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Hot Dog - Fast Food mit deutschen Wurzeln thinkstockphotos.de
Fettes Brot

Hot Dog - Fast Food mit deutschen Wurzeln

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wieso der Hot Dog eigentlich Hot Dog heißt? Was hat der Snack mit heißen Hunden zu tun? Der Hot Dog und seine Geschichte – die zwar in den USA beginnt aber von deutschen Metzgern und ihren Hunden geschrieben wurde.

Bier und Hot Dogs – diese Kombination gehört in Amerika zum Besuch eines Baseballspiels unweigerlich dazu. Doch auch in anderen Ländern auf der ganzen Welt wird die heiße Wurst im Brot gerne in den verschiedensten Varianten gegessen. Klassisch wird der Hot Dog mit Senf, gehackten Zwiebeln und Essiggurken serviert. Früher, zu seiner Entstehungszeit, nannte ihn allerdings noch niemand Hot Dog. Wie also entstand der Begriff?

Der Hot-Dog – Wer hat ihn erfunden?

Die Erfindung des Hot Dogs lässt sich nicht auf eine bestimmte Person zurückführen, sondern hat verschiedene Ursprünge. Seit 1860 wurden Würstchen in den USA von deutschen und österreichischen Metzgern hergestellt  und an Ständen in Papiertüten verkauft. Ab 1880 verkaufte der deutsche Einwanderer Karl Feldmann dann Frankfurter Würstchen mit Brot auf der Halbinsel Cony Island, südlich von Manhattan. Diese galt früher als Vergnügungspark für die Oberschicht. Die deutschen Würstchen kamen bei den Amerikanern so gut an, dass  Feldmann bald seinen eigenen Biergarten („Feltmans German Beergarden“) eröffnen konnte und sich fortan Charles Feltman nannte.

FettesBrot Teaser-31893 verkaufte der Bayer Antoine Feuchtwanger seine Frankfurter Würstchen in Chicago, die er „red hots“ nannte, statt  in einer Papiertüte in Brot eingehüllt  – mit Erfolg. Feuchtwangers Schwager war Bäckermeister und formte das eigens für die „red hots“  gebackene Brot entsprechend der Länge der Würstchen.

So nahm die Erfolgsgeschichte des Hot Dogs ihren Lauf. Das Würstchen im Brot wurde von Chicago aus zum Verkaufsschlager von New Yorks Straßenverkäufern, die ihn als warmen und günstigen Mittagssnack anboten. Seit 1916 wird in New York jedes Jahr anlässlich des amerikanischen Nationalfeiertages ein internationales Hot-Dog-Wettessen ausgetragen. Mittlerweile sind Hot Dogs aber nicht nur fester Bestandteil der amerikanischen Kultur, sondern haben sich auf der ganzen Welt als beliebtes Fast Food etabliert.  

Der Hot-Dog – Woher hat er seinen Namen?

Doch wie kam es nun zu der Bezeichnung Hot Dog? Der Hot Dog verdankt seinen Namen der Ähnlichkeit zu den Dackeln deutscher Metzger.  Die deutschstämmigen Metzger  in den USA waren damals offenbar bekannt dafür, „wurstförmige Hunde“ als Haustiere zu halten. Da lag es nicht fern, auch die länglichen Würstchen aufgrund der - wenn auch sehr weit hergeholten - Ähnlichkeit zu den Hunden als „hot dogs“ zu bezeichnen. Weiter verbreitete sich der heute gängige Name, als  1901 eine Karikatur des Sportreporters Tad Dorgan veröffentlicht wurde. Er zeichnete für einen Bericht zu einem Baseballspiel im „New York Journal“ einen bellenden Hund in der Mitte von zwei Brothälften und nannte diesen in Anspielung auf die deutschen Metzger „Hot Dog“. Die Zeichnung verbreitete sich schnell und sorgte kurzzeitig sogar für das Gerücht, Hot Dogs würden tatsächlich aus Hunden hergestellt werden. Doch wie sich bald herausstellte, war das natürlich Blödsinn.

Das Rätsel um den Hot Dog ist somit gelöst!

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team