Zucker verschlechtert das Denkvermögen istockphoto.com/OSTILL

Zucker verschlechtert das Denkvermögen

Immer häufiger ist von „Brain Food“ die Rede, also Nahrungsmitteln, die unsere Denkleistung verbessern sollen. Dementsprechend müsste es ja auch das Gegenstück geben, also Essen, das unsere Denkleistung verschlechtert. Und in der Tat besagt nun eine US-Studie, dass zu viel Zucker dumm und träge macht.

Zucker hat auch seine guten Seiten. Gerade bei intensiven sportlichen Belastungen über eine lange Zeitspanne ist er so etwas wie die „letzte Patrone“. Wenn die Glykogenspeicher leer sind und auch über den Fettstoffwechsel nicht ausreichend Energie angezapft werden kann, sind Einfachzucker durchaus willkommen. Auch unser Gehirn benötigt etwas Zucker, um optimal arbeiten zu können. Doch wie bei allen Ernährungsfragen gilt auch (und erst recht) beim Zucker, dass die Dosis das Gift macht.

So haben Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Los Angeles an Ratten bewiesen, welch negativen Einfluss eine einseitige, zuckerreiche Ernährungsweise auf die Hirnleistung hat. Die Ergebnisse der Studie wurden im „Journal of Physiology“ veröffentlicht.

Studie: Einseitige, zuckerhaltige Ernährung ist schlecht fürs Gehirn

Das Forscherteam um Fernando Gomez-Pinilla ließ Ratten zunächst fünf Tage lang durch ein Labyrinth laufen. Die Tiere sollten die Chance erhalten, den Ausweg zu finden und ihn sich einzuprägen. Anschließend wurden die Ratten in zwei Gruppen aufgeteilt. Der einen Gruppe wurde über das Trinkwasser sechs Wochen lang Fruchtzucker verabreicht, der anderen Gruppe Omega-3-Fettsäuren, welche als „Hirnnahrung“ gelten.

Nach sechs Wochen kam es zur Kontrolle. Das Ergebnis: Die Ratten, die sich zuckerreich ernähren mussten, benötigten bedeutend länger, um den Ausweg aus dem Labyrinth zu finden als die Omega-3-Gruppe. Messungen ergaben zudem eine geringere Synapsenaktivität bei den Ratten mit der zuckerhaltigen Ernährung. Platt ausgedrückt, macht Zucker in einer dermaßen hohen Dosierung also dumm und träge.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team