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Der Lebkuchen: Eine göttliche Köstlichkeit thinkstock
Lebkuchen - Hintergründe

Der Lebkuchen: Eine göttliche Köstlichkeit

In der Weihnachtszeit darf er nicht fehlen: Der Lebkuchen. Er hat nicht nur Tradition sondern auch eine faszinierende Geschichte. Wie alt der Lebkuchen ist und wie er über die Jahrtausende verfeinert wurde, erfahren Sie in unserem heutigen Lebkuchen-Beitrag.

Wie der „Lebkuchen“ zu seinem Namen kam, ist sprachwissenschaftlich bis heute nicht ganz geklärt. Auch wenn die Ableitung dem deutschen „Leben“ oder „Laben“ nahe liegt, ist es doch wahrscheinlicher als auch weiter verbreitet, dass das Wort „Lebkuchen“ auf das lateinische Wort „libum“ zurückzuführen ist, was so viel wie Fladen oder auch Opferkuchen bedeutet. Seine Entstehung reicht weit in die Geschichte zurück und das kam vor allem seinen interessanten und schmackhaften Inhaltsstoffen zugute.

Der Lebkuchen und seine göttliche Bedeutung

Dass „Honigkuchen“ schon zu Zeiten der alten Ägypter genossen wurde, beweisen etwa 4.000 Jahre alte Funde in Pharaonengräbern. Der „Honigkuchen“ war einst so beliebt, dass man ihn sogar als Jenseitsspeise in die Gräber gab. Auch Römer und Griechen der Antike sprachen dem „Honigkuchen“ eine göttliche Bedeutung zu. Auch sie legten ihn als Opfergabe auf ihre Altäre. Im Mittelalter galt der „Lebekuoche“ sogar als gesund, heilend, verdauungsfördernd und appetitanregend.

Lebkuchen 2.0

Diese Eigenschaften und die Gewissheit, die Leckerei auch während der Fastenzeit genießen zu dürfen, führten dazu, dass sich besonders die Klöster zu Zentren der Lebkuchenherstellung entwickelten. Da in diesen Klosterküchen auch die Hostienbäckereien untergebracht waren, kam bald die Idee auf, den Lebkuchenteig auf Oblaten zu backen. Das brachte gleich zwei entscheidende Vorteile: Der Teig ließ sich so besser von den Blechen lösen und hatte zudem Halt und Schutz vor dem Austrocknen. Eine andere Form des „Lebkuchens“ war die Modellierung des Lebkuchenteiges in Formen. Auch heute noch erhält der Teig die Form von Sternen, Herzen oder dem Nikolaus.

Wie kam der Lebkuchen zu seinem Synonym – dem Pfefferkuchen?

Das Besondere am Lebkuchen – neben dem Zuckerersatz – war die Beigabe spezieller Gewürze und Kostbarkeiten wie Nüsse, Mandeln, oder Heilkräutern. Weil man im Mittelalter unter „Pfeffer“ nicht nur den uns bekannten schwarzen, weißen oder grünen Pfeffer verstand, sondern auch Anis, Ingwer, Kardamom, Koriander, Muskat, Nelken und Zimt, wurde der „Lebkuchen“ häufig auch „Pfefferkuchen“ genannt. Da speziell diese Gewürze nur aus fernen Ländern bezogen werden konnten, entwickelten sich Städte an bedeutenden Handelsknotenpunkten zu Lebkuchen-Zentren. Genannt seien hier vor allem die Städte Aachen, Braunschweig, Nürnberg und Pulsnitz in der Oberlausitz.

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Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team