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Essen und Trinken

Die Küche Kolumbiens

Kolumbiens Küche ist so vielfältig wie das Land selbst. Tropischer Regenwald, karibische Inseln, die Hochebenen der Anden und die größte Artenvielfalt pro Quadratmeter der Welt. All das spiegelt sich auch in der traditionellen kolumbianischen Küche wider, die von Fleisch, Fisch, Früchten und Maismehlspeisen geprägt ist.

Die Küche Südamerikas macht häufig durch so ausgefallene Zutaten wie Meerschweinchen (Cuy) oder Riesenameisen (Hormigas Culonas) von sich Reden. Diese gehören zwar in manchen Regionen auch zur kolumbianischen Küche, allerdings hat diese noch wesentlich mehr und weniger Exotisches zu bieten. Häufig stehen hier Ingredienzien wie Fleisch auf dem Speiseplan, aber auch Gemüse und vor allem Früchte werden in Kolumbien vielseitig verarbeitet.

Obst und Gemüse – Kolumbiens kulinarische Schätze

01f1a05053c6242fcfa23075e5b963c1 lImmer frisch und vor allem lecker sind die Früchte Kolumbiens: Tropische Sorten wie Mangos, Papayas, Bananen, Maracujas und viele mehr. Während diese Früchte noch unreif für den Export nach Deutschland geerntet werden, bekommt man sie in Kolumbien reif und von einer wesentlich besseren geschmacklichen Qualität als hierzulande. Dazu kommen viele, in Deutschland weitgehend unbekannte Obstsorten, wie Mamoncillo, Granadilla, Andenbeeren (Physalis), Baumtomaten, Lulo und Borojó. Diese Auswahl an frischem Obst sorgt auch dafür, dass sich frisch gepresste Obstsäfte und fruchtige Milchshakes in Kolumbien größter Beliebtheit erfreuen.

Spezialitäten der kolumbianischen Küche

empanadasDie kolumbianische Küche verfügt über Klassiker wie Arepas (Maisfladen, als Brotersatz), Pan de Yuca (Käsegebäck), Empanadas (gefüllte Maismehltaschen, im Bild), Tamales (Hackfleisch, Reis und Gemüse in Maismehltaschen, in Bananenblättern gekocht), Ajiaco (Suppe mit Hühnchen, mindestens drei Kartoffelsorten, Mais, Kapern und Avocado) oder Lechona (überbackener oder gefüllter Schweinebauch).

Diese Speisen sind beinahe in ganz Kolumbien verbreitet. Lecker sind auch die am offenen Feuer gegrillten Pinchos, deftiges Rindfleisch, das am Spieß an der Feuerstelle lehnt und vor sich hin gart.

Darüber hinaus ist die Küche Kolumbiens sehr regional geprägt. So bestimmen in den Küstenregionen des Atlantiks und des Pazifiks (Kolumbien ist das einzige Land Südamerikas, das Küsten an diesen beiden Ozeanen hat) Fischgerichte und Meeresfrüchte das Geschehen auf den Tellern. In den Bergen gibt es auch mal frische Forellen aus den Bergbächen.

Comida Corriente

Das Tagesessen, das „Comida Corriente“, welches üblicherweise in Kolumbiens Restaurants serviert wird, besteht zumeist aus einem Stück Fleisch vom Rind oder Huhn mit etwas Gemüse dazu. Zudem wird vor dem Hauptgang häufig eine Suppe wie die Ajiaco serviert, dazu gibt es Reis oder Arepa als Beilage. Eine typische Soße oder auch Dip zu kolumbianischen Speisen ist Salsa de Aji.

besos de noviaDer Nachtisch besteht zumeist aus Früchten, Fruchtsaft oder Obstsalat. Kein Wunder bei dem Überfluss an frischem Obst. Milchreis oder Frischkäse mit Karamellsirup sind die Alternativen zur Fruchtvariante. Darüber hinaus haben verschiedene Regionen Süßigkeiten wie Besos de Novia (Kuss der Braut, im Bild) zu bieten.

Restaurantbesuche in Kolumbien

Generell ist das Essen im Restaurant in Kolumbien wesentlich günstiger als in Europa, auch wenn sich inzwischen vor allem in den großen Städten eine Gourmetszene entwickelt. Beim Restaurantbesuch empfiehlt es sich, hinsichtlich des Trinkgeldes darauf zu achten, ob dieses nicht bereits auf der Rechnung vermerkt ist („Servicio“). Ansonsten ist es in Kolumbien üblich, 10 Prozent des Rechnungsbetrages als Trinkgeld zu geben.

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Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team