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Rezept

Heringsstipp mit Pellkartoffeln

Das Rezept für Herinsgtipp mit Pellkartoffeln stammt von Zwei-Sterne-Koch Christian Lohse. Zum Tag der Meere am 8. Juni gibt es noch einige Informationen zum Hering und zu zertifizierten Fangmethoden obendrauf.

Rezept: Heringsstipp mit Pellkartoffeln

HeringstippZutaten

12 Heringsfilets ohne Haut in Essiglake (z.B. Bismarckhering, alternativ Matjeshering)
2 Äpfel (z.B. Boskoop)
1 Gemüsezwiebel
4 Gewürzgurken
250 ml süße Sahne

Für die Pellkartoffeln
12 festkochende Kartoffeln
(z.B. Bamberger Hörnchen)
Butter

Zubereitung

Die Heringsfilets in mundgerechte Stücke teilen oder im Ganzen belassen – je nach Belieben.

Die Äpfel sowie die Gemüsezwiebel vierteln und in feine Scheiben schneiden. Auch die Gewürzgurken in Scheiben schneiden.

Alle Zutaten in einer Porzellanform vermengen und mit der Sahne aufgießen. Den Heringsstipp zwei Tage im Kühlschrank bedeckt ziehen lassen und etwa zwei Stunden vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Wenn Sie Matjes verwenden, sollten Sie die Zwiebel erst kurz vor dem Anrichten hinzugeben, um das feine Matjesaroma nicht zu überdecken.

Die ungeschälten Kartoffeln in Salzwasser circa 15 Minuten kochen, abgießen und auf die noch heißen Kartoffeln etwas Butter setzen. Vor dem Servieren mit einer feinen Reibe (z.B. Parmesanreibe) Apfelschale über den Heringsstipp reiben.

Guten Appetit!

Kein anderer Fisch hat in der Geschichte eine so große wirtschaftliche und politische Bedeutung gehabt wie der Hering. Schon im Mittelalter war der Hering derart begehrt, dass seinetwegen Kriege geführt wurden. Bis heute hält die Begeisterung für diesen Fisch an. Neben seinen vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und dem unverwechselbaren Geschmack, ist der Hering nicht zuletzt auch wegen seines hohen Gehaltes an gesunden Omega-3-Fettsäuren sehr beliebt.

Die Fischer des schwedischen MSC-zertifizierten Fangbetriebes Astrid Fiske fangen den sogenannten Matjeshering. Im Frühjahr, wenn die Wassertemperaturen steigen und das Plankton sich vermehrt, entwickeln die vom Winter abgemagerten Heringe einen großen Appetit, sodass sie zum Sommeranfang prall gefüllt sind mit wertvollen Nährstoffen. Nur die kurz vor ihrer Laichphase stehenden, besonders fetthaltigen Heringe können zu Matjes weiterverarbeitet werden. Dies erklärt auch die kurze, von Ende Mai bis Ende Juli dauernde, Fangsaison für die Heringsspezialität.

Die Fischer der Astrid-Fiske-Flotte fangen den Hering mit Ringwadennetzen. Diese werden um einen Schwarm ausgelegt und anschließend wie ein Schnürbeutel zusammengezogen. Zur Nachhaltigkeit verhelfen der Fischerei bemerkenswerterweise auch die Eigenheiten der Spezies. Matjesheringe schwimmen in der Regel in „sauberen“ Schwärmen, das heißt, sie mischen sich selten mit anderen Arten. Daher fällt in dieser Fischerei kaum ungewollter Beifang an.

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Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team