Horrorszenario - Schnitzel aus dem Labor könnten Alltag werden Thinkstockphotos.com

Horrorszenario - Schnitzel aus dem Labor könnten Alltag werden

Fleisch wird immer teurer, das Zuchtvieh belastet die Umwelt und benötigt eine Menge Weideland und häufig erfolgt die Haltung der Tiere nicht artgerecht. Kein Wunder, dass Fleisch in unserer Gesellschaft ein zunehmend schlechtes Image hat. Geht es nach dem Willen der Industrie, könnte Fleisch aus dem Labor die Lösung sein.

Zumindest technisch scheint dieses Szenario schon bald greifbar zu sein: In naher Zukunft wird es möglich sein, Fleisch im Labor zu züchten. Mittels Muskelbiopsie werden Kühen, Schweinen oder Hühnern so genannte Sattelitenzellen entnommen, die dann durch Zugabe von Nährstoffen und chemischen Wachstumszusätzen zu neuen Muskelzellen heranwachsen könnten.

Fleisch aus dem Labor steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber Wissenschaftler aus Amerika und Europa arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, dass es in absehbarer Zeit für uns zur Gewohnheit wird.

Bis Ende des Jahres will beispielsweise der niederländische Forscher Mark Post die erste Frikadelle aus dem Labor präsentieren. Billig wird der künstliche Burger indes nicht: Nach eigenen Angaben verschlingt das ehrgeizige Projekt des Niederländers rund 250.000 Euro an Forschungsgeldern.

Aufgrund des wachsenden Fleischbedarfes der Weltbevölkerung ist das Interesse an der Forschung groß. Vor allem, weil sich durch die Produktion von In-Vitro-Fleisch die Umweltbelastung gegenüber der landwirtschaftlichen Zucht deutlich senken ließe. „Immerhin fließen derzeit 70 Prozent der landwirtschaftlichen Kapazitäten in die herkömmliche Fleischgewinnung“, sagte der Niederländer in einem Medienbericht.
Dieser Beitrag stammt von und dem worldsoffood-Team