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Interview mit Küchenchef Adriano di Silvio: „Tradition ist das Fundament, Inspiration die Würze“

Beachcomber – Alles über das Restaurant Heinz Beck im Forte Village Resort

Mit insgesamt 27 verschiedenen Dining-Erlebnissen bietet das Forte Village Resort auf Sardinien seinen Gästen eine Bandbreite, die von traditioneller sardischer Küche bis zu internationalen Fine-Dining-Konzepten reicht: So serviert der deutsche Spitzenkoch Heinz Beck seine Haute Cuisine im Restaurant Beachcomber. Wir haben mit dem dortigen Küchenchef Adriano di Silvio über das Restaurant, das Resort und seinen deutschen Kollegen gesprochen.

Inmitten von 50 Hektar wunderschöner Gärten gelegen, mit direktem Zugang zu einem traumhaft weißen Sandstrand an der sonnigen Südküste Sardiniens, vereint das Fünf-Sterne-Resort Forte Village mehrere Hotels unterschiedlicher Kategorien sowie 13 Luxusvillen mit privatem Pool. Es ist kein gewöhnliches Urlaubsresort — es ist eine eigene Welt. Und diese Welt schmeckt obendrein auch außergewöhnlich gut.

Bis zu 21 Restaurants während der Hochsaison begleiten die Gäste des Forte Village von der Gourmet-Pizza bis zum Michelin-Sterne-Menü, ergänzt durch 14 Bars und Cafés, die auch anspruchsvollste Gäste zufriedenstellen. Die gemeinsame Philosophie hinter allem: Beste Zutaten, ein Gleichgewicht zwischen Tradition und Innovation — und viele der frischen Produkte, die täglich in den Küchen ankommen, stammen direkt aus dem hauseigenen Nutzgarten des Resorts.

Beachcomber – Restaurant Heinz Beck

Das kulinarische Herzstück bilden die Gourmet-Restaurants, in denen internationale Spitzenköche ihre Handschrift hinterlassen. Jeden Sommer zeigen die Stars der Haute Cuisine ihr Können unter dem atemberaubenden Sternenhimmel der Forte Bay Terrace — ein Erlebnis, das Gäste aus aller Welt eigens für diese Abende nach Sardinien reisen lässt. Neben Restaurants wie dem Ristorante Cracco mit der unverwechselbaren Küche Carlo Craccos oder dem Belvedere mit seinem atemberaubenden Meerblick ist es vor allem ein Name, der für höchste Ansprüche steht: Heinz Beck (Titelbild), Küchenchef des Drei-Sterne-Restaurants La Pergola in Rom, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der internationalen Küche und als Pionier einer Gastronomie, in der Genuss im Vordergrund steht: Seine Küche ist eine Mischung aus Inspiration und Können, bei der erstklassige Zutaten eingesetzt werden, um Emotionen zu wecken — stets mit der Harmonie und Klarheit natürlicher Aromen als Leitmotiv.

Im Restaurant Heinz Beck im Forte Village überträgt Adriano di Silvio diese Philosophie täglich in die Praxis. Als Küchenchef vor Ort ist er derjenige, der das Erbe eines der renommiertesten Köche Italiens mit dem Charakter des sardischen Sommers verbindet. Wir haben mit Adriano di Silvio gesprochen — über Sardinien, über Becks Küchenprinzipien und über das, was es bedeutet, in einem der schönsten Resorts der Welt täglich nach Perfektion zu streben.

Adriano di Silvio

worlds of food: Adriano, wie hat Ihre kulinarische Reise begonnen?

Adriano di Silvio: Meine Leidenschaft für das Kochen habe ich schon sehr früh entdeckt. Als Kind habe ich fasziniert zugesehen, wie in meiner Familie gekocht wurde – vom klassischen Ragù bis zur frischen Pasta. Diese Handgriffe, die Hingabe, schon am frühen Morgen in der Küche zu stehen – das hat mich geprägt. Später habe ich mit vielen großartigen Köchen gearbeitet, darunter Gennarino Esposito, Vincenzo Guarino und jetzt natürlich Heinz Beck. Ich habe in allen Bereichen der Gastronomie Erfahrungen gesammelt – von kleinen Lokalen über Sterne-Restaurants bis hin zu Banketten oder sogar Pubs.

Und trotzdem sind Sie stark mit der Tradition verbunden…

Absolut. Für mich bedeutet Kochen, Erinnerungen zu schaffen. In Italien ist Essen immer ein Moment der Gemeinschaft – große Tafeln bei der Nonna, Feste wie Weihnachten, aber auch schwierige Anlässe wie Trauerfeiern. In allen Momenten war die Küche der Ort, an dem man zusammenkam. Dieses Gefühl möchte ich meinen Gästen weitergeben.

Forte Village

Gleichzeitig sprechen Sie von Weiterentwicklung. Wie sieht das konkret aus?

Ich möchte die Tradition nicht verfälschen, aber Techniken verfeinern. Ein Beispiel: Das klassische Ragù wurde früher sehr „rustikal“ zubereitet. Heute können wir es leichter, bekömmlicher gestalten, ohne den Geschmack zu verlieren – etwa indem wir Tomaten passieren und von Haut oder Kernen befreien. So bleibt das Gericht authentisch, aber zeitgemäß.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Heinz Beck?

Heinz ist nicht jeden Tag im Forte Village, aber wir stehen in engem Austausch. Ich entwickle die Menüs und stimme sie mit ihm ab. Gemeinsam probieren wir, justieren, bis er sein finales Okay gibt. Seine Philosophie prägt natürlich meine Arbeit: Geschmack, Harmonie, Technik – und ein Gericht muss nicht nur gut schmecken, sondern auch schön aussehen.

Heinz Beck lebt ja nun bereits sehr lange in Italien, ist gefeierter Koch in Rom. Würden Sie sagen, er ist inzwischen eher italienisch oder hat er doch noch mehr deutsche Charakterzüge?

Beruflich und charakterlich bleibt er sehr deutsch – präzise und strukturiert. Aber kulinarisch ist er längst italienisiert, ohne seine Wurzeln zu verlieren.

Forte Village

Woher nehmen Sie Ihre Inspiration für neue Gerichte?

Viel aus dem Reisen, aus Begegnungen mit anderen Köchen und Küchenstilen. Aber auch aus Momenten der Ruhe. Oft greife ich dabei auf Erinnerungen zurück – Geschmäcker und Bilder aus meiner Kindheit, die ich dann neu interpretiere.

Könnten Sie sich vorstellen, irgendwann sesshaft zu werden, vielleicht ein eigenes Restaurant zu eröffnen?

Nein, das habe ich nie geplant. Ich liebe die Bewegung, den Austausch, das ständige Lernen. Stillstand blockiert meine Kreativität. Nach jeder Saison suche ich neue Herausforderungen, oft auch in anderen Ländern. Für mich ist die Küche ein ständiger Prozess, der sich weiterentwickeln muss.

Vielen Dank für das Gespräch!

Alle weiteren Informationen unter: fortevillageresort.com

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