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Süßen mit Ahornsirup

Ahornsirup ist besonders in Nordamerika sehr beliebt. Aber auch hierzulande schwören immer mehr Menschen auf den natürlichen Süßstoff mit dem charakteristischen Geschmack. Aber ist Ahornsirup gesund, was steckt darin und kann man ihn als Zuckerersatz in der Küche verwenden?

Ahornsirup gehört zu den ältesten Naturprodukten der Welt. Er wird heute wie schon vor hunderten von Jahren aus den kanadischen Ahornbäumen gewonnen. Das Verfahren zur Gewinnung des süßen Saftes unterscheidet sich dabei nicht sonderlich von dem, das die nordamerikanischen Ureinwohnern einst den Siedlern beigebracht haben. Dabei wird im Frühling, wenn Tauwetter einsetzt und im Baum über den Winter genügend Stärke in Form von Zucker gespeichert ist, eine Art Zapfhahn in die Rinde gestochen. Durch den Hahn tropft dann die süße, klare Flüssigkeit, die allerdings erst noch verarbeitet, verdampft, gefiltert und konzentriert werden muss, bevor es zu dem goldenen, zähen Ahornsirup wird, den wir kennen.

Zucker aus der Natur

Ahornsirup ist eine sehr ökologische Art, einen Süßstoff zu gewinnen. Jeder Zucker-Ahorn braucht rund 40 Jahre, bis er angezapft werden kann. Und auch dann kann er nur so viel Saft abgeben, wie viel er entbehren kann. Den größten Anteil braucht der Baum für sich selber. Der Sirup-Bauer muss auch darauf achten, nicht zu viel Zuckersaft abzuzapfen, da er sonst das Risiko eingeht, dass der Baum stirbt. Und dann müsste er 40 Jahre warten, bis ein Ersatz herangewachsen ist. Ein gesunder Baum kann dagegen rund 40 Liter „Zuckerwasser“ pro Jahr produzieren, was für rund einen Liter Sirup reicht. Daher ist Ahornsirup auch deutlich teurer als Industriezucker.

Einteilung von Ahornsirup

Wie bei vielen anderen Lebensmitteln gibt es auch beim Ahornsirup verschiedene Kategorien, die von AA bis D reichen, wobei AA die qualitativ hochwertigste Form ist. AA-Sirup ist sehr dünnflüssig und deutlich heller, dafür auch feiner im Geschmack. Diese Form ist meist nur in Kanada erhältlich, da er kaum exportiert wird. Je höher der Buchstabe, desto dunkler, dickflüssiger und desto kräftiger der Geschmack. Ahornsirup der Kategorie D schmeckt dabei schon so kräftig, dass er nicht mehr pur genossen werden kann und daher nur zur industriellen Verarbeitung genutzt wird.

Ist Ahornsirup gesund?

Ahornsirup als gesund zu bezeichnen, würde zu weit gehen, da er fast ausschließlich aus Wasser und Zucker besteht. Allerdings enthält er im Gegensatz zum Industriezucker einige Mineralstoffe. Frisch aus dem Baum gezapft befinden sich auch noch einige Vitamine darin, die allerdings beim Einkochen und verdampfen verloren gehen. Insofern sollte man im Rahmen einer gesunden und kalorienarmen Ernährung auch Ahornsirup nur sparsam einsetzen. Allerdings ist der Sirup süßer als Industriezucker, sodass man nur etwa drei Viertel der vergleichbaren Zuckermenge benötigt, also statt 100 Gramm Zucker auch 75 Gramm Ahornsirup verwenden kann, sofern der Eigengeschmack des Sirups nicht stört.

Einsatz in der Küche

Wenn man den Geschmack von Ahornsirup mag, kann man ihn eigentlich überall verwenden, wo man ansonsten Zucker benutzen würde. Am häufigsten findet man Ahornsirup traditionell nach US-Art in seiner reinen Form zu Pancakes oder Waffeln. Ansonsten kann man ihn zum Süßen von Tee benutzen, zum Backen oder für süße und herzhafte Gerichte.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team