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Die Küche Chiles

Chile, das längste und schmalste Land der Welt, hat eine interessante Küche. Genau wie die vielen unterschiedlichen Klimazonen, variiert sie je nach Region. Geprägt ist sie vor allem von den Ureinwohnern des Landes, verfügt durch die Abhängigkeit von Spanien aber auch über europäische Einflüsse. Durch die über 4000 km lange Küste überwiegen insgesamt Fischgerichte und solche mit Meeresfrüchten.

Die Exotik ist es nicht, die das chilenische Essen ausmacht, da in den Nachbarländern die Gastronomie keine großen Unterschiede aufweist. Es ist eher die Zubereitungsart und die Vielfalt der Produkte, die durch die verschiedenen klimatischen Bedingungen in Chile angebaut oder gewonnen werden können. Besonders scharf wie beispielsweise die mexikanische Küche ist die chilenische Küche nicht. Fast alle Gerichte werden mit merkén (traditionelles Gewürz des größten eingeborenen Stammes, der Mapuches) verfeinert.

Chile: Unterschiedliche Regionen, unterschiedliche Zubereitung

Je nach Klima lassen sich in Chile gastronomisch unterschiedliche Regionen feststellen. Die Gerichte variieren in der Zubereitungsart,  je nachdem ob sie im Norden, der Zentralregion, im Süden, an der Küste oder im Landesinneren zubereitet werden. Auch die etwas abgelegene Osterinsel hat ihre ganz eigene Version der chilenischen Küche.

Typische Gerichte in Chile

empanadasDie Empanada (gefüllte Teigtasche, im Bild) ist typisch für das gesamte Land. Nur die Füllung ist in den verschiedenen Regionen unterschiedlich. Im Landesinneren, wo keine Fischerei möglich ist, wird generell mehr Fleisch gegessen. Meistens Rind (vacuno), Schwein (cerdo) und Lamm (cordero). Als Beilagen dienen sehr häufig verschieden zubereiteter Mais, Tomatensalat mit Zwiebeln, Bohnen (porotos) oder Kartoffeln. Pebre (kleingeschnittene Tomaten, Petersilie, Chili, Zwiebeln, Peperoni) wird als Dip zu praktisch jedem Gericht oder als Vorspeise mit Weißbrot gegessen.
Die seltenen Früchte Lucuma und Chirimoya werden oft als süße Nachspeisen (Eis, Kuchen, Torten) zubereitet. Die palta (Avocado) findet man häufig in Salaten und Dips, außerdem  gehört sie zu den Hauptexportprodukten Chiles.

Chiles Meeresfrüchte

Der Konsum von Meerestieren und –früchten ist ein sehr wichtiger Bestandteil der chilenischen Küche. Man isst hier nicht nur alle mögliche Arten von Fischen, sondern auch viele Meeresfrüchte und Algen.algen Besonders empfehlenswert sind die Märkte in den Küstenstädten, auf denen diese Produkte frisch verkauft werden. Dort kann man auch direkt probieren: Zum Verzehr, roh oder gekocht zubereitet, kann man die Vielfalt Chiles in vollen Zügen genießen.


Pancora-Krebs krabbelt in den Magen

seeigelEin beeindruckendes Beispiel für ein rohes, aber genießbares, Meerestier ist der Erizo (Seeigel). Auf einer sogenannten Jod-Zunge im Seeigel - die man auch essen kann - wohnt ein kleiner Krebs, der Pancora Krebs. Dieser wird nur mit Butter bestrichen und lebendig verspeist. Das Besondere daran ist, dass der Krebs, wenn er nicht gekaut wird, lebendig in den Magen krabbelt. Klingt komisch, ist aber so.

Chilenische Getränke

Das Nationalgetränk ist neben dem mate (heißes Teegetränk), der pisco sour. Pisco sour ist ein Traubenschnaps der mit Zucker, Limetten oder Zitronen und Eiklar vermischt wird und häufig als Aperitif getrunken wird.

Chile ist darüber hinaus einer der wichtigsten Weinproduzenten der Welt. Die Hauptrebsorten die in Chile angebaut werden, sind Cabernet Sauvignon und Merlot. Man kann den hochqualitativen Wein fast überall auf der Welt kaufen.

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Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team