Skandal um vergifteten Futtermais weitet sich aus www.thinkstock.de
  • 05. März 2013
  • Tanja Maruschke

Skandal um vergifteten Futtermais weitet sich aus

Die Zahl der mit dem verseuchten Mais aus Serbien belieferten Betriebe ist mittlerweile auf rund 6500 gestiegen. Das sind fast doppelt so viele, wie bisher angenommen.

In immer mehr Betrieben wird der gefährliche Schimmelpilz Aflatoxin gefunden. Die Zahl der belieferten Betriebe beträgt jetzt 6457, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit. Darunter seien auch mehrere Milchviehbetriebe, deren Produktion nur nach einer Milchprobe ausgeliefert werden darf, da sich das Schimmelpilz-Gift Aflatoxin B 1 in Milch anders anreichert als in Fleisch.

Der Ruf nach mehr und wirkungsvolleren Kontrollen wird lauter. Der Präsident der Lebensmittelkontrolleure, Martin Müller fordert  mehr qualifizierte Überwacher und eine Art Lebensmittel-Europol. Laut Müller habe sich gezeigt, dass die Eigenkontrollen der Agrarindustrie nicht hinreichend funktioniert haben. Der Präsident der Lebensmittelkontrolleure will deshalb mehr staatliche Kontrollen und mehr Personal – auf Kosten der Wirtschaft.

Am vergangenen Freitag war bekanntgeworden, dass importierter Mais aus Serbien mit einem krebserregenden Schimmelpilz vergiftet ist. Der Mais ist auch an Rinder verfüttert worden, wodurch das Gift in die Milch gelangte. Besonders betroffen ist das Bundesland Niedersachsen. Dort wurden bereits hunderte Milchbetriebe vorsorglich gesperrt. Nach bisherigen Erkenntnissen sind Bio-Betriebe nicht betroffen.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team
 

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