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Die Geschichte des Biergartens – Mit Wurstsalat-Rezept istockphoto.com/aprott

Die Geschichte des Biergartens – Mit Wurstsalat-Rezept

Sommerzeit heißt auch Biergarten-Zeit. Ein gemütlicher Abend unter Kollegen oder Freunden und dazu ein kühles Bier. Und das Tolle: Man darf sogar seine eigene Brotzeit mitbringen. Doch woher kommt eigentlich dieser Brauch? Wie König Ludwig I. durch ein Urteil vielleicht einen Aufstand der Münchner Wirte verhinderte, erfahren Sie hier…

Die Biergärten haben ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Um das gebraute Bier kühl lagern zu können, begann man in München eisgekühlte Keller tief unter der Erde zu bauen. Zusätzlich wurden Kastanien und Linden gepflanzt um über den Kellern Schatten zu spenden. Daraus entwickelten sich diese beiden Baumarten sozusagen zu traditionellen „Biergartenbäumen“, die wir auch heute noch häufig antreffen.

Brauereien schenken im Biergarten aus

Münchens Wirte waren von dieser Lösung allerdings wenig begeistert. Denn die Brauereien begannen über den Bierkellern selbst Bier auszuschenken und stellten dazu Tische und Bänke unter den Bäumen auf. Nach Meinung der Wirte sollte es vielmehr die Aufgabe der Brauereien sein, das Bier an die Wirte auszuliefern und es nicht selbst auszuschenken.

Um weiterem Streit oder gar einem Aufstand der Wirte aus dem Wege zu gehen, fällte König Ludwig I. ein Urteil. So wurde es den Brauereien verboten, neben dem Bierausschank auch Speisen zu verkaufen. Damit waren die Wirte weiterhin die Einzigen, die Mahlzeiten anbieten durften. Daraufhin waren die Biergartenbesucher „gezwungen“ ihre Brotzeit selbst mitzubringen. Eine Tradition, die noch heute häufig und gerne praktiziert wird.
Allerdings hat man heute in vielen Biergärten zusätzlich die Möglichkeit, Essen dort zu kaufen. Aber nicht nur deshalb ist der Biergarten eine so beliebte Anlaufstelle für Jung und Alt. Das gemütliche Beisammensein am Abend zählt wohl zu den besten Möglichkeiten, den Alltagsstress einmal für ein paar Stunden zu vergessen.

Biergarten-Rezept: Bayrischer Wurstsalat

Eine der beliebtesten Speisen in Biergärten, vor allem in Bayern, ist der Wurstsalat. Wenn Sie sich das Biergartenerlebnis nach Hause holen, oder Ihre Brotzeit in den Biergarten mitnehmen möchten, gibt es dazu nachfolgend ein leckeres Rezept für Bayrischen Wurstsalat:

Zutaten für vier Personen:

500 g Fleischwurst
2 Zwiebeln
2 Gewürzgurken
4 EL Öl
2 EL Weißweinessig
½ Bund Petersilie oder Schnittlauch
5 g Zucker
Pfeffer
Salz
4 Brezn

Zubereitung (Zeit: ca. 15 Minuten):

Die Fleischwurst zunächst in dünne Scheiben und anschließend in dünne Streifen schneiden. Die Zwiebeln schälen, halbieren und zu dünnen Ringen verarbeiten. Die Gurken in kleine Würfel schneiden und alle drei Zutaten in eine Schale geben und miteinander vermischen. Aus Öl und Essig in einer weiteren Schale eine Marinade rühren (unsere Empfehlung: ein neutrales Öl, beispielsweise Sonnenblumen- oder Rapsöl verwenden). Die Marinade anschließend mit frisch gemahlenem Pfeffer, etwas Salz und der Prise Zucker würzen und über den Wurstsalat gießen.

Wir empfehlen, den Wurstsalat vor dem servieren noch etwa eine halbe Stunde zugedeckt im Kühlschrank zu lagern. Die geschnittene Petersilie oder der Schnittlauch sollte erst danach, kurz vor dem Servieren, über den Wurstsalat gestreut und untergemischt werden. Dazu reicht man gerne noch eine Breze.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team