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Durst löschen - Viva con Agua de Sankt Pauli John Broemstrup
Wasser für alle!

Durst löschen - Viva con Agua de Sankt Pauli

Der Verein „Viva con Agua de Sankt Pauli“ fördert seit nunmehr acht Jahren Trinkwasserprojekte in Entwicklungsländern. Dafür gab es bereits das Bundesverdienstkreuz für den Gründer des Vereins, Ex-St. Pauli-Kicker Benjamin Adrion. Zu Recht, wie wir finden, schließlich graben heute große Konzerne vielen Menschen wortwörtlich das Wasser ab, um es ihnen dann wieder zu verkaufen.

Viva con Agua Adrion©Stefan GroenveldBis zum Jahr 2018 möchte „Viva con Agua de Sankt Pauli“ eine Millionen Euro gesammelt haben und mehr als 300.000 Menschen in Entwicklungsländern, vor allem in Afrika und Asien, mit sauberem Trinkwasser versorgen. Ehrgeizige Ziele, die sich Benjamin Adrion und seine Kollegen gesetzt haben, man ist aber auf gutem Weg dorthin. 2006 war die sinnstiftende Gemeinschaft, die mit Freude die Welt positiv verändern möchte – wie es auf der Homepage heißt – in Zusammenarbeit mit der Welthungerhilfe gegründet worden.  

Durst löschen – Laut und Leise

Viva con AguaIm Mai 2010 kam dann das eigene Viva con Agua-Quellwasser (aus einer Quelle in der Nähe von Husum) auf den deutschen Markt, mit dessen Verkaufserlösen die Wasserprojekte weltweit unterstützt werden. Als Kunde hat man die Wahl zwischen „Laut“ und „Leise“, also Wasser mit und ohne Kohlensäure. 60 Prozent der Einnahmen fließen dabei direkt in die langfristig angelegten Trinkwasserprojekte. Natürlich kann man auch spenden (alleine im Zuge des Hypes um die Icebucketchallenge kamen über 70.000 Euro in wenigen Wochen zusammen) oder sich anderweitig aktiv einbringen, denn Viva con Agua ist ein offenes Netzwerk, bei dem jeder die Möglichkeit hat, sich gemäß seiner Fähigkeiten einzubringen. Benny Adrion möchte allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich gemeinsam mit Gleichgesinnten für eine Welt ohne Durst zu engagieren. Dafür bekam er 2009 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Verdientermaßen, schließlich stecken Kreativität und Gemeinnützigkeit hinter seiner Idee, den weltweiten Durst auf diese Art ein Stück weit zu löschen.

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Die Idee kommt so gut an, dass sich auch immer mehr Prominente und Künstler dem Projekt verschrieben haben und mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen darauf aufmerksam machen. Jüngstes Beispiel ist der Rapper Marteria, der gemeinsam mit Musiker-Kollegen und dem Fotografen Paul Ripke ein Viva con Agua-Projekt in Kenia besuchte. Auch der FC St. Pauli ist langjähriger Partner des Vereins, schließlich entstand die Idee dazu im Jahr 2005 sogar nach einem Trainingslager des FC St. Pauli auf Kuba, wie es auf der Vereins-Homepage der Kicker heißt.

Viva Con Agua StpauliWASSER!MARSCH; ©Dennis Reher

Wie wird gefördert?

Die Stiftung hat sich in ihren Satzungszweck die Förderung sogenannter WASH-Projekte (Water, Sanitation, Hygiene), Bildungsarbeit und Sportprojekte auf die Fahnen geschrieben. Neben Brunnenbau, Quelleinfassungen oder Regenauffangsystemen werden in den Projektgebieten auch sanitäre Anlagen errichtet und Hygieneschulungen durchgeführt. Trinkwasser, Sanitärversorgung und Hygiene stellen immer eine Einheit dar und werden in den Projekten als integrative Bestandteile ganzheitlich umgesetzt. Alleine durch die Arbeit des Vereines finden heute bereits über 500.000 Menschen bessere Lebensbedingungen vor.

VcA Logo RGBWenn auch Sie Viva con Agua mit Ihrer Tatkraft oder Ihren Ideen, Aktionen oder Events unterstützen möchten, schreiben Sie an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Alle aktuellen Infos zum Projekt und zu den kommenden Aktionen finden Sie unter www.vivaconagua.org.




Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team