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Bienen bestäuben nachhaltiger

Bienen wichtig für die Wirtschaft

Der Ertrag von Pflanzen ist höher und die Qualität von deren Früchten besser, wenn diese von Bienen bestäubt wurden. Zu diesem Ergebnis kam ein Feldversuch deutscher Forscher der Universität Göttingen. Sorgt dieses Ergebnis für ein Umdenken in Sachen Umweltverschmutzung und Pestizid-Einsatz in Anbetracht des Europäischen Bienensterbens?

Bienen haben offenbar einen wesentlich größeren Nutzen für die Landwirtschaft als bisher angenommen. Zu dieser Erkenntnis kam eine Forschergruppe der Universität Göttingen. Werden Nutzpflanzen von Bienen bestäubt, erhöht sich deren Ertrag und außerdem verbessert sich die Qualität der Früchte.

Qualität und Ertrag sind besser

Am Beispiel der Erdbeere verdeutlichten die Forscher, dass sich deren Handelswert um über 50 Prozent steigern ließe, wenn diese durch Bienen bestäubt würden. In Zahlen ausgedrückt: Der Wert der Bestäubung bezogen auf Erdbeeren liegt allein in der EU bei jährlich über einer Milliarde Euro.

Das Geheimnis hinter der ertragreicheren Bestäubung: Bienen verteilen die Pollen gleichmäßiger als bei selbstbefruchteten Pflanzen. Da Ergebnis kann sich sehen lassen. Die durch Bienen bestäubten Früchte seien schwerer, hätten weniger Missbildungen und erreichten eine höhere Handelsklasse, so die Forscher.

Längere Haltbarkeit nach Bestäubung durch Bienen

Außerdem trägt die längere Haltbarkeit der bestäubten Erdbeeren zum höheren Handelswert bei. Bestäubte Erdbeeren seien einen Tag länger haltbar als nicht bestäubte Erdbeeren. Üblicherweise könnten 90 Prozent der Erdbeeren spätestens nach vier Tagen Lagerung nicht mehr verkauft werden. Die bestäubten Früchte waren in der Regel einen Tag länger haltbar.

Die UN schätzt den Gesamtwert der Bestäubung für die weltweite Nahrungsmittelproduktion auf über 150 Milliarden Euro. Entsprechend besorgt zeigen sich Experten der UN sowie Forscher und Landwirte über das anhaltende Bienensterben in Europa. Zunehmende Umweltverschmutzung und Pestizide werden als Grund dafür angenommen.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team