Köche à la Carte: Wolfgang Becker Wolfgang Becker

Köche à la Carte: Wolfgang Becker

Lernen Sie mit worlds of food die Spitzenköche besser kennen! Heute: Wolfgang Becker. Der Zwei-Sternekoch ist nach seinen Stationen im Hotel Bühlerhöhe und bei Harald Wohlfahrt in Baiersbronn wieder im elterlichen Betrieb angekommen, dem Becker`s Hotel und Restaurant in Trier. Bei worlds of food verrät er, mit wem er am liebsten zusammenarbeitet und welche seine ganz eigenen kulinarischen Vorlieben sind.

1. Warum sind Sie Koch geworden?
Da wir Kinder im elterlichen Betrieb immer zur Mithilfe angehalten waren, zog es mich irgendwann automatisch in die Küche. Kellner wollte ich nie werden, in der Küche hingegen entdeckte ich meine Leidenschaft fürs Kochen. Es war früh klar, dass ich nach der obligatorischen Winzerlehre eine Kochausbildung anschließen würde.

2. Ihr größtes Talent ist…
Das Positive zu suchen und zu finden.

3. Was ist Ihre größte Versuchung?
Der Sammelbrotkorb abends nach dem Service.

4. Was war die bisher schwerste Aufgabe am Herd?
Vier Stunden Stromausfall während des Mittagsservice.

5. Welches ist Ihr Lieblingsgericht?
Rahmspinat, Kartoffeln und Spiegelei.

6. Welches ist kulinarisch gesehen Ihr Lieblingsland?
Frankreich.

7. Welches war Ihr bisher ausgefallenstes Gericht?
Schwierig, das ist ein sehr breites Feld: Kutteln/ Trüffel/ Kaisergranat.

8. Haben Sie kochende Vorbilder?
Klar. Zur Abwechslung möchte ich ein paar Namen nennen, die man nicht zum x-ten Mal liest und mit denen ich zusammenarbeiten durfte: Uwe Zöller: Er kocht heute im Allgäu eine ganz phantastische Küche als Alleinkoch. Fleiß, Ausdauer und Motivation – davor ziehe ich meinen Hut.
Olaf Pruckner: Er kocht heute im Alten Amtshaus Ailringen. Es gibt keinen anderen Koch, der so akkurat, akribisch und sauber arbeitet.
Hubert Scheid: Er kocht heute im Schloss Monaise in Trier. Er hat eine unglaubliche Geschmacksicherheit und blindes Weinwissen.

9. Welche historische oder aktuelle Persönlichkeit würden Sie gerne kennenlernen und warum?
Historisch? Also wenn ich jemanden nenne, dann stehen alle anderen mindestens in zweiter Reihe. Dann entscheide ich mich für Gerhard Schröder, weil er eine richtige Marke ist, und ich gerne wissen würde, wie er auf die Neuwahlen-Idee kam. Damit beleidige ich aber Jesus, Karl den Großen, Einstein, Beethoven oder Bismarck. Sehr schwierig also.

10. Wein oder Bier?
Wieso oder?

11. Bleibt Ihnen Zeit für Hobbies?
Klar, ich betrachte alle Arbeitsbereiche als Hobby. Dazu kommt noch meine Familie, Laufen und Radfahren.

12. Kochen Sie auch in den eigenen vier Wänden?
Das kommt eher selten vor, da ich kaum Zeit finde. Ab und zu mache ich das aber gerne für meine Freunde.

13. Welche Bedeutung messen Sie Sternen bei?
Sie sind eine Hilfe und Wegweiser für Ortsfremde, relativ zuverlässig das zu finden, wonach sie für den Abend suchen.

14. Wie stehen Sie zu Kochsendungen im Fernsehen?
Gut im Allgemeinen, schwierig im Detail.

15. Wer war der wichtigste Gast für den Sie gekocht haben?
Meine frühere Freundin und heutige Frau, kurz bevor sie „Ja“ gesagt hat.

16. Wer gut essen will, zahlt häufig eine Menge Geld dafür. Aber muss Sterneküche wirklich teuer sein? Warum?
Sterneküche ist nicht teuer. Wir haben ein günstigeres Preis-Leistungsverhältnis als jede Pizzeria.

17. Wie stehen Sie zu Fastfood á la Currywurst, Pommes, Döner und Co?
Alles zu seiner Zeit und in Maßen. Wichtig dabei ist, dass die Grundprodukte in Ordnung sind.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team