Almyra Hotel Zypern, Derk Hoberg
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Zu Gast im Ouzeri des Almyra Hotels auf Zypern

Eine Reise in die Welt des Ouzo

Die Sonne senkt sich langsam über der Küste von Paphos. Das Licht färbt das Mittelmeer in Goldtöne, während auf der Terrasse des Ouzeri im Almyra Hotel die ersten Teller mit verschiedenen Meze auf den Tischen landen. Eine Schale grüner Oliven, hauchdünn geschnittene Gurken, gebratene Calamari und ein Stück würziger Feta. Dazu ein schmales Glas, gefüllt mit einer klaren Flüssigkeit. Erst als einige Tropfen Wasser hinzukommen, geschieht die Verwandlung: Der Ouzo wird milchig-weiß. Fast wie ein kleines Schauspiel, das sich seit Jahrhunderten auf griechischen und zypriotischen Tischen wiederholt.

„Das ist der Louche-Effekt“, erklärt Georgios Kassianos, Präsident der Cyprus Sommelier Association und Training Quality Manager der Thanos Hotels auf Zypern. „Die ätherischen Öle des Anissamens lösen sich nicht mehr vollständig im Wasser und erzeugen diese charakteristische Trübung.“ Im Ouzeri des Almyra Hotels ist dieses Ritual mehr als ein Aperitif. Hier wird Ouzo als Teil einer Lebensart zelebriert – langsam, gesellig und immer begleitet von viel gutem Essen.

Georgios Kassianos, Präsident der Cyprus Sommelier Association und Training Quality Manager der Thanos Hotels auf Zypern

Ein Destillat mit langer Geschichte

Die Wurzeln des Ouzo reichen weit zurück. Kassianos verweist auf Ursprünge im Nahen Osten, von wo aus die Kunst der Destillation im 14. Jahrhundert nach Griechenland gelangte. Über Jahrhunderte entwickelte sich daraus jenes Anisdestillat, das heute als eines der bekanntesten Getränke des östlichen Mittelmeerraums gilt. Über die Herkunft des Namens kursieren verschiedene Geschichten. Eine der populärsten führt nach Italien: Waren, die einst über den Hafen von Messina verschifft wurden, trugen den Vermerk „uso Massalia“ – für den Gebrauch in Marseille bestimmt. Aus „uso“ soll sich schließlich der Name Ouzo entwickelt haben. Fest steht dagegen, was den Charakter des Getränks prägt: Anis. Er bildet das aromatische Herzstück, ergänzt durch Kräuter wie Fenchel. Durch mehrfache Destillation entsteht jene weiche, elegante Struktur, die Ouzo von vielen anderen Spirituosen unterscheidet.

Warum guter Ouzo niemals eiskalt serviert wird

Wer Ouzo nur als schnellen Urlaubsschnaps kennt, lernt im Ouzeri schnell etwas Neues. „Wir trinken Ouzo niemals als Shot“, sagt Kassianos. „Man genießt ihn langsam.“ Auch die Serviertemperatur spielt eine wichtige Rolle. Ouzo gehört nicht in den Kühlschrank, erklärt der Sommelier. Zu starke Kühlung unterdrückt die feinen Aromen des Anis und der Kräuter. Stattdessen wird er bei Raumtemperatur eingeschenkt. Erst danach folgen Eis oder Wasser – niemals umgekehrt. Der Effekt ist sofort wahrnehmbar: Mit jedem Tropfen Wasser öffnen sich die Aromen, während sich die Flüssigkeit milchig färbt. Ein Getränk, das Zeit verlangt und genau deshalb so gut zur mediterranen Kultur passt.

Der Geschmack des Meeres

Im Ouzeri trägt fast jeder Teller dazu bei, die Aromen des Ouzo noch besser zur Geltung zu bringen. Besonders harmonisch sind Fisch und Meeresfrüchte. Kleine frittierte Fische, Sardellen, Garnelen oder Calamari gehören zu den klassischen Begleitern. Überraschend schlicht fällt jedoch Kassianos‘ persönlicher Favorit aus: frische Gurke. „Die beste Meze zu Ouzo ist eigentlich Gurke“, sagt er und greift selbst zu einer Scheibe. Etwas Meersalz genügt. Die Frische des Gemüses bildet einen reizvollen Kontrast zur würzigen Anisnote. Ebenso beliebt sind Oliven, Feta, Saganaki. Genau darin liegt die Philosophie des Ouzo: Er steht nie allein auf dem Tisch. Er verbindet Menschen, Speisen und Gespräche.

Ouzo

Von Lesbos bis Zypern

Im Ouzeri des Almyra Hotels können Gäste zwischen zahlreichen Ouzo-Sorten wählen. Besonders geschätzt werden die Destillate von der griechischen Insel Lesbos, insbesondere aus der Region Plomari. Dort wachsen die Anispflanzen, die vielen renommierten Herstellern ihre charakteristische Aromatik verleihen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Marken sind durchaus spürbar. Manche wirken leichter und floraler, andere kräftiger und würziger. Der Alkoholgehalt bewegt sich typischerweise zwischen 40 und 45 Prozent, gesetzlich erlaubt sind Werte von 37,5 bis 52 Prozent. Wer tiefer in die Welt griechischer und zypriotischer Destillate eintauchen möchte, begegnet hier auch Verwandten des Ouzo: Tsipouro aus Griechenland oder die zypriotische Zivania, die ohne Anis hergestellt wird und zunehmend auch in Holzfässern reift.

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Ein Getränk für den Sonnenuntergang

Während die Dämmerung über dem Meer hereinbricht, füllen sich die Tische im Ouzeri. Das Klirren der Gläser mischt sich mit dem Rauschen der Wellen. Niemand hat es eilig. Vielleicht ist genau das das Geheimnis des Ouzo. Er ist kein Getränk für Eile, sondern eine Einladung, den Moment auszukosten. Oder wie Georgios Kassianos es beschreibt: „Denken Sie nicht an einen Schnaps. Denken Sie an einen Tisch voller kleiner Gerichte, Freunde in guter Gesellschaft und einen langen Sommerabend am Meer.“ Im Ouzeri des Almyra Hotels wird aus dieser Vorstellung Wirklichkeit –Meze für Meze, Glas für Glas, während draußen die Sonne im Mittelmeer versinkt.

Weitere Informationen: almyra.com

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