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Essen für eine Party planen

Wir präsentieren acht Tipps der BMELV-Initiative Zu gut für die Tonne! zur Planung eines restefreien Partybuffets. Wie viel kocht man, was kocht man, was macht man mit den Party-Resten? So plant man das Essen oder ein Buffet für eine Party.

1. Vorräte und Vorlieben beachten

Wer eine Party plant, erstellt am besten einen Menüplan mit den vorgesehenen Speisen und deren Zutaten. Dann wird ermittelt, welche Vorräte noch im Hause sind. Das verhindert zu umfangreiche Spontankäufe. Der Berliner Koch und Buffet-Experte Johannes Emken rät: „Ideal ist es, sich auf die Vorlieben der Gäste einzustellen: Wird zum Beispiel lieber Fleisch, Fisch oder vegetarisch gegessen? Letztlich gibt es so zufriedene Gäste und auch weniger Reste.“

2. Gestaffelt einkaufen

Haltbares wie Konserven, Tiefkühlprodukte, Abgepacktes und Getränke kann man bereits eine Woche vor der Party einkaufen, Frisches wie Gemüse und Milchprodukte etwa zwei Tage vorher. Leicht Verderbliches wie Fleisch und vor allem Fisch sollte erst am Tag der Party besorgt und, wenn die Zubereitungsart dies zulässt, frisch verarbeitet werden. Haltbare Speisen ruhig ein bis zwei Tage vor dem Buffet zubereiten. Das spart Zeit.

3. Passende Speisen wählen

Nudel- und Kartoffelsalate sind Buffetklassiker. Enthalten sie frische Mayonnaise, sind sie aber nicht unbedingt lange haltbar. Auch Blattsalate, Desserts mit rohem Eigelb, Gerichte mit rohem Fleisch und Fisch oder Obsttorten lassen sich nicht lange aufbewahren. Sie sollten gut gekühlt und schnell verbraucht werden. Suppen, Schmorgerichte oder Quiches lassen sich hingegen gut lagern und weiterverarbeiten.

4. Speisemengen richtig berechnen

Folgende Speisemengen sind für ein Buffet mit Vorspeisen, Hauptgerichten, Beilagen und Nachspeisen nötig: Für den durchschnittlichen Esser wird insgesamt 800 g pro Person berechnet, für junge Männer sind 1000 g pro Person realistisch, für zierliche Frauen oder ältere Herrschaften können tendenziell ca. 600 g pro Person berechnet werden. Pro Kind bis 8 Jahre ist mit ca. 200 g Speisen zu rechnen. Gemeint ist jeweils das Gewicht der fertigen Speisen, nicht das Rohgewicht der Zutaten.

5. Getränkebedarf kalkulieren

Sieben Prozent des Lebensmittelabfalls sind Getränke. Daher sollte man auch hier die Vorlieben der Gäste möglichst im Vorfeld berücksichtigen. Pro Person ist etwa mit einem halben bis dreiviertel Liter nicht alkoholischer Getränke pro Stunde zu rechnen. Die meisten Getränke halten angebrochen im Kühlschrank mehrere Tage, Fruchtsäfte zum Beispiel etwa vier Tage. Wein oxidiert bei Sauerstoffzufuhr, geöffnete Flaschen daher wieder verschließen und bald verbrauchen.

6. Nicht zu viel auftischen

Damit die Buffetspeisen frisch bleiben, rät Emken: „Von leicht verderblichen Speisen nicht alles auf einmal auftischen, sondern immer erst etwa zwei Drittel der Menge. Lieber das Buffet nachbestücken. Gerade Fingerfood verdirbt aufgrund seiner großen Oberfläche schneller oder trocknet an.“ Weitere Tipps: Brot nicht komplett aufschneiden, Getränke nach Bedarf öffnen. Fleisch- und Fischgerichte sowie Speisen mit rohen Eiern (wie Tiramisu) dürfen keinesfalls zu lange ungekühlt bleiben. Sie können in kleineren Portionen angerichtet werden.

7. Übriggebliebenes mitgeben oder einfrieren

Das beste Mittel gegen Reste ist, übrige Lebensmittel den Gästen mitzugeben. Frischebeutel und Plastikdosen gehören daher zu jeder Partyausstattung. Wer schon vorher Platz im Tiefkühlfach schafft, kann Reste nach dem Fest leichter einfrieren und später genießen.

8. Reste weiter verwerten

Aus Buffetspeisen lässt sich noch einiges machen. Altbackenes Brot angefeuchtet und im Ofen aufgebacken eignet sich für eine Bruschetta. Reste von Antipasti eignen sich für Salate oder püriert als Dips. Der Festtagsbraten findet eine neue Verwendung als herzhafter Canapé-Belag.

Diese Rezepte verwerten Reste und eignen sich zugleich für das Buffet
Tortilla de Restos von Schauspieler Daniel Brühl
Teufelsalat von Sternekoch Gutbert Fallert
Partyfleischbällchen

Und auch mit der neuen Partyplaner-App der Initiative "Zu gut für die Tonne!" könnt ihr das Essen für eine Party planen.


Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team