Das Schokoladenlexikon – Von Weiß bis Bitter, welche Sorten gibt es? istockphoto.com/redmal
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Das Schokoladenlexikon – Von Weiß bis Bitter, welche Sorten gibt es?

Schokoladen-Liebhaber haben es nicht ganz so leicht. Die verschiedenen Zutaten-Kombinationen scheinen endlos und mittlerweile auch sehr exotisch. Chili, Trauben-Nuss, Champagner-Sahne, Amarena Kirsch, Pfirsich-Maracuja und so weiter. Bei den Schokoladensorten fällt die Auswahl schon etwas leichter. Aber was ist drin in Weißer-, Vollmilch-, Zartbitter-, Halbbitter- oder Bitter- Schokolade?

Wenn es um die süße Verführung geht, werden fünf verschiedene Schokoladensorten unterschieden: Weiße Schokolade, Vollmilch, Zartbitter, Halbbitter und Bitterschokolade. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je dunkler die Schokolade, desto höher ist der reine Kakaoanteil. Je nach Füllung, Beimischung und Rezeptur hat eine 100 g-Tafel Schokolade zwischen 400 und 600 Kalorien. Was genau die einzelnen Sorten enthalten, erfahren Sie im folgenden „Schokoladenlexikon“.

Bitterschokolade

Die Bitterschokolade ist die dunkelste Schokolade. Sie hat mit durchschnittlich 70 Prozent den höchsten reinen Kakaoanteil. Neben reinem Kakao werden für die Herstellung der Bitterschokolade Kakaomasse, Rohrzucker, Vanille und Kakaobutter verwendet. Aufgrund des hohen Kakaoanteils wirkt sich die Schokolade positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus (mehr dazu: Wie gesund ist Kakao?). Für Bitterschokolade gilt die gesetzliche Richtlinie, dass der Kakaoanteil auf der Verpackung ersichtlich sein muss.

Halbbitterschokolade

Halbbitterschokolade, auch Edelbitterschokolade genannt, wird meistens als Tortenguss verwendet oder als „Hülle“ von Schokoriegeln. Eine 100 g-Tafel Halbbitterschokolade enthält ca. 48 g Kakao, 48 g Zucker und 4 g Kakaobutter. Da in der Halbbitterschokolade keine Milch enthalten ist, ist sie relativ hart in ihrer Konsistenz.

Zartbitterschokolade

Die Zartbitterschokolade ist in ihrer Zusammensetzung ähnlich der Halbbitterschokolade. Der Kakaoanteil ist mit 50 % etwas höher, genauso wie der Anteil an Kakaobutter mit 5 %. Der Zuckeranteil liegt mit 45 % etwas unter dem Wert der Halbbitterschokolade. Die Konsistenz ist nahezu identisch, da auch in Zartbitterschokolade keinerlei Milch enthalten ist. Sie wird recht häufig in gefüllten Varianten zum Kauf angeboten, beispielsweise gefüllt mit Marzipan.

Vollmilchschokolade

Wie der Name schon sagt, enthält Vollmilchschokolade Milch beziehungsweise Milchpulver. Dadurch ist sie eher weich in ihrer Konsistenz und durch den mit der Milch einhergehenden Calciumgehalt gut für die Knochen. Vollmilchschokolade enthält sehr viel Zucker, was sie süßer schmecken lässt als andere Schokoladensorten. Dafür ist der Fettanteil umso geringer. Durch den hohen Milch- und Zuckeranteil enthält Vollmilchschokolade kaum reinen Kakao und Kakaobutter.

Weiße Schokolade

Weiße Schokolade würde man streng genommen gar nicht als Schokolade bezeichnen, wenn man den Kakaoanteil zu Rate zieht. Denn weiße Schokolade enthält überhaupt keinen reinen Kakao. Sie besteht aus Kakaobutter, Zucker, Milch und Aromastoffen wie beispielsweise Vanille. Wie die Bitterschokolade gibt es auch bei der weißen Schokolade eine gesetzliche Richtlinie, die hier besagt, dass mindestens 20 % Kakaobutter in einer 100 g- Tafel Schokolade enthalten sein muss. Wichtig zu wissen ist, dass die Kakaobutter gezielt abgespalten wird und kein Abfallprodukt ist.

Mehr über Kakao, Kakaobutter und die Herstellung von Schokolade gibt es hier: Wie wird aus Kakao Schokolade?

Mehr: Handgemachte Schokolade aus Brooklyn: Die Mast Brothers

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team