Rezept: Pumpgun mit Curryschuss www.punksandbanters.de
Ein Punker-Menü

Rezept: Pumpgun mit Curryschuss

Der dritte Knaller aus Ole Plogstedts Punker-Menü ist gleichzeitig der Hauptgang:  Pumpgun mit Curryschuss. Mehr zu Ole Plogstedt, seinem Rezept und der Entstehung des Artikelbildes gibt es im zugehörigen Video mit Comic-Macher Donald.

Weiter geht es mit unserem "Anarchistischem Kochbuch": Pumpgun mit Curryschuss - Der Hauptknall des „Menüs in vier Knallern für vier Personen“. Dabei handelt es sich um eine Kürbisrolle mit Cocosreis und Currysauce. Das Gericht ist vegan.

Ole Plogstedt ist einer der RTL2-Kochprofis und Gründer des Punkrock Catering-Unternehmens „Rote Gourmet Fraktion“. Seit über 20 Jahren ist er als Tournee-Caterer von renommierten Rockbands unterwegs. Zudem betreibt er gemeinsam mit seiner Ehefrau das Restaurant Olsen in Hamburg. Comic-Macher Donald arbeitet momentan an der zweiten Episode seines Punker-Comics „Punks´n´Banters“. Auch für dieses Gericht von Ole Plogstedt hat er wieder das Titelbild für uns gezeichnet. Wie das Titelbild entsteht, das seht ihr hier im zugehörigen Video. Darin erfahrt ihr auch wieder, welche Musik Ole Plogstedt (zum Interview mit Ole Plogstedt) für die Zubereitung des Gerichts empfiehlt, welche beim Essen. Das Rezept für das Gericht folgt darunter.

Brauchen:

...für die Knarre:
eine Hand voll Kürbiskerne, geschält (die grünen)
Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
2-3 Zwiebeln, gewürfelt
ca. 600-800g Hokaido- oder Butternutkürbis, geschält, entkernt, in feine Stifte geschnitten
frischer Ingwer
ein paar Tropfen gutes Kernöl (aus der Steiermark)
Koriandersamen, geröstet und gemörsert
Razel Hanout (Couscous Gewürz) oder Currypulver
Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Zucker
8 Blätter Springroll Pastry, groß (TK, Asialaden) (die übrigen 32 Blätter wieder einfrieren)

...für den Schuss:
Ole Plogstedt Punker DonaldZeichner Donald und Ole Plogstedteine Dose (ca. 400ml) Cocoscreme (Asialaden)
Koriander, frisch mit Wurzel (Asialaden)
frischer Ingwer
eine Zwiebel
etwas Porree oder Frühlingslauch
etwas Limette (Saft und Abrieb)
4-5 Limeleeves (Asialaden, auch TK)
ein Halm Zitronengras, kaputt gehauen
Koriandersamen, geröstet
einen guten Schuss helle Sojasauce, ggf. etwas Sweet Chilisauce
grüne oder rote Currypaste (nach belieben)(Asialaden)
etwas Petersilie, bzw. rote Paprikaschote zur Färbung

...für den Cocosreis:
ca. 2 Tassen Basmatireis (Asialaden)
1-2 Stk. Kardamom
einen guten Schluck Cocoscreme
Limettensaft
Wasabipulver
Meersalz

...für die Beilage:
Pflanzenöl oder Sojamargarine
rote Paprika, in Rauten geschnitten
Kaiserschoten
Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Zucker
die restlichen Korianderblätter

...für´s Anrichten:
den Cocosreis
die Beilage
die Knarre
kleine Schnapsbecher aus Plastik
den Schuss
übrige geröstete Kürbiskerne
ein paar Tropfen gutes Kürbiskernöl

Machen:

...die Knarre:
Pumpgun Ole PlogstedtSo soll die Pumpgun letztlich aussehen!Die Kürbiskerne in etwas Öl in der Pfanne bei nicht zu starker Hitze rösten bis sie knallen, bzw. leicht aufpoppen und salzen. In einem großen Küchensieb abtropfen lassen, dann ein paar Kerne auf Küchenkrepp legen und die meisten in eine größere Schlüssel geben.

Zwiebelwürfel in der gleichen Pfanne in etwas Öl glasig rösten und zu den Kernen in die Schüssel tun. Das Kürbisfleisch in dünne Stifte schneiden. In mehreren Durchgängen jeweils eine Hand voll Kürbisstifte ebenfalls in etwas Öl in der Pfanne ganz kurz und ganz scharf anrösten und zu den Zwiebeln/Kernen geben. Dem letzten Durchgang etwas Razel Hanout oder Currypulver, Koriander, geschälten und geriebenen Ingwer, Salz, Pfeffer und Zucker beigeben und durchschwenken.

Alles vermischen, endabschmecken und auskühlen lassen. Ein paar Tropfen vom guten Kernöl mit untermischen. Die Springroll Pastry-Blätter ausbreiten (immer zwei Stück, versetzt übereinander gelegt pro Rolle). Im unteren Drittel der Blätter eine Daumendicke „Wurst“ der Kürbismasse platzieren, die Seiten einklappen und fest zusammenrollen (wenn man die Ränder mit etwas Wasser befeuchtet, klebt der Springroll-Teig ganz gut zusammen). Die Rollen werden in Öl von allen Seiten goldbraun angebraten.

...den Schuss:
Eine grob geschnittene Zwiebel und den Porree, bzw. den Frühlingslauch kurz farblos in etwas Öl anschwitzen, ganz wenig der Currypaste hinzufügen und kurz anbraten. Die Cocoscreme, die grob geschnittenen Stiele und Wurzeln des Korianders samt einiger Blätter, klein geschnittenen Ingwer, Limettenabrieb, Limeleeves und das Zitronengras, Koriandersamen und die klein geschnittene rote Paprika (wenn man rote Currypaste verwendet) in einen Topf geben und einmal ganz kurz aufkochen und bei sehr kleiner Flamme ca. 20-30 min. ziehen lassen (nicht kochen!). Das unhandliche Zitronengras rausholen, den Rest pürieren. Mit etwas Limonensaft, ggf. noch etwas Currypaste, Ingwer, Soja- und Sweet Chilisauce, ggf. Salz und Zucker, ... abschmecken und fein passieren. (Wer eine grüne Currypaste verwendet püriert eine Hand voll grob gehackter Petersilie zur Färbung mit)

...den Cocosreis:
2 Tassen Basmatireis in 4 Tassen gesalzenem Wasser mit dem Kardamom kochen, bzw. köcheln, bis das Wasser komplett weg und der Reis gar ist. Den heißen Reis vorsichtig mit der erwärmten Cocoscreme und einer guten, aber nicht zu guten, Priese Wasabipulver vermengen (unterheben) und mit Salz und einem Spritzer Limone abschmecken.

...die Beilage:
Fett in einer Pfanne heiß werden lassen und die Paprikarauten kurz anschwenken ohne sie Farbe nehmen zu lassen. Die Kaiserschoten beifügen und warm werden lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Zum Schluss die Korianderblätter einschwenken.

Anrichten:

Den Reis in der Mitte des Tellers anrichten. Drumherum die Beilage anordnen und einige der übrigen gerösteten Kürbiskerne darüber streuen.

Die Kürbisrolle mit einem Sägemesser schräg, ungerecht durchschneiden und in „Knarrenform“ auf den Reis legen (das kürzere Stück als „Griff“ und das längere als „Lauf“). Den mit der Currysauce gefüllten Plastikbecher an die Stelle des „Abzugs“ in den Reis stecken.

Etwas vom Kernöl „on Tour“ um das Essen träufeln.

Feuer frei!

Hier geht es zum Vorknall des Punker Menüs: Tomolotovcocktail
Hier kommt ihr zum zweiten Gang: Kartoffeljoints mit Zauberpilzen

Die Beteiligten:
Punksnpainting


Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team