Große Kochkunst und kreative Verantwortung BMW Group -- ECKART 2014, BMW Museum: Mick Hucknall (ECKART für Lebenskultur), Eckart Witzigmann (v. l. n. r.)
  • 23. Oktober 2014
  • Redaktion
Eckart 2014

Große Kochkunst und kreative Verantwortung

München. Mit einer großen Gala wurde am Mittwoch der Eckart Witzigmann Preis im BMW Museum gefeiert. Der Jahrhundertkoch würdigte seine Kollegen Shuzo Kishida sowie Heinz Reitbauer Vater und Sohn. Der ECKART 2014 für kreative Verantwortung und Genuss ging an Surferlegende Jon Rose und sein Projekt „waves 4 water“, für seine Verdienste um die Lebenskultur wurde der Sänger Mick Hucknall geehrt.

Der Internationale Eckart Witzigmann Preis, kurz ECKART, hat sich in zehn Jahren zu einer der bedeutendsten Ehrungen für herausragende Verdienste um Kochkunst und Esskultur entwickelt. Bei der Verleihung im Münchner BMW Museum wurden 180 Gäste aus Wirtschaft, Kultur und Gastronomie Zeugen einer Sternstunde im Zeichen von Genuss und Verantwortung. „Unsere heutigen Preisträger sind in verschiedenen Teilen der Welt aktiv. Ihr Engagement in der Küche und darüber hinaus ist so einmalig wie ihr von Preisen und Sternen gekrönter Lebensweg“, sagte Dr. Friedrich Eichiner, BMW Vorstandsmitglied und Schirmherr der Kooperation, bei der Begrüßung. Vor einem siebengängigen Gala-Diner wurden die Starköche Shuzo Kishida (Japan), Heinz Reitbauer Vater und Sohn (Österreich), der frühere Simply-Red-Sänger Mick Hucknall (England) sowie Jon Rose (USA) mit dem ECKART 2014 ausgezeichnet.

Das Thema Nachhaltigkeit ist die Basis für die Kooperation der BMW Group und der Witzigmann Academy, die vor drei Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Gemeinsam wurde der Preis für kreative Verantwortung und Genuss entwickelt, dotiert von der BMW Group mit 10.000 Euro. Mit diesem Preis wurde dieses Jahr Jon Rose und das Projekt „waves 4 water“ geehrt. Seine Mission: „sauberes Wasser für jeden, der es braucht“. Seine Lösung ist, hunderte von Reisenden in entlegenen Regionen der Welt je zehn Filter verteilen zu lassen. Ein modernes soziales Netzwerk mit inzwischen tausenden von Unterstützern. Jon Rose über den Preis: „Für mich als Amerikaner ist es ein einmaliges Erlebnis für meine Arbeit auch in Europa so immense Wertschätzung zu erfahren. Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Innovation

Den ECKART 2014 für Innovation durfte Shuzo Kishida aus Tokio entgegennehmen. Der Drei-Sterne-Koch verbindet in seinem Restaurant „Quintessence“ die Reinheit der japanischen Küche mit der Finesse der französischen und verhilft so besten Lebensmitteln zur perfekten Geltung. „Das Resultat ist die gegenwärtig innovativste Fusion zweier traditionsreicher Koch-Kulturen“, lobte Eckart Witzigmann den jungen Kollegen, der ruhig, aber zugleich spürbar gerührt reagierte. „Es ist allein schon eine große Ehre nach Deutschland eingeladen zu werden“, sagte er. „Aber dazu eine so bedeutende Auszeichnung von einem der größten  Köche überhaupt entgegen nehmen zu dürfen – ich bin unglaublich beeindruckt.“

Große Kochkunst

Ein Duo wurde in der Kategorie Große Kochkunst geehrt: Heinz Reitbauer Vater und Sohn. Vater Reitbauer übernahm 1970 ein unbedeutendes Ecklokal in Wien und machte es als „Steirereck“ zunächst zu einem gutbürgerlichen Gasthaus, dann zu einem Restaurant von Weltrang. 1996 eröffnete er an einem abgelegenen Alpenpass in der Obersteiermark das Steirereck am Pogusch. Heinz Reitbauer jr. ist seit 2005 Küchenchef und Inhaber des Restaurants Steirereck in Wien, das unter die 50 besten Restaurants der Welt gezählt wird. „Als wir in den 1970ern angefangen haben, hätten wir nicht einmal zu träumen gewagt, so weit zu kommen“, erklärte Heinz Reitbauer sen. bewegt. „Und jetzt diesen Preis zu bekommen, das ist für uns das Größte. Und das Schönste dabei: Es ist kein Traum.“

Lebenskultur

Der ECKART 2014 für Lebenskultur ging an Mick Hucknall. „Er ist ein großer Musiker, dazu ein Mensch, der Lebenskultur nicht nur schätzt und lebt, sondern sich auch immer wieder in unterschiedlichen Projekten für Qualität und Nachhaltigkeit engagiert“, schreibt die Jury in ihrer Begründung. Zwei dieser Projekte sind ein Weingut am Ätna (Sizilien) sowie die Bewirtschaftung eines großen Anwesens am Fluss Finn im Norden von Irland. Hier setzt sich Hucknall erfolgreich für den Erhalt der wilden Lachse ein, deren Bestand sich in zehn Jahren verdoppelt hat. „Meine Projekt-Partner und ich sind stolz und fühlen uns geehrt“, sagte Hucknall. „Es ist für uns ein echter Ansporn, Ziele, die dem Menschen dienen können, intensiv weiter zu verfolgen.“

Das Menü für die Gala gestalteten acht Starköche: Dani Garcia (Marbella), Bobby Bräuer (EssZimmer, BMW Welt), Alex Atala (Brasilien, Preisträger 2013), Roland Trettl (Preisträger 2006), Ugo Alciati (Alba, Piemont), Tohru Nakamura (Geisels Werneckhof, Preisträger 2010) sowie Dominik Fitz (Hangar 7, Salzburg) und Philipp Sigwart (St. Hubertus, Abteital, Südtirol).

Vor dem Diner sprach Dr. Friedrich Eichiner noch alle Köche und Gäste mit einem Zitat von Paul Bocuse an: „Egal, ob klassisch oder modern, es gibt nur eine Küche: „la bonne“, die gute Küche!“

Hintergrund: ECKART

Der Internationale Eckart Witzigmann Preis ist eine der bedeutendsten Ehrungen für herausragende Verdienste um Kochkunst und Esskultur: Mit dem ECKART würdigt Eckart Witzigmann, als „Koch des Jahrhunderts“ geehrt, seit dem Jahr 2004 einzigartige Leistungen der Kochkunst und das besondere Engagement in dem facettenreichen Themenkreis der Lebenskultur. In Partnerschaft mit der BMW Group vergibt die Witzigmann Academy jährlich die Preise in den Kategorien „Große Kochkunst“, „Innovation“ und „Lebenskultur“. Seit dem Jahr 2013 gibt es zudem einen ECKART für „Kreative Verantwortung und Genuss“, dotiert von der BMW Group mit 10.000 Euro.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören HRH Charles Prince of Wales (Highgrove), Daniel Boulud (New York City), Elena Arzak (San Sebastian), Anne-Sophie Pic (Valence), Harald Wohlfahrt (Tonbach), Dieter Kosslick (Berlin), Ferran Adrià (Barcelona), Marc Haeberlin (Illhaeusern), Joël Robuchon (Paris) u.v.a.

Quelle: Pressemitteilung BMW Group

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team
 

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