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Das Picknick – Genuss unter freiem Himmel www.thinkstock.de
Essen und Trinken

Das Picknick – Genuss unter freiem Himmel

Picknicken unterm Himmelszelt hat Tradition und ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung, sobald die Temperaturen steigen. Ob am See oder im Wald, ob ganz romantisch zu zweit, mit der ganzen Familie oder eine richtige Fete mit Freunden - im Sommer schmeckt es draußen einfach am besten. Hier unsere Tipps für ein gelungenes Picknick.

Der Name Picknick hat seinen Ursprung in Frankreich und setzt sich aus den Wörtern piquer (aufpicken) und nique (Kleinigkeiten) zusammen. Als Sommervergnügen entdeckte der französische Adel bereits im 17. Jahrhundert das Essen unter freiem Himmel für sich. Noch populärer wurde das Picknicken durch die englische Königin Viktoria, die am liebsten im Freien speiste. Bis heute ist das Essen unter freiem Himmel aber nicht nur in Großbritannien oder Frankreich sehr gefragt.

Die richtige Ausrüstung

Für kulinarische Genüsse im Freien ist die Wahl der richtigen Ausrüstung entscheidend. Dabei eignet sich die einfache Kühlbox ebenso wie ein bequemer Rucksack oder ein stilechter Weidenkorb. Natürlich sollte auch die Picknickdecke nicht fehlen. Die meisten Decken sind heutzutage an der Unterseite beschichtet, damit man auf dem nassen Wiesenboden keine feuchten Hosen bekommt.

Pappteller und billiges Einwegbesteck, gehen nicht nur schnell kaputt, sondern hinterlassen auch eine unnötige Menge an Müll. Wir empfehlen Picknickgeschirr und -besteck zum mehrfachen Gebrauch aus stabilem Kunststoff, welches in den meisten Supermärkten erhältlich ist.

Das Essen lässt sich am besten in fest schließenden Kunststoffboxen unterbringen, damit beim Transport nichts ausläuft oder zu Bruch geht. Ebenfalls gehören Servietten und eine Mülltüte in den Picknickkorb.

Auch im Sommer kann es am späten Abend empfindlich kühl werden. Deshalb sollte man einen warmen Pulli einpacken. Wenn sich das Picknick zum Nachtmahl ausdehnt, verbreiten Windlichter romantische Stimmung. Guter Tipp, gerade beim Picknick im Wald: Anti-Mücken-Mittel oder Duftkerzen. Letztere sehen schön aus, sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre und vertreiben mit ihrem Geruch lästige Plagegeister. Sehr hilfreich ist überdies eine Taschenlampe, damit man im Dunkeln alle Utensilien wieder findet und beim Heimweg nicht über Stock und Stein stolpern muss.

Was wird beim Picknick aufgetischt

Perfekt für ein Picknick sind Gerichte, die sich praktisch verpacken, transportieren und servieren lassen. Zum Beispiel: Sandwiches, Wraps, Brotaufstriche (z.B. Obatzter), Gemüsesticks mit Dips, Muffins oder Obstsalat. Aber auch eine große Schüssel Salat (z.B. Nudel- oder Wurstsalat) sollte bei einem Picknick natürlich nicht fehlen. Hier ist es ratsam, auf ein Mayonnaise-Dressing zu verzichten und den Salat mit Essig und Öl anzumachen. Und damit der Salat nicht schon auf dem Hinweg zusammenfällt, am besten erst vor Ort anmachen. (Hier gibt es ein weiteres Nudelsalat Rezept)

Tierische Lebensmittel wie rohes Fleisch, Eierspeisen, Milchprodukte und Fisch sind in der Hitze leicht verderblich und eignen sich deshalb nur bedingt für ein Picknick. Ideal sind Lebensmittel, die ihre Verpackung gleich mitliefern, zum Beispiel Äpfel, Bananen, gekochte Eier oder Gurken. Alles, was matscht, tropft und schmilzt, wird schnell unappetitlich.

Zum süßen Abschluss sind Obstsalate, Muffins oder Kekse und Joghurt im Portionsbecher ideal. Wichtig ist, dass die Leckereien mit den Fingern oder leichtem Besteck zu essen sind und nicht erst aufwändig kleingeschnitten werden müssen.

Generell sollte die Kost sommerlich leicht und nicht zu fettreich sein, damit das Picknick nicht auf den Magen schlägt. Wie der englische Begriff "pick a nick" schon sagt, besteht das Vergnügen darin, kleine Häppchen zu sich zu nehmen.

Bei den Getränken gilt: Schweren Rotwein und harte alkoholische Drinks zu Hause lassen, stattdessen leichte Weine, Weinschorle oder alkoholarme Mixgetränke wählen. Bei der Hitze steigt der Alkohol schnell zu Kopf. Mit Fruchtsäften, Mineralwasser und Eistee passiert das nicht.

Ein Picknick muss nicht immer geplant sein

Für spontane Picknicker bieten sich ebenso zahlreiche Möglichkeiten für ein unkompliziertes Outdoormenü mit nur kurzer Vorbereitungszeit. Ein Baguette, kleine Cocktail-Tomaten, Anti-Pasti aus der Frischetheke im Supermarkt, Frischkäse aus dem Kühlregal, frisches Obst, eine Flasche Saft, Wasser oder ähnliches - schon kann es los gehen.


Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team