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Fettes Brot

Brot – Eine Kulturgeschichte

Brot ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wie die Ähre aus dem Getreidesamen wuchs auch die Brotkultur im Verlauf der Menschheitsgeschichte. Wie kam es zu der Brotvielfalt, die wir heute kennen? – Ein Überblick.

Getreide stellt eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Menschheitsgeschichte dar. Wurde es anfangs gemahlen, mit Wasser zu einem Brei angerührt und getrocknet, entwickelte sich daraus im Laufe der Zeit eine vielfältige Brotkultur. Heute ist Brot aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. So gibt es allein in Deutschland mehr als 3000 verschiedene Brotsorten.

Wie archäologische Funde bestätigen, kann die Existenz von Mehl bis in die Steinzeit zurückverfolgt werden. Vermutungen von Experten zufolge entstanden die ersten Formen von Brot bereits vor etwa 8000 Jahren in Mesopotamien. Allerdings wurde der Teig aus gemahlenem Getreide und Wasser damals nicht gebacken, sondern in der Sonne getrocknet. Vom Zweistromland aus verbreitete sich die Brotkunst über die Handelswege bis in den Mittelmeerraum, wo die Ägypter 2500 vor Christus – durch einen Zufall – das Sauerteigbrot erfanden.

Die Geburtsstunde des Sauerteiges

Der Überlieferung zufolge, ließen die alten Ägypter eines Tages einen mit Wasser angerührten Getreidebrei zu lange in der Sonne stehen. Die Folge: Er wurde sauer. Da sie die wertvolle Nahrung aber nicht wegwerfen wollten, kamen sie auf die Idee, den Brei auf einer heißen Steinplatte auszubacken. Mit Erstaunen stellten die Ägypter anschließend fest, dass das so entstandene Brot viel lockerer war als die Fladen, die sie sonst gebacken hatten. Die Geburtsstunde des Sauerteigbrots.  Auch die ersten Backöfen stammen aus der ägyptischen Hochkultur und wurden von den Römern später zu den typischen Backöfen in Kuppelform weiterentwickelt.  

Brotvielfalt in Deutschland

Einst Aufgabe von Leibeigenen und Klosterknechten zu Zeiten Karl des Großen (747 -814), wurde das Brotbacken in Deutschland durch das Wachstum der Städte im 10. Jahrhundert schließlich zum eigenen Handwerk. Während die normale Bevölkerung grobes dunkles Brot aß, war Weißbrot damals den reicheren Bevölkerungsschichten vorbehalten. Es galt damals noch als besser.

Heutzutage sind der Vielfalt der Brotvariationen keine Grenzen gesetzt. Angefangen beim klassischen Laib Brot bis hin zu Bagels, Brezel, Toastbrot, Burger- und Hotdog-Brötchen, Wraps, Brötchen, Muffinbrötchen, Pide, Pittas, Fladenbrot und so weiter – die Vielfalt nimmt kein Ende.

Fettes Brot

Alles rund ums Brot: Trendige Rezepte für Sandwich-Klassiker, Hot Dogs, Pausenbrote, Brotaufstriche, „Wrap-Zepte“ und klassische Burger – alle Spielarten des belegten Brotes finden hier ihren Platz. Garniert wird das Ganze mit spannenden Reportagen über Street Food, Interviews, Tipps und Tricks wie Euer Brot frisch bleibt, Kochbuchtipps und weiteren Hintergrund-Informationen.

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Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team

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