Übermäßiger Salzkonsum kostet jährlich Millionen von Menschen weltweit das Leben www.thinkstock.de

Übermäßiger Salzkonsum kostet jährlich Millionen von Menschen weltweit das Leben

Eine US-amerikanische Studie liefert schockierende Zahlen. Der übermäßige Konsum von Salz soll für Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich sein. Demnach kann mehr als ein Gramm Salz pro Tag für den menschlichen Körper bereits schädlich sein und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Dass hoher Salzkonsum den Blutdruck erhöhen und Erkrankungen am Herz verursachen kann, ist lange bekannt. Eine aktuelle Studie, die von US-Forschern bei der Jahrestagung der  „American Heart Association“ in New Orleans vorgestellt wurde, liefert nun konkrete Zahlen. Allein im Jahr 2010 führte der übermäßige Konsum von Salz zu fast 2,3 Millionen Todesfällen weltweit, verursacht durch Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Für die Studie wurden 247 Untersuchungen zum Salzkonsum von erwachsenen Menschen ausgewertet. Hinzu kamen rund 100 klinische Studien über die Auswirkungen von Salz auf den Blutdruck und den Zusammenhang zwischen Blutdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Insgesamt waren 488 Forscher aus 50 verschiedenen Ländern beteiligt.

Das Ergebnis zeigt, dass Menschen, die sehr viel Kochsalz zu sich nehmen, eher an Herzinfarkten und Schlaganfällen sterben. Von den 2,3 Millionen Todesfällen im Jahr 2010, waren rund eine Millionen Menschen (40 Prozent)noch unter 69. Außerdem waren 60 Prozent der Verstorbenen männlich. 42 Prozent der Betroffenen starben an Herzinfarkten, bei 41 Prozent waren Schlaganfälle die Todesursache. Nach der Analyse gehen die Wissenschaftler davon aus, dass mehr als ein Gramm Kochsalz pro Tag bereits ungesund für den menschlichen Körper ist.

Den größten Teil des täglichen Salzkonsums decken wir durch verarbeitete Lebensmittel wie Brot, Wurst und Käse ab. Auch Fertiggerichte enthalten einen großen Salzanteil. Die Forscher plädieren dafür, den Anteil von Salz in Lebensmitteln stark zu reduzieren. Laut Dariush Mozaffarian, dem Verfasser der Studie und Mediziner der Harvard School of Public Health, könnten umfassende nationale und globale Programme zur Salzreduzierung Millionen von Leben retten.

Bei einem Ranking der 30 untersuchten Länder stellte sich heraus, dass in der Ukraine, in Russland und  auch in Ägypten die meisten Todesopfer aufgrund von zu hohem Salzkonsum verzeichnet wurden. Am wenigsten Salz wird offensichtlich in Katar, Kenia und den Vereinigten Arabischen Emiraten benutzt, dort traten die wenigsten Fälle auf.

Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team