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Ole Plogstedt unterstützt Oxfam beim Kampf gegen Hunger Oxfam / Bernd Willeke
Essen und Trinken

Ole Plogstedt unterstützt Oxfam beim Kampf gegen Hunger

Ole Plogstedt bekocht seit zwei Jahrzehnten zusammen mit seinem Rock´n´Roll-Catering „Rote Gourmet Fraktion“ Bands wie Die Toten Hosen, Jan Delay und Fettes Brot während ihrer Tourneen. Nun engagiert er sich gemeinsam mit Oxfam im Kampf gegen den weltweiten Hunger.

Kein Wunder, dass sich das „Oxforder Komitee zur Linderung der Hungersnot“ über seinen Neuzugang freut, schließlich ist Ole Plogstedt bekannt aus Funk und Fernsehen und verfügt über gute Kontakte. Im Rahmen der Oxfam-Kampagne „Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne!“ tritt Spitzenkoch Plogstedt nun als Kampagnen-Botschafter auf: „Die Verbindung zum Thema Essen und Ernährung liegt auf der Hand – schließlich beschäftigt sich Ole als Spitzenkoch tagtäglich mit der Materie“, teilt Oxfam dazu offiziell mit.

Wie Plogstedt und Oxfam zusammenkamen

Zuletzt begleitete Ole Plogstedt die Toten Hosen auf ihrer Tournee. Immer mit Infoständen bei den Hosen auf Tour: Oxfam, schließlich engagiert sich die Band seit vielen Jahren für die Non-Profit-Organisation. Im Catering-Bereich hinter der Bühne haben Ole Plogstedt und Oxfam sich dann kennengelernt.

Plogstedt war von einer möglichen Zusammenarbeit direkt begeistert: „Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren zuzusehen, wie mindestens jeder achte Mensch auf unserem Planeten an Hunger und extremer Armut leidet – was nicht sein müsste – während wir hier in Saus und Braus leben. Deshalb bin ich froh, mit und für Oxfam etwas dagegen tun zu können. Mir gefällt, wie sich Oxfam mit viel 'Know How' auf eine glaubwürdige Art und Weise erfolgreich für eine gerechtere Welt einsetzt.“

Kochprofi Ole Plogstedt

Rote Gourmet FraktionLogo der Roten Gourmet FraktionEinem großen Publikum dürfte Ole durch die TV-Shows „Die Kochprofis“ und „Das Fast Food Duell“ bekannt sein. Zudem betreibt er gemeinsam mit seiner Frau seit zwei Jahren das Restaurant OLSEN in Hamburg-Eimsbüttel. Dort bietet er auch zahlreiche vegetarische und vegane Gerichte an. Denn „es muss nicht jeden Tag Fleisch sein!“, sagt Plogstedt Bereits 1993 gründete Ole Plogstedt die „Rote Gourmet Fraktion“ mit der er und sein Team nicht nur als Tour-Caterer für viele erfolgreiche Bands unterwegs ist, sondern auch immer wieder Benefizveranstaltungen wie „Kochen gegen Rechts“ oder „Kochen gegen Aids“ unterstützt.

Ole Plogstedts offener Brief an die Kanzlerin

Mit der Kampagne „Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne!“ möchte Oxfam die Bundesregierung und das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung‏) nun dazu bewegen, die kleinbäuerliche Landwirtschaft in armen Ländern zu stärken, statt „Entwicklungshilfe“ für Agrarkonzerne wie Bayer, BASF und Monsanto zu leisten.

Deshalb wendet sich Ole Plogstedt in einem offenen Brief an Kanzlerin Merkel. Darin heißt es unter anderem:
„Die Hälfte der weltweit hungernden Menschen [...] lebt von der Landwirtschaft – arbeitet hart auf eigenen kleinen Feldern oder Plantagen und verdient dennoch zu wenig, um ihre Familien am Ende des Tages ernähren zu können. Das finde ich nicht nur paradox, sondern zutiefst erschütternd.“

Inzwischen haben insgesamt 145 Prominente den offenen Brief von Ole Plogstedt an Kanzlerin Merkel und Entwicklungsminister Müller unterschrieben. Die zugehörige Online-Petition haben mittlerweile sogar weit mehr als 25.000 Bundesbürger unterzeichnet. Damit unterstützen sie Oxfams Forderung „Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne!". Unter den Unterzeichnern befinden sich auch Bands und Musiker wie Die Toten Hosen, Jan Delay, die Beatsteaks, Donots, Kettcar, Knorkator, Slime, Fettes Brot und Rodrigo Gonzalez von Die Ärzte und viele mehr. Dazu unterzeichneten Spitzenköche wie Frank Oehler, Andreas Schweiger, Stefan Marquard, Karlheinz Hauser und viele weitere: Publizist Roger Willemsen hat ebenso unterzeichnet wie die Schauspieler/innen Anna Loos, Andrea Sawatzki, Benno Fürmann und Jan Josef Liefers.

Hintergrund:

Ole PlogstedtOle PlogstedtLaut Oxfam unterstützten die Bundesregierung und das Entwicklungsministerium (BMZ) verstärkt Agrarkonzerne wie Bayer, BASF und Monsanto im Rahmen von Kooperationen wie der „German Food Partnership“ und der „Neuen Allianz für Ernährungssicherung“ in Afrika. Diese schmückten sich mit dem Etikett der Armutsbekämpfung, würden aber vor allem den Profitinteressen der Konzerne dienen. So erschließen sich die Unternehmen Oxfam zufolge zum Beispiel neue Pestizidmärkte oder sichern sich über die „Neue Allianz“ Land- und Saatgutrechte, was wiederum zu Lasten der Mehrheit der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ginge. Doch auch für die Umwelt habe das Folgen, denn die industriellen Monokulturen der Konzerne würden die Böden beschädigen und die biologische Vielfalt bedrohen.

Aus diesem Grund startete Oxfam mit der Unterstützung von Ole Plogstedt die Online-Kampagne „Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne!" Mittlerweile haben bereits über 25.000 Personen die Petition von Oxfam und Ole Plogstedt online unterzeichnet. Hier geht es zur Petition und dort erfahren Sie noch weitere Hintergründe zur Kampagne

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team