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Reduzierung von Lebensmittelabfällen Screenshot www.zugutfuerdietonne.de

Reduzierung von Lebensmittelabfällen

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Um Verbraucher besser auf diesen Überfluss aufmerksam zu machen, startete das Bundesverbraucherministerium im März die Kampagne „Zu gut für die Tonne“. Nun folgt eine gemeinsame Erklärung mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA).

Mit einer gemeinsamen Erklärung sollen Maßnahmen ergriffen werden, um weniger Lebensmittel zu verschwenden. „Lebensmittel sind kostbar – wir brauchen einen breiten gesellschaftlichen Schulterschluss für eine größere Wertschätzung unserer wertvollen Ressourcen. Gaststätten, Restaurantbetriebe, Großküchen, Kantinen und auch die Gäste selbst können einen wichtigen Beitrag leisten, um die Lebensmittelverschwendung zu verringern“, erklärten Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und die Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes, Ingrid Hartges.

Verschiedene Portionsgrößen in Restaurants

Auch zu große Portionen in Restaurants und anderen Einrichtungen sind ausschlaggebend für die Verschwendung. So sagt Aigner: „Dass zu viele wertvolle Lebensmittel auf dem Müll landen, liegt oft auch an den Portionsgrößen. Hier brauchen die Verbraucher mehr Wahlmöglichkeiten. Nicht jeder möchte immer eine XXL-Portion auf dem Teller haben. Leider müssen Erwachsene oft den Kinder- oder Seniorenteller bestellen, wenn sie eine kleinere Portion wünschen. Die Cafeteria des Bundesverbraucherministeriums in Berlin bietet zum Mittagstisch bei fast allen Gerichten zwei unterschiedliche Größen an. Das ist zeitgemäß und führt auch dazu, dass insgesamt weniger Reste übrig bleiben. Alle Großküchen sollten verbraucherfreundliche Portionsgrößen anbieten. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt: Wer im Restaurant essen geht, sollte sich ein Herz fassen und ruhig auch mal nach einer kleineren Portion fragen. Die Restaurantchefs haben auch ein wirtschaftliches Interesse an gastgerechten Portionen und an zufriedenen Kunden, die gerne wiederkommen.“

In der Gastronomie sorgfältig planen

Unter anderem wurde eine Checkliste zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen für die Branche der DEHOGA erarbeitet. Sie soll vor allem für das Thema sensibilisieren. Denn, so Hartges, gerade im Hotel- und Gaststättengewerbe lassen sich Lebensmittelabfälle vermeiden: „Eine effiziente Verarbeitung von Lebensmitteln ist fester Bestandteil in der Ausbildung. Kluger Einkauf und richtige Lagerung gehören ebenfalls zum Handwerkszeug eines jeden Gastronomen. Unsere Branche unterstützt das vom Bundesministerium initiierte Bündnis gegen Lebensmittelverschwendung und nimmt ihre Verantwortung sehr ernst. Dabei informieren wir auch über die Grenzen und Chancen der Weitergabe von Lebensmitteln, die nicht verbraucht wurden – zum Beispiel an karitative Einrichtungen wie die TAFELN.“

Zudem könne sich Deutschland ein Beispiel an einer typisch amerikanischen Sitte nehmen: den Doggy Bags. In den USA ist es ganz natürlich, sich die Reste seines Essens in einer Box mitgeben zu lassen. Dabei werden nicht nur Abfälle sondern auch Geld gespart, wenn der Verbraucher das Essen am nächsten Tag noch einmal aufwärmt.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team