Das Grand Hôtel Stockholm ist nicht nur ein Haus voller Geschichte. An keinem anderen Ort der Stadt lässt sich Stockholm schließlich so sinnlich erleben wie vom Ufer des Blasieholmen aus. Direkt gegenüber thront das Königliche Schloss, vom Kai vor dem Hotel starten die Fähren zu den einzelnen Inseln, auf denen die schwedische Hauptstadt liegt, sowie zahleiche Ausflugsschiffe zum Schären-Archipel. Und hinter einer eleganten Fassade aus dem Jahr 1874 verbirgt sich eine der bedeutendsten Gourmetadressen Nordeuropas.
Es war ein Franzose, der Stockholm das Luxushotel gab, das die Stadt verdiente. Jean-François Régis Cadier, der zuvor die Küche im Königspalast geführt hatte, erkannte, was den betuchten Kaufleuten der aufblühenden Hafenstadt fehlte. König Oscar II. ließ seine Beziehungen zu reichen Investoren spielen, und 1874 eröffnete Cadier das Grand Hôtel.

Seither hat sich dieses Haus zu weit mehr als einer luxuriösen Übernachtungsadresse entwickelt: Seit 1901 sind die Nobelpreisträger und ihre Familien stets Gäste in Skandinaviens führendem Luxushotel. Heute ist das Grand Hôtel das einzige schwedische Mitglied der Vereinigung The Leading Hotels of the World – auch aufgrund des gehobenen Gastronomie-Angebotes.

Matbaren – Die Seele des modernen Bistros
Das Matbaren ist ein modernes Bistro, ein informelles Restaurant ganz im Zeitgeist. Was sich so unaufgeregt anhört, entpuppt sich als einer der aufregendsten Tische Stockholms. Hinter dem Konzept steht Sternekoch Mathias Dahlgren, der mit dem Matbaren unter Michelin Bib Gourmand Auszeichnungen vertreten ist – eine Würdigung für außergewöhnliche Küche zu einem fairen Preis.

Hier bestellt man nach Lust und Laune: ein, zwei, drei oder mehr mittelgroße Gerichte, dazu ein Glas aus der beeindruckenden Weinauswahl des Hotels, entweder am Tisch oder an der großen Bartheke. Einige Sitzplätze an der Bar sind stets frei – spontane Besuche sind hier ausdrücklich willkommen. Die Atmosphäre ist lebendig, die Küche nordisch inspiriert, die Zutaten von kompromissloser Qualität. Wer Stockholm gastronomisch kennenlernen möchte, ohne den formellen Rahmen eines klassischen Gourmetrestaurants, findet hier seine Heimat beim Lunch oder für den Abend.

Seafood Gastro – Ein Michelin-Stern unter dem Meeresspiel
Wer tiefer in Mathias Dahlgrens Kulinarik eintauchen möchte, geht nebenan ins Seafood Gastro. Der Spitzenkoch selbst beschreibt sein Konzept als „Meeresfrüchte im weiteren Sinne“ – nicht nur der übliche Fisch und die bekannten Schalentiere, sondern auch Ente und andere Seevögel, Seetang, Küstengemüse sowie ungewöhnliche Meeresfrüchte, sofern sie denn gut schmecken.

Das Restaurant eröffnete in den Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants Rutabaga und wurde schnell zu einem Hot Spot der nordischen Restaurantszene. Das Seafood Gastro wurde 2024 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Die Jurybegründung beschreibt einen Besuch besser als jede Restaurantkritik es könnte: Das imposante Grand Hôtel beherbergt ein Restaurant, in dem reiche Aromen und makellose nordische Meeresfrüchte regieren – von süßer Languste über zart schmelzende, rohe Garnelen bis hin zu Osetra-Kaviar, mit japanischen Einflüssen wie Wasabi-Yuzu und Chawanmushi.

Die Veranda und der Blick aufs Königsschloss
Wer nicht unter Michelin-Sternen speisen, sondern das klassische Schweden auf dem Teller erleben möchte, reserviert einen Tisch im Veranda-Restaurant. Hier genießt man ein klassisches Smörgåsbord mit dem hoteleigenen Schnaps, dem Grand Aquavit 1874 – und dabei den wunderbaren Blick auf die Uferpromenade und den Königspalast. Durch die großen Fenster fällt der Blick auf den Norrström, auf dem Fähren zu anderen Vierteln und den Schärengruppen rund um Stockholm fahren. Am Ufer gegenüber leuchten der Königspalast, der Reichstag und die Kirchtürme der Altstadtinsel Gamla Stan.

Köttbullar und Smørrebrød – Schwedisches Erbe auf dem Teller
Stockholm ist aber nicht nur eine Stadt für Feinschmecker, sondern auch Heimat einer tief verwurzelten Volksküche. Wer die Metropole auch von dieser Seite kennenlernen möchte, sollte die Umgebung des Grand Hôtels kulinarisch erkunden.
Köttbullar – die schwedischen Fleischbällchen in Sahnesauce mit Preiselbeeren und Kartoffelpüree –sind Seelenfutter für die Schweden. In den traditionellen Husmanskost-Restaurants in und um Gamla Stan und Östermalm werden sie meist nach Großmutters Rezept zubereitet: aromatisch gewürzt und saftig angebraten in Butter, dann in einer samtigen Braunjus geschwenkt. Das Beiwerk aus Preiselbeeren und einem Gurkensalat bringt die nötige Säure ins Spiel.

Smørrebrød – das offene Butterbrot skandinavischen Ursprungs – ist in Stockholm allgegenwärtig und vielseitig: Schwarzbrot mit gebeiztem Lachs (Gravlax), Dill und Senfsauce, oder mit Garnelen, Ei und Mayonnaise geschichtet. Vor allem in Östermalms imposanter Markthalle Saluhall lässt sich die ganze Bandbreite dieser Delikatessenkunst entdecken.
Gamla Stan – Die Altstadt zu Fuß
Nur fünf Gehminuten vom Grand Hôtel entfernt liegt Gamla Stan, Stockholms mittelalterliche Altstadt auf einer kleinen Insel. Enge Kopfsteingassen, in Ocker und Rostrot getünchte Häuserfassaden, der weithin bekannte Stortorget – der älteste Platz der Stadt – und kleine Cafés, in denen die Stockholmer ihre Fika zelebrieren. Das Ritual der Kaffeepause mit Zimtschnecken (Kanelbullar) ist in Schweden eine echte Institution.

Djurgården – Natur, Kultur und Stille
Wer dem Trubel der Innenstadt entfliehen möchte, nimmt die Fähre nach Djurgården – der grünen Museumsinsel, die vom Grand Hôtel aus direkt erreichbar ist. Nicht nur die sehenswerte Aussicht von den günstigen Fähren auf Stockholms Ufer lohnt sich – unter alten Eichen und an Wasserkanälen entlang, warten zahlreiche Museen. Unter anderem das Vasamuseum (mit dem einzig erhaltenen Kriegsschiff des 17. Jahrhunderts) oder das Freilichtmuseum Skansen mit seinem historischen Holzhäusern, die sich hier zu einem schwedischen Dorf der Vergangenheit vereinen und Einblicke in das Leben im alten Schweden bieten. Nach einem langen Museumsgang laden kleine Cafés am Wasser mit hausgemachten Waffeln, frischen Garnelen und einem Glas Weißwein zur Pause ein.

Wer im Grand Hôtel Stockholm eincheckt, betritt ein Stück lebendige Geschichte, isst an Tischen, an denen Nobelpreisträger gespeist haben, und blickt aus dem Fenster auf ein königliches Schloss, das noch immer genutzt wird.
Alle weiteren Informationen unter: grandhotel.se





















