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Wie lagert man Käse richtig

Damit weniger Käse unnötig im Mülleimer landet, informiert die Initiative Zu gut für die Tonne! über die Lagerung von Käse.

Käse will atmen und nicht schwitzen

Auch Käse gehört in den Kühlschrank. Die optimale Temperatur herrscht im mittleren Fach. Damit sich Käsegerüche nicht vermischen und Edelschimmel nicht auf Hartkäse übergreift, sollte jeder Käse einzeln verpackt sein: entweder in Butterbrotpapier oder in einer mit kleinen Löchern versehenen Alufolie. So kann der Käse atmen und schwitzt nicht. Käsescheiben oder Frischkäse sollten innerhalb einer Woche verbraucht werden. Sie trocknen bei geöffneter Verpackung schnell aus und verlieren ihr Aroma.

Ganze Käsestücke in ein feuchtes Tuch einschlagen

Hartkäse mag es luftig und feucht. Um ganze Käsestücke vor dem Austrocknen zu bewahren, hilft ein simpler Trick: Ein sauberes Tuch in Salzwasser tränken, gut auswringen und den Käse darin einwickeln. Diesen Vorgang alle zwei Tage wiederholen. So bleibt das Käsestück saftig und hält sich gekühlt bis zu drei Wochen.

Käse einfrieren?

Milch und Milchprodukte sind nur bedingt zum Einfrieren geeignet. Was geht, sind fettreiche Produkte wie Butter oder Frischkäse. Diese einfach nach dem Einkauf ins Gefrierfach legen und vor dem Verzehr einen Tag lang im Kühlschrank auftauen lassen. Käse sollte vor dem Einfrieren generell voll ausgereift sein. Im Kühler sterben die Käsebakterien ab und der Reifeprozess wird beendet. Hartkäse lässt sich nur schwer einfrieren, ohne dass er bröckelig wird. Am besten vakuumieren, damit er keine Feuchtigkeit verliert.

Auftauen nur im Kühlschrank

Generell sollten Milchprodukte wie Käse nur langsam im Kühlschrank aufgetaut werden – Kochtopf oder Mikrowelle sind tabu. Bis auf Hartkäse sollten Milcherzeugnisse nach dem Auftauen auch nicht wieder eingefroren werden. Zu groß ist die Gefahr schädlicher Bakterien. Am besten also immer nur kleine Portionen auftauen, die schnell verbraucht werden.

Vorsicht bei Käseglocke und Brot-Kontakt

Eine Käseglocke ist zwar ein hübsches Tisch-Accessoire, jedoch zur längeren Aufbewahrung ungeeignet. Genau wie verschlossene Plastikbehälter verhindert die Glocke, dass der Käse atmen kann. Es bildet sich Feuchtigkeit und Schimmel setzt an. Schimmelgefahr besteht insbesondere auch bei Kontakt mit Brotkrumen. Käse sollte niemals auf Unterlagen geschnitten werden, auf denen zuvor Brot lag. Die Heferückstände des Brotes lassen den Käse schneller verderben.

Guter oder schlechter Schimmel?

Bei einigen Käsesorten ist ein Schimmelbefall geradezu erwünscht. Aber woran erkannt man, ob es guter oder schlechter Schimmel ist? Wird Hartkäse leicht weiß oder bekommt Flecken, ist es meist nur Salz oder Eiweiß, das durch Temperaturunterschiede kristallisiert. Die Stellen können einfach abgerieben werden. Schimmel, der etwa durch Edelpilzkäse übertragen wurde, lässt sich großzügig abschneiden. Den übrigen Hartkäse kann man getrost weiterverwenden.

Bedenklich sind grün-graue Pilznester oder rosa-weiß glänzende Schimmelstellen. Käse mit diesen Anzeichen ist nicht mehr genießbar. Auch Schimmelkäse wie Camembert, Brie oder Edelpilzkäse kann verderben. Der Käse riecht und schmeckt dann muffig. Je nach Schimmelbefall kann er sich auch rot, grün oder schwarz färben. Er gehört dann in den Müll. Generell sollte man Schimmelkäse innerhalb von 10 bis 14 Tagen verbrauchen.

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Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team