Winzer des Jahres gekürt Derk Hoberg
  • 03. November 2016
  • Redaktion
Gault&Millau Weinguide Deutschland 2017

Winzer des Jahres gekürt

Der neue Gault&Millau Weinguide 2017 erscheint am morgigen Freitag im Christian Verlag. Chefredakteur Joel B. Payne hat in den vergangenen Monaten zusammen mit 25 Weinexperten über 13.000 Gewächse von 1.300 deutschen Weingütern geprüft.

gault millauDer Jahrgang 2015 bietet einige Schlagzeilen für Weinfreunde. Niemals in der Geschichte des Weinguides gab es eine derartige Fülle an großartigen edelsüßen Weinen eines Jahrgangs. Gleich mehrfach vergaben die Tester bei der Bewertung der edelsüßen Gewächse aus dem Jahr 2015 die Höchstnote von 100 Punkten. Doch auch sonst konnte das Team des Gault&Millau Weinguide wieder zahllose Spitzenweine entdecken: »Wir waren bei unserer alljährlichen, hoch-spannenden Bundesfinalprobe wirklich überrascht: Platz eins und drei in der Königsklasse ›Riesling trocken‹ gingen diesmal an das Anbaugebiet Rheinhessen, aus dem ja einst vor allem nur die süße Liebfrauenmilch stammte.«

Die Sieger 2017

Zum »Winzer des Jahres« der Ausgabe 2017 kürte die Gault&Millau-Redaktion Hans-Joachim und Dorothee Zilliken vom Weingut Zilliken – Forstmeister Geltz an der Saar. »Ein beeindruckend tiefer Keller mit fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit, darin perfekt gepflegte Holzfässer, in denen die brillantesten aller Saarweine heranreifen«, so Joel B. Payne. »Hanno Zilliken, unterstützt von Tochter Dorothee, erzeugt vom Literwein bis zu edelsüßen Preziosen schlanke, strahlend klare Rieslinge. Seine Weine besitzen wahrlich zeitlose Größe, fernab jedes Modetrends!«

Der Ehrentitel »Kollektion des Jahres« geht in diesem Jahr an Ulrich Mell vom Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan. »Wir waren unglaublich positiv überrascht von der jüngsten Entwicklung bei diesem renommierten Weingut. Bereits mit dem vorherigen Jahrgang hatte Kellermeister Ulrich Mell eine neue Richtung angedeutet, doch mit den 2015ern dürfte er die beste Leistung seines Lebens eingefahren haben«, erklärt Joel B. Payne. »Dies gilt sowohl für die trockenen Großen Gewächse als auch für die fulminanten Edelsüßen.«

Der Titel »Aufsteiger des Jahres« geht an das Weingut Jakob Schneider an der Nahe. »Seit Jakob Schneider jun. in den elterlichen Betrieb an der Mittleren Nahe einstieg, eilt das Gut von Erfolg zu Erfolg«, so Gault & Millau Chefredakteur Joel B. Payne. »Etliche Spitzenlagen der Nahe und 52 verschiedene Gesteinsformationen bilden die Basis für die herrlich ausdrucksstarken Weine des Gutes. Vom einfachsten Wein bis zu den atemberaubenden Spitzen hat jeder Wein Schliff, Würze und Saftigkeit. All das noch dazu zu überaus fairen Preisen.«

Die »Entdeckung des Jahres 2017« machte der Gault&Millau Herausgeber Joel B. Payne bei der einstigen Deutschen Weinkönigin Julia Bertram von der Ahr: »Julia Bertram, Jahrgang 1989, war einst die 64. Deutsche Weinkönigin und zeigt nun mit ihrem eigenen Weingut, dass sie nicht nur theoretisch viel über Wein weiß, sondern ihr Wissen auch praktisch großartig umsetzen kann. 2013 war ihr erster eigener Jahrgang mit Kleinstertrag, und schon mit dem Nachfolger zeigte sie, was für ein Riesentalent sie ist!«

»Sommelier des Jahres 2017« darf sich Marco Franzelin, Restaurantchef im Vendôme in Bergisch Gladbach, nennen. Denn: »Mit profundem Wissen, dem siebten Sinn für Neues in der Weinwelt und feinem Gespür für die Gästewünsche begleitet er eine hochkomplexe Küche sehr individuell.«
Die Bernhard Breuer-Trophy ist der Wettbewerb für gereifte trockene Riesling-Gewächse, der nach 15 Jahren zu den wichtigsten Wettbewerben dieser Art in Deutschland zählt. Der diesjährige Sieger kommt vom Rheingauer Ausnahmeweingut Bernhard Breuer mit Berg Schlossberg 2005. Der Wein ist laut Gault&Millau-Jury verspielt, elegant, facettenreich, animierend sowie voller feiner Fruchtaromatik.

Den besten gereiften Spätburgunder fanden die Gault&Millau-Verkoster rund um Joel B. Payne im Weingut Friedrich Becker (Pfalz) mit dem 2005er Pinot Noir, den besten reifen, weißen Burgunder mit dem 2011er Weißburgunder im Sonnenschein bei Ökonomierat Rebholz (Pfalz) und den besten fruchtsüßen Riesling beim Weingut Zilliken an der Saar mit dem 2005er Saarburger Rausch – 2 –. Die erstmals mit der Ausgabe 2017 vergebene Fritz-Knorr-Trophy für den besten fünf Jahre lang gereiften trockenen Riesling geht an den 2011er Forster Pechstein des Pfälzer Weinguts Bürklin-Wolf (Pfalz).
Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team
 

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