Wer das Bawah Reserve erreicht, hat die Welt für einen Moment hinter sich gelassen. Rund 150 Seemeilen nordöstlich von Singapur, im abgelegenen Anambas-Archipel im Südchinesischen Meer, verteilen sich sechs nahezu unberührte Inseln über türkisfarbene Lagunen und weiße Sandstrände. Die Anreise erfolgt über Singapur, eine Fähre nach Batam und schließlich mit dem Wasserflugzeug – ein bewusst aufwendiger Weg, der bereits Teil des Erlebnisses ist.
Auf mehr als 300 Hektar erstreckt sich ein Naturparadies mit dichtem Regenwald, drei geschützten Lagunen und 13 Stränden. Nur 35 luxuriöse Zeltsuiten und Stelzenvillen sowie die exklusive Elang Private Island sorgen dafür, dass maximal rund 70 Gäste gleichzeitig die außergewöhnliche Ruhe genießen können. Doch das eigentliche Herzstück des Resorts ist nicht der Luxus, sondern seine Philosophie.

Im Bawah Reserve versteht man Nachhaltigkeit nicht als Marketingbegriff. Stattdessen spricht das Team lieber von einer „Earth First“-Philosophie. Bereits beim Bau der Anlage wurde darauf geachtet, möglichst wenig in die Natur einzugreifen. Gebäude entstanden zwischen bestehenden Bäumen, zahlreiche Materialien stammen von indonesischen Kunsthandwerkern, Möbel und Dekoration werden aus wiederverwertetem Holz oder sogar aus geborgenen Fischernetzen gefertigt. Auch hinter den Kulissen setzt das Resort konsequent auf Umweltverträglichkeit. Trinkwasser wird selbst aufbereitet, Abwässer werden vollständig gereinigt, bevor sie in den natürlichen Kreislauf zurückkehren, und Einwegplastik wird konsequent vermieden. Gäste erhalten wiederverwendbare Kupferflaschen und reef-freundliche Sonnencreme, während lokale Gemeinden von zahlreichen Kooperationen profitieren.
Die Küche des Bawah Reserve verbindet traditionelle Rezepte aus den unterschiedlichen Regionen Indonesiens mit mediterranen Einflüssen. Viele Zutaten stammen aus den eigenen Hydroponik- und Permakulturgärten des Resorts oder werden von Produzenten der umliegenden Inseln bezogen. Snacks, Cracker und Chips entstehen beispielsweise in kleinen Dorfgemeinschaften, deren Frauen dadurch ein eigenes Einkommen erzielen. Gleichzeitig lernen Gäste in Kochkursen, wie vielfältig die indonesische Küche tatsächlich ist, von regionalen Kaffeesorten bis hin zum traditionellen Heilgetränk Jamu aus Kurkuma, Ingwer und aromatischen Gewürzen. Eines der bekanntesten Nationalgerichte Indonesiens darf dabei natürlich nicht fehlen: Beef Rendang.

Rezept: Indonesisches Beef Rendang
Das langsam geschmorte Rindfleisch gehört zu den berühmtesten Gerichten Indonesiens. Durch die lange Garzeit verbinden sich Kokosmilch und aromatische Gewürze zu einer intensiven, cremigen Sauce.
Zutaten für 4 Personen
Für das Rendang
- 2 EL Pflanzenöl
- 500 g Rinderfilet oder anderes zartes Rindfleisch, gewürfelt
- 2 Salamblätter (alternativ Lorbeerblätter)
- 3 Kaffir-Limettenblätter
- 3 Stangen Zitronengras, angedrückt und halbiert
- 500 ml ungesüßte Kokosmilch
- 250 ml Wasser
- Salz und Pfeffer
- Röstzwiebeln und geröstete Kokosflocken zum Garnieren
- Gedämpfter Reis zum Servieren
Für die Gewürzpaste (Bumbu)
- 8–10 Schalotten
- 6 Knoblauchzehen
- 5 lange rote Chilischoten
- 4 kleine Chilischoten (je nach gewünschter Schärfe)
- je ca. 5 cm Galgant, Kurkuma und Ingwer
- 1 EL Koriandersamen
- 5 Kemirinüsse (alternativ Macadamia- oder Haselnüsse)
- 1 TL weiße Pfefferkörner
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- 2 Gewürznelken
- 1 TL Belacan (Shrimp-Paste)
Zubereitung
Alle Zutaten der Gewürzpaste im Mörser oder Mixer zu einer Paste verarbeiten und mindestens eine Stunde ziehen lassen.
Anschließend das Öl in einem schweren Topf erhitzen und die Gewürzpaste bei niedriger Temperatur etwa zwei Minuten anschwitzen, bis sie intensiv duftet.
Das Rindfleisch zusammen mit Zitronengras sowie Salam- und Limettenblättern hinzufügen und gründlich mit der Paste vermengen. Kokosmilch und Wasser angießen und alles langsam zum Köcheln bringen.
Mit geschlossenem Deckel ein bis zwei Stunden sanft schmoren lassen. Dabei gelegentlich umrühren, bis das Fleisch butterzart ist und die Sauce eine cremige Konsistenz erreicht.
Vor dem Servieren Zitronengras und Blätter entfernen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Röstzwiebeln sowie gerösteten Kokosflocken garnieren. Dazu passt klassisch gedämpfter Jasminreis.
Im Bawah Reserve endet Genuss nicht auf dem Teller. Gäste besuchen Marinebiologen bei Korallenschutzprojekten, begleiten Schildkröten-Monitorings oder entdecken bei Architekturführungen, wie nachhaltiges Bauen in einer sensiblen Inselwelt funktionieren kann. Und selbst Kochkurse erzählen immer auch die Geschichte der Menschen, die hinter den Produkten stehen. So entsteht ein Urlaub, bei dem exzellente Küche, Natur und Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind.
Weitere Informationen finden Sie hier: bawahreserve.com





















