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Reifeprüfung für den Kürbis thinkstockphotos.com
Einkauf, Lagerung und Zubereitung

Reifeprüfung für den Kürbis

Viele verbinden den Kürbis mit herbstlichen Gerichten. Doch seine Saison beginnt schon im Sommer. Bereits seit Juli werden reife Früchte geerntet. Die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesernährungsministeriums zeigt, woran man reife Kürbisse erkennt und wie das Gemüse ideal aufbewahrt wird.

Tipps für den Einkauf: Ist der Kürbis reif?

Zu kaufen gibt es den Kürbis vor allem im Sommer und Herbst. Eine Checkliste hilft, reife Kürbisse im Geschäft zu erkennen.

- Klopftest: Einfach mit dem Knöchel auf den Kürbis pochen. Klingt er hohl, ist er reif.

- Stielprüfung: Er sollte holzig aussehen und sich fest anfühlen. Fehlen sollte der Stiel nicht. Sonst kann die Frucht austrocknen und faulig werden.

- Schale begutachten: Trockene, helle Stellen auf der Schale sind nur Schönheitsfehler. Dunkle, weiche Bereiche hingegen neigen zur Fäule.

- Etikett beachten: Wichtig ist, beim Einkauf Speise- nicht mit Zierkürbissen zu verwechseln. Letztere sind ungenießbar. Wer sich zu Hause unsicher ist, schneidet von der rohen Frucht ein kleines Stückchen ab und probiert. Wenn es bitter schmeckt, ist der Kürbis nicht essbar.

Den Kürbis richtig lagern

Ob Hokkaido oder Butternut, die Frucht hat es gern kühl und luftig. Ein trockener Platz im Keller oder in einem kühlen Raum ist gut zum Lagern geeignet. Die Raumtemperatur sollte 13 Grad nicht überschreiten. So kann der Kürbis über mehrere Monate aufbewahrt werden. Angeschnittene Kürbisse halten sich etwa zwei Tage im Kühlschrank, die Schnittstellen sollten mit Frischhaltefolie abgedeckt werden. Wer ihn länger aufbewahren will, muss die Schale entfernen und ihn wenige Minuten in Wasser kochen. Nach dem Abkühlen bei minus 18 Grad einfrieren. Die Haltbarkeit beträgt dann etwa fünf Monate.

Kürbis zubereiten leicht gemacht

Der Kürbis hat einen dezenten Geschmack, der sich wunderbar kombinieren und variieren lässt – von der einfachen Suppe bis zu Kürbispommes. Für eine pikante Note wird er mit Chili, Curry oder Ingwer gewürzt. Wer es lieber süß mag, kann Honig, etwas Vanille, Zimt oder süßen Wein zum Kochen verwenden. Auch die Kerne müssen nicht in den Müll: Einfach das Fruchtfleisch abwaschen, im Ofen bei 180 bis 200 Grad zehn Minuten rösten und so selbst eine gesunde Alternative zu Chips herstellen. Die gerösteten Kerne sind leicht verdaulich und durch ihren hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sehr gesund. Sie passen auch gut als knackige Zugabe in den Salat oder veredeln den selbst gemachten Brotteig zu einem Kürbiskernbrot.

Welcher Kürbis für welches Gericht?

- Der Hokkaido: Dieser Kürbis ist perfekt für eine schnelle Kürbissuppe. Er muss nämlich nicht geschält werden und erinnert geschmacklich an Maronen.

- Der Spaghetti-Kürbis: Wer einmal Nudeln aus Gemüse ohne lästiges Feinschneiden zubereiten möchte, sollte diesen Kürbis ausprobieren. Sein Fruchtfleisch zerfällt beim Kochen in spaghetti-ähnliche Streifen.

- Der Acorn-Squash: Diesen Kürbis kann man roh essen. Die weißlich-orangefarbene Frucht lässt sich gut gewürzt mit Joghurtdip als Rohkost-Knabberei essen.

Wissenswertes zu Kürbissen

Allein in Deutschland gibt es 800 verschiedene Sorten Kürbis, wovon 200 essbar sind. Sie stecken voller Vitamine und Ballaststoffe, sind kalorienarm und unterstützen die Verdauung sowie den Zellschutz. Darüber hinaus ist das Gemüse überaus vielseitig einsetzbar – von der Schale bis zum Kern.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team