Was entsteht, wenn Südtirols Produkte auf afrikanische Gewürze, mittelamerikanisches Streetfood und klassische französische Techniken treffen? Im La Lumosa im Ansitz Steinbock lautet die Antwort: ein Fine-Dining-Erlebnis, das regionale Produkte völlig neu interpretiert. Gemeinsam mit Chefsommelier Bastian Winkler und einem außergewöhnlich jungen Team hat Küchenchef René Tschager im Hotel der Historic South Tyrol-Gruppe ein Restaurant geschaffen, das Nachhaltigkeit, Regionalität und internationale Einflüsse wunderbar miteinander verbindet.
Wo heute warme Gold- und elegante Blautöne, geschmackvolles Interieur und eine intime Atmosphäre mit nur fünf Tischen Genießerherzen höherschlagen lassen, befand sich einst die Räucherkammer einer traditionsreichen Südtiroler Speckproduktion. Genau dort wurde früher der erste Gasser-Speck geräuchert. „La Lumosa“ setzt sich aus den Begriffen für Licht und Rauch zusammen – eine Hommage an die Vergangenheit und gleichzeitig Symbol für den Wandel dieses besonderen Ortes.
Während viele Gourmetrestaurants auf Kaviar, Gänseleber oder andere Luxusprodukte setzen, verfolgt René Tschager eine Philosophie, die auf regionale und der Jahreszeit entsprechende Zutaten von bodenständigen Südtiroler Erzeugern basiert. Die eigentliche Herausforderung sieht der erst 26-jährige Küchenchef darin, aus vermeintlich einfachen Produkten Außergewöhnliches entstehen zu lassen. Kartoffeln, Rote Bete oder unkonventionelle Fleischstücke erhalten hier denselben Stellenwert wie hochwertige Delikatessen.

La Lumosa: Wo Südtirol die Welt probiert
Regional bedeutet bei Tschager jedoch keineswegs konservativ. Seine zahlreichen Reisen nach Mexiko, Mittelamerika, Nepal oder Südostasien prägen seine Küche ebenso wie Stationen bei Spitzenköchen wie Jan Hartwig und Christian Bau.
Statt Produkte ferner Länder einfach zu übernehmen, übersetzt er internationale Ideen nach Südtirol. Aus einem mexikanischen Taco wird ein Südtiroler Taco mit regionalem Schwein, heimischen Pilzen und fermentierten Pfifferlingen. Ein gegrillter Romanasalat verbindet sich mit türkischem Haydari, eine thailändischer Nam-Jim-Sauce und mexikanischer Mole zu einer überraschend harmonischen Komposition. Inspiration kennt für Tschager keine Ländergrenzen – entscheidend sind Techniken, Gewürze und Ideen, die regionalen Zutaten schmeicheln.
Im La Lumosa wird nahezu alles verwertet. Reste des täglich frisch gebackenen Sauerteigbrotes werden nicht entsorgt, sondern getrocknet, vermahlen und erneut in den Sauerteig eingearbeitet. Obst, Gemüse, Kräuter und Beeren werden fermentiert, eingekocht oder konserviert und finden Monate später ihren Weg zurück auf den Teller. Dieser respektvolle Umgang mit Lebensmitteln zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Menü.
Storytelling auf jedem Teller
Ein Menü im La Lumosa besteht nicht nur aus einzelnen Gängen, sondern aus Geschichten. Den Auftakt bildet seit der Eröffnung stets „Die Rose“ –lediglich die Zutaten wechseln mit jeder Saison. Es folgen kreative Kompositionen wie beispielsweise ein Mosaik vom Südtiroler Saibling, Balfegó-Thunfisch mit Kaviar und Gurken-Sauerrahm-Sud oder das hausgemachte Pastrami vom Rindertafelspitz auf Getreiderösti.
Den Abschluss bildet „Der Wald“, ein Dessert, das mit Schokolade, Waldbeeren, Lärche, Pflaume und überraschenden Pilzaromen einen Spaziergang durch Südtirols Wälder auf den Teller bringt. Immer wieder spielen ungewöhnliche Kombinationen eine Rolle, etwa geräucherter Hechtkaviar auf dem Petit Four oder Pilzaromen im Dessert, die zunächst überraschen und anschließend überzeugen.
800 Weine und ein Sommelier mit Leidenschaft
Mindestens ebenso beeindruckend wie die Küche ist die Weinbegleitung von Chefsommelier Bastian Winkler. Rund 800 Positionen umfasst die Weinkarte, mehr als die Hälfte davon stammen aus Südtirol. Zahlreiche kleine Winzer finden hier ebenso ihren Platz wie große Namen. Für seine Auswahl wurde der Ansitz Steinbock bereits mit dem Südtiroler Weinkulturpreis ausgezeichnet.

Besonders spannend ist die Möglichkeit, mithilfe eines Coravin-Systems auch außergewöhnliche Spitzenweine glasweise zu genießen. So können Gäste ihr Menü individuell begleiten – vom frischen Eisacktaler Kerner über elegante Weißburgunder bis hin zu gereiften Süßweinen oder charaktervollen Lagrein-Reserven. Die Weinbegleitung wird zum persönlichen Erlebnis mit viel Hintergrundwissen und Leidenschaft.
Weitere Informationen finden Sie unter: historicsouthtyrol.com






















