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Die Klimabilanz unserer Lebensmittel: Meat Eater's Guide www.istockphoto.com/clearviewstock

Die Klimabilanz unserer Lebensmittel: Meat Eater's Guide

Dass unser Fleischkonsum und alles, was an Produktion, Transport, Verpackung und Zubereitung dazu gehört, negativen Einfluss auf das Klima hat, ist eigentlich nichts Neues. Dass sich aber verschiedene Fleischsorten unterschiedlich auswirken, überrascht. Die amerikanische Umweltorganisation Enviromental Working Group (EWG) veröffentlichte nun eine Studie mit der Klimabilanz unserer Lebensmittel: den Meat Eater´s Guide.

Im Rahmen einer umfassenden Untersuchung errechneten Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit der EWG die durchschnittliche CO2-Bilanz für verschiedene Lebensmittel. So ergab sich, welche Nahrungsmittel für unser Klima besonders bedrohlich sind. In die Berechnung einbezogen wurden sämtliche Faktoren von Produktion über Transport, Verpackung und Zubereitung bis hin zur Entsorgung. Dabei wurden jeweils die CO2-Bilanz der Lebensmittel festgehalten, bevor sie ihre Produktionsstätte verließen und nachdem sie beim Endverbraucher angekommen waren. Fleischprodukte schnitten erwartungsgemäß wesentlich schlechter ab als pflanzliche Lebensmittel.

Lamm gefährdet das Klima am meisten

In der Broschüre „Meat Eater´s Guide“ veröffentlichte die EWG nun die Ergebnisse der Klima-Studie. Als generelle Empfehlung lässt sich folgender Leitsatz aus den Ergebnissen der Studie gewinnen: Fleisch und Käse belasten das Klima am meisten. Wenn man diese Lebensmittel besonders häufig isst, sollte man wenigstens auf Bio-Produkte zurückgreifen.

Die Studie enthält auch ein Ranking der Lebensmittel nach ihrem Einfluss auf das Klima. Das überraschende Ergebnis: Lammfleisch gefährdet das Klima am meisten, da die häufig langen Transportwege die CO2-Bilanz noch schlechter ausfallen lassen als beim häufig angeprangerten Rindfleisch. Klimatisch gesehen besonders gut und sogar noch besser als Gemüse, ist der Verzehr von Hülsenfrüchten, insbesondere Linsen. Im Ranking findet man diese klimafreundlichen Lebensmittel folglich im grünen Bereich, wohingegen sämtliche tierischen Produkte tief im roten Bereich liegen. Neben der Platzierung der Produkte ist zusätzlich angegeben, wie viele Meilen ein Auto umgerechnet für den Verzehr von 112 Gramm eines Produktes fahren muss. (112 Gramm sind umgerechnet 4 OZ)

Bewegt sich diese Zahl bei allen Arten von Gemüse noch unter einer Meile, sind es schon bei Eiern über eine Meile. Für 112 Gramm Lammfleisch-Verzehr wird der Tabelle nach so viel CO2 ausgestoßen, wie von einem Auto, das über sieben Meilen weit fährt.

Hier geht es zum kompletten Bericht und den Tipps, die die EWG zur klimafreundlichen Ernährung liefert.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team