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Mineralwasser oder Leitungswasser: Welches Wasser ist besser?

Alles Leben entstammt dem Wasser und so besteht auch der menschliche Körper zu 65 bis 70 Prozent daraus. Als Grundnahrungsmittel Nummer Eins stellt sich aber öfter die Frage: Welches Wasser ist das richtige für mich? Leitungswasser oder Mineralwasser?

Bei rund 500 Mineralwässern, 60 Heilwässern und zahlreichen Quell- und Tafelwässern hat man in Deutschland die Qual der Wahl. Damit stehen wir auf Platz Vier weltweit, was die Vielfalt betrifft. Doch worin besteht beim Wasser eigentlich der Unterschied? Und lohnt es sich, ein vergleichsweise teures Mineralwasser zu kaufen oder doch lieber einfach den Hahn aufzudrehen – das ist viel unkomplizierter und unschlagbar günstig obendrein. Die AOK Hessen hat die Unterschiede beim Wasser aufgelistet:

Mineralwasser

Mineralwasser stammt aus einem unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und ist ein Naturprodukt. Abfüllort und Quellort müssen identisch sein. Die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (MTVO) schreibt die Richtlinien für Mineralwässer genau vor und gibt an, wie es etikettiert und verpackt sein muss. Mineralwasser ist das einzige amtlich anerkannte Lebensmittel in Deutschland. Das Anerkennungsverfahren umfasst über 200 geologische, chemische und mikrobiologische Untersuchungen.

Heilwasser

Ursprung sind, wie beim Mineralwasser, unterirdische Wasservorkommen. Es besitzt eine heilende, lindernde und vorbeugende Wirkung – diese ist wissenschaftlich nachgewiesen und durch die amtliche Zulassung bestätigt. Damit fällt es unter die Arzneimittelverordnung und nicht, wie Mineralwasser, unter die Lebensmittelverordnung.

Quellwasser

Die Herkunft dieses Wasser liegt ebenfalls unter der Erde. Allerdings sind die gesetzlichen Anforderungen hier nicht so hoch. Es muss lediglich am Quellort abgefüllt werden. Der Mineralstoffgehalt ist jedoch nicht vorgeschrieben. Grundsätzlich werden hier die gleichen Kriterien, die für Trinkwasser gelten, angesetzt.

Tafelwasser

Ursprünglich einmal als das „beste Nass“ bezeichnet, steht der Begriff seit 1984 für die an Wertigkeit niedrigste Wasserart. Trinkwasser ist hier meist die Grundsubstanz. Darüber hinaus werden weitere Zutaten, wie Meerwasser, Sole, Mineralstoffe und Kohlensäure hinzugefügt. In der Gastronomie darf Tafelwasser, anders als Mineralwasser, auch ohne Originalverpackung serviert werden.

Trinkwasser

Das „Wasser aus dem Hahn“ wird hierzulande zu etwa zwei Dritteln aus Grundwasser und einem Drittel aus Oberflächenwasser (Flüsse, Seen etc.) gewonnen. Nachdem es in einer Vielzahl von Verfahren und mittels chemischer Hilfsstoffe aufbereitet wurde, schießt es bei uns zu Hause aus dem Wasserhahn. Die Qualität des Wassers wird durch die Trinkwasserverordnung geregelt. Das gilt allerdings nur bis zum Übergabepunkt, also bis zur Wasseruhr – für den Wasserhahn und die Rohrleitungen ist der Eigentümer selbst verantwortlich.

Leitungswasser, besser als sein Ruf

Hin und wieder hört man von Verunreinigungen des Trinkwassers durch Schwermetalle, Nitrat oder Spritzmittel aus der Landwirtschaft. Fakt ist jedoch: Trinkwasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Auch das Magazin „Öko-Test“ kommt zu dem Ergebnis, dass Trinkwasser weitaus besser ist als sein Ruf. Zudem ist es weitaus günstiger als Mineralwasser – 300–1.000 Mal teurer kann das nämlich sein!

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Qualität seines Leitungswassers beim örtlichen Wasserwerk erfragen oder eine Probe beim Gesundheitsamt testen lassen.

Und noch ein Tipp: Medikamente sollten grundsätzlich immer besser mit Leitungswasser eingenommen werden. Mineralwasser kann zu viele Salze enthalten, die die Aufnahme des Wirkstoffs behindern.
Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team
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