlichkeiten. Im Rahmen des Festivals werden auch Kochkurse angeboten. Bei „Secrets des Chefs – die Geheimnisse der Küchenchefs“ werden Rezepte nachgekocht sowie neue Techniken erlernt. Im „Théâtre des Chefs“ zeigen die großen Köche ihr Können und bieten ihre Kreationen zur Verkostung an.

Sterneküche – ein Muss in Paris

Die Sterneküche nimmt in Frankreich nach wie vor eine wichtige Rolle ein, doch auch die Bistronomie gewinnt zusehends an Boden. So eröffnete der wohl weltweit bekannteste Sternekoch, Alain Ducasse, erst 2017 in Les Halles, im 1. Arrondissement in Paris, sein Restaurant Les Champeaux das sich an einem Bistro orientiert. Nun gesellt sich das ore im Schloss von Versailles hinzu und verspricht seinen Gästen feinste Gourmetküche in lockerem Ambiente. Der Fokus in der Bistronomie liegt auf authentischen Aromen und regionalen Produkten, die Gäste erwartet hohe Qualität zu bezahlbaren Preisen.

Wein-, Champagnerbars und Bierkeller

Paris ist die Hauptstadt der Weinbars. Die Inhaber hegen oft eine besondere Leidenschaft für den edlen Tropfen und haben viele Schätze in ihren Kellern. Aktuell geht der Trend zu den sogenannten natürlichen Weinen – denen sich einige Weinbars sogar vollständig widmen. Ebenfalls immer beliebter sind die Konzepte, bei denen die Weinbars mit einer Art Speisesaal kombiniert werden. Hier wird traditionelle, regionale Küche und ein dazu passender Tropfen serviert. Edlen Champagner genießen Paris-Besucher am besten über den Dächern der Stadt – sei es in der Bar à Champagne auf dem Eiffelturm oder im Restaurant Ciel de Paris in der 56. Etage des Tour Montparnasse.

Das Rahmenprogramm – Unterwegs in Sachen Kultur


paris city passNatürlich hat Paris auch abseits seiner bekannten Restaurants und Bars so einiges zu bieten. Egal ob eine Bootstour auf der Seine oder der Besuch im Louvre, das Rahmenprogramm rund um den kulinarischen Ausflug nach Paris kann sehr vielseitig gestaltet werden. Wertvolle Unterstützung liefert hier der Paris City Pass (Turbopass), der neben freiem Eintritt und schnellerem Zugang zu über 60 Museen und sonstigen Attraktionen auch das Metroticket für Paris beinhaltet. Mit dem Turbopass, der im Übrigen auch in zahlreichen anderen Weltmetropolen erhältlich ist, genießt man zahlreiche Vorteile, kommt leicht von A nach B und kann die Zeit in der Stadt der Liebe – und des guten Essens – optimal ausnutzen.

Hier: Weitere Infos zum Turbopass Paris