Alles Reis: Welche Reissorten gibt es? thinkstock
Naturreis, Wildreis, Parboiled-, Langkorn- oder Rundkornreis

Alles Reis: Welche Reissorten gibt es?

Alles Reis? Jawohl. Denn Reis ist nicht gleich Reis, er ist vielfältiger als ein mancher denken mag. Nicht nur in der Zubereitung für verschiedenste Speisen, ob als Salat, als Beilage für Geflügel- und Fischgerichte oder als Süßspeise. Die Reissorten unterscheiden sich geschmacklich stark. Sie bieten Abwechslung und Aromen ferner Länder.

Reis zählt zu den sieben wichtigsten Getreidearten und ist eines der artenreichsten Grundnahrungsmittel. Das Powerkorn stammt ursprünglich aus dem tropischen Südostasien. Der Grad der Verarbeitung entscheidet dabei teilweise über die Unterteilung in verschiedene Sorten. Doch auch die Kornlänge ist ausschlaggebend. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Reissorten vor.

Langkornreis

Als Langkornreis bezeichnet man alle länglichen Sorten, deren Korn eine Länge von 6-8 mm hat. Langkornreis ist hart und glasig, beim Kochen bleibt er trocken und körnig. Dazu gehören Basmati, Jasminreis sowie der Parboiled Reis, bei dem die Inhaltsstoffe aus der Haut vor dem Polieren mit hohem Druck ins Korn gepresst werden. Durch diese Methode bleiben mehr Inhaltsstoffe erhalten als bei herkömmlich behandeltem weißen Reis. Basmatireis stammt ausschließlich aus bestimmten Anbau-Regionen am Fuße des Himalayas. Beim Kochen entfaltet er einen zarten Duft und eignet sich hervorragend als Beilage zu asiatischen Gerichten. Jasminreis ist ein Duftreis, der hauptsächlich im Norden Thailands angebaut wird. Teilweise findet man ihn aber auch in Laos, Vietnam oder sogar Italien. Beim Kochen wird er leicht klebrig und duftet blumig. Die Körner sind vergleichsweise klein.

Rundkornreis

Rundkornreis- und Mittelkornreis sind Reissorten, deren Korn merklich kürzer ist als der des Langkornreises. Die meisten der Rundkornreissorten zeichnen sich durch einen höheren Anteil an Stärke aus, die Form ist oval bis rundlich und leicht transparent. Beim Kochen wird er weich und durch den hohen Stärkeanteil auch klebrig und bietet somit die perfekte Basis für Milchreis oder Sushi. Zu den bekanntesten Sorten gehören der Sushireis, Paellareis und Risottoreis. Der bekannteste Risottoreis ist Arborio, der beim Kochen außen sämig wird, innen aber bissfest bleibt. Seinen Namen hat er von seiner Herkunft, der piemontesischen Stadt Arborio, in deren Umgebung er angebaut wird.

Naturreis

Naturreis ist naturbelassener Reis: Seine Schale, die sogenannte Silberhaut, wird nicht abgeschliffen. Somit bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten, was diese Reissorte besonders gesund macht. Angebaut wird er in verschiedenen Teilen der Welt: In Thailand und Indien, aber auch in Italien und den USA. Er benötigt fast die doppelte Zeit zum garen und schmeckt leicht nussig. Besonders toll ist er als Beilage zu Fisch, Grillfleisch oder fruchtigen Currys.

Wildreis

Der dunkle Wildreis gehört streng genommen gar nicht zu den richtigen Reissorten: Zwar sind die Pflanzen miteinander verwandt, aber botanisch gesehen handelt es sich beim Wildreis um ein Wassergras – und eben kein Reisgewächs. Hauptsächlich findet man das Wassergras am Rande der Seen in Kanada und den Nordstaaten der USA. Im Gegensatz zu normalem Reis wird Wildreis nicht angebaut, sondern wächst auf ganz natürliche Weise nach. Zudem liefert er mehr Eiweiß, Kalium und Magnesium. Der kernige Wildreis zeichnet sich durch seinen nussigen und aromatischen Geschmack aus. Oftmals wird er gemischt mit anderen Reissorten angeboten. Auf dem Teller macht er optisch durch seine dunklen Körner auf jeden Fall etwas her und bietet sich als toller Blickfang zu Fleischgerichten an.

Haben Sie Lust auf Reis bekommen? Mit dieser Vielfalt sind Ihnen bei der Zubereitung fast keine Grenzen gesetzt. Ein Rezept zu einem sommerlichen Curry-Reissalat finden Sie hier.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team