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Essen und Trinken

Der Unterschied zwischen Marone und Kastanie

Bei der europäischen Kastanie handelt es sich um eine Nussfrucht, die in der Regel Ende September oder Anfang Oktober ausgereift ist. Von den Weihnachtsmärkten kennt man hauptsächlich die heißen Maronen. Doch was sind eigentlich die Unterschiede zwischen Esskastanien und Maronen und für was kann man sie verwenden?

Maronen und Esskastanien sind keinesfalls das gleiche. Es handelt sich hierbei vielmehr um zwei verschiedene Arten der Edelkastanie. Letztlich ist die Marone eine weiter gezüchtete Form der Esskastanie. Das süße und intensive Aroma beispielsweise kommt dadurch bei Maronen wesentlich mehr zum Ausdruck, als bei den Esskastanien. Außerdem besitzen Letztere eine rundere Form und sind kleiner als die Maronen.

Leckere Rezepte mit Maronen findet Ihr in unserem Special: Herbstküche

KastanientextbildAuf der linken Seite sind die Esskastanien abgebildet. In der rechten Bildhälfte die unverträglichen Rosskastanien. ©thinkstockphotos.deZwischen September und März sind die Nussfrüchte für gewöhnlich im Handel erhältlich. Ab Ende September findet man die Schalenfrüchte aber auch in der freien Natur und kann auf eigene Faust Kastanien sammeln. Sind die grünen, stacheligen Hüllen (die Stacheln sind hierbei wesentlich feiner als jene der ungenießbaren Rosskastanie) der Kastanien vom Baum gefallen, aufgebrochen und die braunen Früchte sichtbar, sind sie reif.

Zubereitungsmöglichkeiten der Kastanien

Überwiegend werden Kastanien und Maronen geröstet verzehrt. Dazu wird zunächst die Schale der braunen Früchte auf der gewölbten Seite kreuzförmig angeritzt. Ein guter Tipp ist, die Kastanien vorher für etwa 10 Minuten in heißem Wasser einzuweichen. Dadurch sind sie leichter anzuritzen und bleiben beim Rösten im Backofen etwas saftiger. Anschließend kommen die Schalenfrüchte bei 180 oder 200 Grad in den Backofen. Die Zubereitungsdauer ist abhängig von der Größe der Nussfrüchte, liegt aber etwa bei 15 Minuten. Zum Ende des Röstvorgangs biegt sich die Schale erkennbar nach außen.

Die Kastanien werden dem Ofen entnommen und anschließend geschält. Auch die pelzige Haut, welche sich unter der braunen Schale befindet, eignet sich nicht zum Essen. Nur das darunter liegende Fruchtfleisch ist verantwortlich für die Beliebtheit der Schalenfrucht. Selbiges Zubereitungsverfahren gilt für die Maronen.

Für Kastanien oder Maronen bieten sich allerdings noch viele weitere Zubereitungsmöglichkeiten an. Dazu sollten die braunen Früchte zuerst etwa zehn Minuten vorgekocht und anschließend geschält werden. So lässt sich die Nussfrucht beispielsweise als Suppe, als Püree oder gewürfelt als Beilage zum Hauptgericht oder als geschmacksgebende Füllung des Weihnachtsbratens verwenden.

Das nussig-süße Aroma macht die Kastanie darüber hinaus zu einem beliebten Bestandteil von Brot, Kuchen oder anderen gebackenen Süßspeisen und Desserts.

Inhaltsstoffe der Kastanie

Früher galt die Kastanie als Grundnahrungsmittel der armen Bevölkerung. Neben Brot und Kartoffeln wurde die Schalenfrucht viel verwendet, weil sie reich an Mineral- und Nährstoffen ist. Die Nussfrucht enthält beispielsweise Eisen, Phosphat und Kalium, aber auch die Vitamine B, C und E sowie Betakarotine. Die nussig-süße Baumfrucht  ist also durchaus auch gesund und sätitigend. 100 Gramm der Esskastanie enthalten dabei ungefähr 200 Kilokalorien.

Lagerung und Haltbarkeit der Kastanien

Hat man die Kastanien eigenhändig gesammelt, kann man sie noch ein paar Tage an der frischen Luft liegen lassen. Dadurch intensiviert sich das süße Aroma der Schalenfrüchte. Dann allerdings sollten sie schnell aufgebraucht werden, denn bei Raumtemperatur sind Kastanien nur etwa eine Woche haltbar. Danach beginnen sie zu keimen, wodurch sie mehr und mehr ihres typischen Aromas verlieren.

Wesentlich länger bleibt hingegen eine verwandte Maronensorte verwendbar. Dauermaronen müssen zwar eigens (meist ab November) geerntet werden, sind aber an einem kühlen und trockenen Ort bis zu drei Monate haltbar.

Rezept: Glasierte Maroni
Rezept: Maronen-Suppe

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team